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24.5.2008 von Hubs.
Gestern Abend saßen wir gemütlich bei einem Italiener, und ich suchte uns aus den Neuzugängen des Kellers einen Wein aus. Meine Wahl fiel - als Begleitung einer Dorade - auf einen Podium von Garofoli, einen Verdicchio aus den Marken. Statt dessen brachte mir Angelo einen Alastro von Planeta und fragte mich, wie mir die Flasche gefiele. Ich sagte ihm, dass ich den Wein kenne, dass er ein netter Begleiter zum Beispiel zu einem Risotto sei. Was ich denn sonst zu der Flasche sagen könnte, insistierte er. Da ich nicht wusste, auf was er hinauswollte, fragte ich ihn direkt, was er denn meine. “Nun, der Wein hat einen Schraubverschluss. Ich bin am überlegen, ob ich nicht die ganze Lieferung zurückschicken soll” war seine überraschende Antwort. Ich gebe ja zu, dass es mich früher auch gestört hat, wenn ein Wein einen Schraubverschluss hatte, aber das war zu Zeiten, als nur die billigen Massenweine aus den Winzergenossenschaften so abgefüllt wurden. Heute, da ich selbst eine TCA-Quote von 15% bei den mit Korken verschlossenen Weinen habe, bin ich ein überzeugter Befürworter alternativer Verschlüsse. Mir persönlich gefällt aufgrund der Haptik der Vinolok-Verschluss am besten, aber selbst ein Kronkorkenverschluss, wie er zum Beispiel von Schmitts Kinder in Randersacker auch bei den Großen Gewächsen angeboten wird, ist immer noch besser als eine dem TCA zum Opfer gefallene Flasche Wein.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Angelo überzeugen konnte, aber immerhin hat er mir zugesagt, keine überstürzte Rücksendeaktion zu starten. Der Podium hat übrigens hervorragend zu der Dorade gepasst, und auch zur Pizza meiner Begleitung war er genau richtig.
Mehr dazu findet man hervorragend zusammengefasst unter www.verschlusssache-wein.de, einer von den Machen von Wein-Plus verantworteten Sammlung von Informationen zu diesem Thema.
Heut geht’s mir gut! ![]()
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1.4.2008 von Hubs.
Hm, eigentlich eine ganz clevere Idee, die Viktor Pucsek für den PapaMama-Wettbewerb da entwickelt hat. Man nehme eine Weinflasche und drucke das Etikett auf etwas dickeres Papier. Dieses Etikett kann man abziehen und zu einem Becher falten. Voila! Schon hat man Becher, um jederzeit und überall ein gepflegtes Getränk genießen zu können.
Wenn die Flasche jetzt noch aus einem möglichst leichten, geschmacksneutralen Material ist, der Verschluss ohne Korkenzieher zu öffnen ist und die Becher ebenfalls keine ungewollten Einflüsse auf das Getränk haben, steht einem Versuch in dieser Sache eigentlich nichts im Wege. Oder? Weshalb allerdings der Etikett-Becher in die Flasche eingelassen sein soll, man also extra Flaschen produzieren muss, erschließt sich mir nicht.
Wein und sein Genuss ist weltweit nicht einer kleinen Schicht mit jederzeit verfügbaren Kristallgläsern vorbehalten, ganz im Gegenteil: Auf den Feldern, bei Weinfesten, einfach so am Abend wird Wein aus allem getrunken, was irgendwie eine Flüssigkeit aufnehmen kann. Wieso also nicht auch aus Pappbechern? Und zur Flasche: Vermarktet wird Wein heutzutage auch in Tetrapacks und Plastiktüten, zwar versteckt in einer Box, aber trotzdem eben nicht aus Glas.
Mal sehen, ob und wenn ja in welcher Form dieses Konzept auf den Markt kommen wird.
Heut geht’s mir gut!
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5.2.2008 von Hubs.
Wie gut, dass ich weder Journalist noch Winzer bin, denn sonst wäre ich bei der Lekture dieses Artikels in der WELT durch die Decke gegangen: “Bordeaux-Winzer kämpfen ums Überleben”. Selten habe ich so viel gesammelte Grütze gelesen wie in diesen Zeilen. Bis auf die Rechtschreibung ist fast alles falsch.
Ich habe jetzt nicht vor, den Artikel Fehler für Fehler durchzugehen, aber die WELT sollte sich doch einmal überlegen, ob nur bei WELT Online oder auch in der gedruckten Version der faktenlose, aber reißerische Tabloid-Stil gepflegt werden soll (siehe das danebenstehende Video von Paris Hilton).
Um nur einige Punkte aufzugreifen:
Vergessen wir das einfach. Nicht nur, um die armen geschundenen und verhungernden Winzer im Bordeaux zu unterstützen, sondern auch, weil ich Lust dazu habe, werde ich mir jetzt eine Flasche Bordeaux aufmachen, um sie heute Abend genüsslich zu trinken: Einen 2006er Château le Fregne, ein reiner Sauvignon blanc aus einem kleinen Weingut mit 5 ha Anbaufläche. Nichts großes, genau richtig für einen Dienstag Abend.
Hubs
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2.1.2008 von Hubs.
Endlich habe ich eine gute Argumentation gefunden, die unterhaltsam erklärt, warum der Drehverschluss für Weine besser ist als das alte Stück Baum (genannt KORKEN), an dem immer noch so viele Leute hängen. Dieses Stück Rinde hat mir in den letzten Jahren bei rund 15% aller Weine den Spaß verdorben. In letzter Zeit hat sich das gebessert, da eine Vielzahl von Produzenten auf Drehverschluss, Kronkorken, Vinolock (mein Favorit, auch wenn er Nachteile hat), Kunststoffkorken oder Presskorken umgestiegen sind. Eine gute Darstellung der Situation ist hier zu finden.
Hier also das Meisterwerk (leider in englisch, aber die Sprache ist dabei fast nebensächlich), viel Spaß damit!
Heut geht’s mir gut! ![]()
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