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21.2.2008 von Hubs.
Bei meinen Wanderungen durch das Internet-Dickicht bin ich bei Jamendo wieder einmal fündig geworden, allerdings eher im kuriosen Sinne denn in einem geschmacklich positiven. Beim “Reinhören” in die neuen Veröffentlichungen bin ich über das Album “Towards The Limits” der Gruppe SUNN gestolpert.
Und so, wie ich es schon in der Überschrift geschrieben habe hört sich das Album auch an: Wie ein Maschinengewehr bearbeitet der Drummer sein Instrument, aber man muss ganz klar sagen, dass er es auch beherrscht. Ich kann mir diese Einschätzung erlauben, habe ich doch selbst einige Jahre hinter der Schießbude verbracht. Allerdings ist er nicht der einzige Könner in der Gruppe, auch der Gitarrist der Formation muss sich in keinster Weise verstecken muss. Er brennt ein Feuerwerk an Riffs ab, nutzt alle Möglichkeiten seiner Instrumente aus, lässt selbstverliebt seine Finger auf den Saiten tanzen.
In den Stücken finden sich viele kleine Andeutungen und ironische Zitate, die zeigen, welchen Hintergrund zumindest der Komponist der Gruppe hat. Was mir persönlich nicht gefällt ist der “Gesang” der Gruppe, für mich ist das nur Gegröhle. Unausgegoren wirken auch die Übergänge der Titel, Intro und Hauptteil passen oft nicht zusammen, und die Enden sind meist unharmonisch. Die Musik hört einfach auf.
Mein Lieblingsstück dieser Platte ist “Fame”, hier kommen alle Fähigkeiten der Bandmitglieder deutlich und sauber heraus. Das nächste Titelchen (es hat nur 24 Sekunden) “Sunrise” zeigt, dass die Gruppe auch melodisch spielen kann.
Die Gruppe gehört für mich eindeutig in den Bereich Metal, ob sie aber etwas mit der drone metal band Sunn O))) zu tun hat möchte ich bezweifeln. Dafür ist die Musik nicht gruselig genug.
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Heut geht’s mir gut! ![]()
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5.1.2008 von Hubs.
Wieder einmal ein Fund bei Jamendo: “Between Light And Shadow” von Triplexity. Kann es wirklich sein, dass drei unabhängige Musiker, die sich nur über das Internet kennen, ausschließlich virtuell ein so gekonntes Produkt auf die Beine stellen? Nun, wir müssen es glauben.
Was die drei hier abgeliefert haben, ist nicht “Zwischen Licht und Schatten”, es ist ausschließlich LICHT. Jeder einzelne Titel ist ein Kunstwerk für sich, nie kommt in irgendeiner Weise Langeweile auf. Und auch die Abfolge der Titel ist gut gewählt: Auf einen Ambient-Titel kommt ein Funkarrangement, gefolgt von Cool Jazz, hinter den ein Saxophon-dominiertes Stück platziert wurde. Insgesamt ist dieses Album ein typischer und würdevoller Vertreter des NuJazz.
Warum habe ich trotz dieser guten Beschreibung nur 9 Punkte vergeben? Nun, hier gilt dasselbe wie bei den anderen, so bewerteten Alben: Ich plädiere eher für die Einhaltung einer Stilrichtung auf einem Album als für die willenlose (in diesem Fall jedoch gelungenen) Aneinanderreihung von fraglos hervorragenden Titeln.
Hubs
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3.1.2008 von Hubs.
Über dieses Album bin ich aus Zufall gestolpert, als ich wieder einmal bei Jamendo herumstöberte (was sich immer lohnt). Da stellt ein Quartett (Saxophon, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug) eine Platte vor, die fast die gesamte Bandbreite des Jazz umfasst. Von Cool über Guitar, Fusion, Experimental bis hin zu richtig fetzigem Freejazz ist alles vorhanden, was man sich als Jazzliebhaber wünschen kann. Und alles ist handwerklich hervorragend umgesetzt!
