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25.11.2009 von Hubs.
Zurzeit findet man in den großen Sonntagszeitungen Annoncen von VW, in denen bundesweit Phaetons der mittleren Kategorie als Leasingfahrzeuge angeboten werden. Die Konditionen sind verlockend: Für 1-2 Jahre alte Fahrzeuge mit niedrigen Kilometerständen werden monatliche Leasingraten von etwas über 400 Euro aufgerufen - ohne Leasingsonderzahlung, versteht sich! Auch die kalkulierte Kilometerleistung liegt im Rahmen dessen, was man normalerweise pro Jahr fährt.

Bei einem solchen Angebot kann man schon ins Grübeln kommen. Also habe ich mich auf den Weg gemacht und mir einmal ein solches Fahrzeug angesehen: 3.0 Liter Diesel, ansonsten mit allem ausgestattet, was man braucht. Unnötige Dinge wie der automatische Abstandshalter oder ein Headup-Display sind dabei natürlich nicht enthalten. Klingt immer noch interessant. Daraufhin habe ich mir einen (neuen) Phaeton über ein Wochenende für eine Probefahrt zur Verfügung stellen lassen, man will ja schließlich die Katze nicht im Sack kaufen.
Bevor ich jetzt hier auf meine Erfahrungen eingehen werde: Ich habe mich immer gefragt, wieso VW diesen Wagen unter dem Label “VW” verkauft und nicht eine der Marken nimmt, die sich aus historischen Gründen im Fundus befinden. Horch bietet sich zum Beispiel an. Inzwischen kenne ich die Antwort auf meine Frage. Doch dazu später mehr.

Eines vorweg: Ich möchte hier keinen objektiven Bericht abgeben, dazu sind Profis da. Ich gebe hier meinen ganz persönlichen Eindruck wieder, den ich bei der Probefahrt gewonnen habe, unter der Prämisse, mir diesen Wagen vielleicht zuzulegen. Es mag dem geneigten Leser vorkommen, als ob ich sehr einseitig werte, aber das liegt daran, dass mir die Punkte, die ich aufzähle, jeden Tag beim Einsteigen auffallen und sie für mich daher eben nicht nebensächlich sind.
Groß ist er, etwas schlanker als der 7er von BMW. Die Übersichtlichkeit lässt allerdings zu wünschen übrig, aber dafür gibt es die Einparkhilfen. Und nach hinten eine Kamera. Allerdings hat mich bei der ersten Rückwärtsfahrt das Bild so sehr fasziniert, dass ich beinahe vergessen hätte, zu bremsen. Aber nur beinahe.

Die Haptik im Innern (wir reden hier nicht über eine Leder-Komplettaustattung) mutet billig an: Große Plastikebenen, nur in den vertikalen Flächen durch zugegebenermaßen schöne Holzverkleidungen unterbrochen. Aber auch die Stellen, an denen gebürstetes “Metall” zum Vorschein kommt sind aus - Plastik.
Man sitzt auf den Sitzen, Seitenhalt ist sowohl auf der Sitzfläche als auch im Rückenbereich ein Fremdwort. Und das, obwohl der Wagen, den ich zur Verfügung hatte, über die 11fach verstellbaren Komfort-Sitze verfügte.
Die Mittelkonsole ist überladen. Selbst für mich, der von manchen Leuten als Nerd dargestellt wird, sind hier zu viele Funktionen konzentriert. Oder so unübersichtlich präsentiert, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht findet. Das selbe gilt für das Lenkrad. Hier gilt eindeutig: Weniger ist mehr, zumindest für mich. Aber ich bin auch ein absoluter Anhänger des iDrive-Systems von BMW… So habe ich zum Beispiel eine Funktion gesucht, um der netten Navigationsdame das Wort zu verbieten. In den Situationen, in denen ich sie einfach nicht hören will, weil ich den Weg kenne oder weil ich mich gerade unterhalte. Das geht aber nur in der dritten Ebene der Bedienung, und gilt dann für immer, also nicht einfach nur für diese eine aktuelle Durchsage.

Eine Kleinigkeit, die mich stört, weil ich geblendet werde: Der Dachhimmel ist immer in hellgrau gehalten, es besteht keine Möglichkeit, ihn schwarz zu wählen.
Über Motor und Getriebe muss ich kein Wort verlieren, diese verrichten ihre Arbeit, wie sie sollen: Unauffällig, immer im Hintergrund. Das bedeutet aber auch, dass mit dieser Motorisierung keine Beschleunigungsarien möglich sind. Durch die aufgezogenen Winterreifen konnte ich nicht schneller als 210 km/h fahren, bis dahin aber war der Wagen vom Fahrverhalten und der Lautstärke her mustergültig.
Gut platziert ist die “toter Winkel Warnung”, das habe ich in anderen Fahrzeugen schon weniger funktional erlebt. Negativ aufgefallen ist dafür die Fahrspurwarnung, diese kann zum Beispiel in Baustellen nicht mit einem einfachen Knopfdruck ausgeschaltet werden. Und 10km ruckelndes Lenkrad ist … nervend.
Genauso unangenehm ist der obere Abschluss der Türverkleidung. Auf diesem Abschluss liegt mein Arm, wenn ich Strecke fahre, also das Lenkrad nicht konzentriert halte, sondern nur führe. Dummerweise ist dieser Abschluss als harte Kante ausgeführt, was zum Ergebnis hat, dass man den Arm ganz schnell wieder von dieser Ablage herunter nimmt.