Da ich von Oprachina noch nichts gehört hatte, habe ich natürlich auch gegoogelt, und da bin ich auf ein Video gestoßen, das eine Aufnahme des faszinierendsten Titels auf dem Album zeigt - Fat Fast. Dass Oprachina ihre Qualität auch bei einem Liveauftritt mitten an einer belebten Straße in Rom unter Beweis stellen zeigt mir, dass es sich bei dem Album nicht um eine Eintagsfliege, sondern um den Anfang auch für eine internationale Karriere handelt.
Oprachina hat für das Album “Jazz Farm” (das Cover passt hervorragend zu dem Titel) von mir “nur” acht von zehn möglichen Punkten bekommen, da mir die Vielfalt etwas zu groß ist. Wenn man das Album als Eigenwerbung von vier Profis ansieht, die es als Bewerbung zur Aufnahme in ein Rundfunkorchester verwenden wollen, dann ist es hervorragend. Wenn es aber für den breiten Markt der Musikliebhaber konzipiert ist, dann wäre weniger mehr gewesen.
Trotzdem freue ich mich schon auf das nächste Album, oder auf den Besuch eines Konzerts, wenn ich das nächste Mal in Rom bin!
Hubs
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2.1.2008 von Hubs.
Das ging schneller als erwartet! Mitte des letzten Monats habe ich hier die erste CD der Gruppe “sonata electra” besprochen und dabei meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass das zweite Album vielleicht etwas besser konzipiert und redigiert sein wird. Auch wenn sonata electra sich nur einen Monat Zeit genommen haben, um das zweite Album fertigzustellen, so ist doch etwas sehr viel Stimmigeres herausgekommen als befürchtet.
Zum Einen ist dieses Album jetzt eindeutig dem Genre “Electronic” zuzuordnen, zum Anderen werden Effekte nur dort verwendet, wo sie Sinn machen. Diese CD ist sowohl als Hintergrundmusik als auch - zumindest einige Titel - zum Tanzen geeignet. Bei dieser Produktionsgeschwindigkeit können wir Ende Januar 2008 mit dem dritten Album rechnen. Das wird dann richtig professionell produziert, sauber abgemischt und gut vermarktet sein. Und dann wahrscheinlich nicht mehr auf Jamendo zur Verfügung stehen…
Hubs
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19.12.2007 von Hubs.
Vor einiger Zeit bin ich bei einer meiner WWWW - einer World Wide Web Wanderung - über die Seite von Jamendo (www.jamendo.com) gestolpert. Auf dieser Seite können Musiker ihre Werke anbieten, Nutzer können diese anhören und herunterladen. Heute bin ich auf dieser Seite über die CD “music journey” der Gruppe “sonata electra” gestolpert. Unter Gruppe versteht man ja im Allgemeinen mehrere Personen, hier aber handelt es sich um eine Person und einen “ordinateur”, also einen PC.
Am 12. November kam deren erste CD auf den freien Markt (man kann also die Musik kostenfrei weitergeben und auch selbst weiterverarbeiten, so lange man auf die Lizenzbedingungen verweist).
Bitte hier drücken, um einen Titel abzuspielen:
Die Sounds sind gefällig, die Kompositionen passen, die Auswahl der Instrumente stimmt auch. Aber offensichtlich fehlt dem Musiker der starke Produzent, der den Stil der Musik beeinflussen kann. Hier stehen wir einem Konglomerat von verschiedenen Stilrichtungen gegenüber, dem man genau anhört, dass der Künstler alles, was er für gut hält, in ein Album hineinbringen will. Ob es sich um den unverhofften Wechsel zwischen Tonarten, das abrupte Ende von Melodien oder Titeln oder das Einfließenlassen von Toneffekten handelt, es wird alles ausprobiert und angeboten. Das aber geht dann im Endeffekt nicht auf. Mal sehen, wie sich der Künstler bei seinem zweiten Album präsentieren wird.
Hubs
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