Diese Punkte sind mir schon auf den 40 km von VW zu mir nach Hause aufgefallen, den Rest des Wochenendes habe ich dann damit verbracht, nach Punkten zu suchen, die mir gefallen. Leider habe ich keine gefunden, die diesen Wagen vom Mitbewerb - 7er, A8 und S-Klasse - differenzieren. Und darin liegt auch die Antwort auf die Frage, die ich oben aufgeworfen habe: Warum verkauft Volkswagen diesen Wagen unter dem VW-Logo und nicht zum Beispiel unter dem Namen “Horch”? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Weil es ein VW ist. Es ist definitiv kein Horch, und noch dazu nicht nur optisch einfach eine etwas vergrößerte Version des Passat.
Mein Fazit: Nach der Rückgabe des Wagens hat es richtig Spaß gemacht, in einem acht Jahre alten 7er nach Hause zu fahren. Ich werde mir sicher keinen Phaeton zulegen, das wird für mich persönlich durch nichts gerechtfertigt. Aber wenn die Preise in den Angeboten von VW weiter so fallen, stelle ich mir vielleicht einen kostenlos als Zweitwagen in den Hof…
Heut’ geht’s mir gut! ![]()
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4.3.2008 von Hubs.
Gestern hatte ich die Freude, einen mit allen denkbaren Zusatzmöglichkeiten ausgestatteten BMW 381i zu fahren. Und das nicht nur auf einer kurzen Strecke, sondern auf einer richtig langen Route. Im Prinzip habe damit auch schon mein Fazit vorweggenommen: Auch auf diesen relativ schwach motorisierten Wagen trifft der BMW-Werbeslogan “Freude am Fahren” voll und ganz zu.
Der Wagen begrüßt einen schon sehr ergonomisch: Alle notwendigen Hebel und Knöpfe sind leicht erreichbar, die Funktionen sind logisch, man muss nichts suchen. Na ja, abends habe ich dann doch etwas gesucht, und ich bin ehrlich, ich habe es nicht gefunden: Die Helligkeitsregelung der Armaturen. Die Verstellmöglichkeit des Navi-Bildschirms relativ zu der Armaturenbeleuchtung kenne ich jetzt zwar, nicht aber den Platz des “Hauptreglers”. Ansonsten aber fand ich alles dort vor, wo ich es vermutete.
Auch der Beifahrer hat einen hinreichenden Blick auf Armaturen und Navi-System, und da selbst ein Dreier inzwischen individuell einstellbare Klimazonen anbietet, kann man es auch neben dem Fahrer gut und bequem aushalten. Ebenfalls bequem sind bei diesem Wagen die hinteren Sitze. Wo auch immer BMW den Platz hergeholt hat, man kann es auch auf längeren Strecken zu viert aushalten. Und weil vier Leute natürlich auch Gepäck mitnehmen wollen, ist hinter der Rückbank ein Abteil, das das Gepäck für zumindest ein Wochenende für vier Personen aufnimmt. Für großes oder langes Gepäck gibt es als Sonderausstattung das “Durchladesystem”. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine asymmetrisch geteilte Rückbank mit einem Skisack.
Meine Fahrt begann erst einmal sehr ärgerlich: Nach kaum 5 Kilometern stand ich auf der Autobahn in einer Baustelle, kaum 100 m, nachdem sich die Fahrbahnen geteilt hatten. Und rechts lief der Verkehr weiter… Anfangs hofft man ja noch, dass es weitergeht, also lief auch noch der Motor, doch die eingestellte Leerlaufdrehzahl verträgt sich nicht mit dieser Situation: Der Wagen wird dermaßen durchgeschüttelt, dass man den Motor freiwillig ausmacht. Hier dachte ich noch, ich hätte einen Diesel vor mir… aber ein Blick auf den Drehzahlmesser überzeugte mich dann davon, dass es doch ein Benziner sein muss: Ich habe noch nie einen Diesel gesehen, bei dem der rote Drehzahlbereich bei 6.000/min beginnt.
Irgendwann ging es dann auch weiter, und weil es Montag morgen, war zuerst einmal Stop-And-Go-Verkehr abgesagt. Seither weiß ich, dass auch die Bremsanlage mit der Masse des Fahrzeugs hervorragend zurechtkommt.
Die Motorisierung ist nicht unbedingt dazu geeignet, an jeder Ampel alle anderen Fahrzeuge stehen zu lassen, aber sie reicht vollkommen aus, um im Verkehr mitzuschwimmen, und eine Reisegeschwindigkeit von 160 ist unproblematisch zu halten. Auch der Tempomat kommt damit sehr gut zurecht. Das Kurvenverhalten ist auch auf nasser Fahrbahn vorbildlich, man muss kein Könner sein, um sowohl in langen, schnellen Autobahn- als auch in scharfen Landstraßenkurven den Wagen in fast jeder Situation zu beherrschen. Leider hat der Wagen auf meiner Tour rund 10 Litern auf 100 km verbraucht, das sollte bei einem Wagen dieser Größenordnung doch etwas besser sein… Wirklich gut geworden ist inzwischen die Scheibenwischerautomatik, hier musste ich kein einziges Mal eingreifen, und zu häufig wurde sie auch nicht in Betrieb gesetzt. Das Navi-System ist in der hier verbauten Professional-Version ohne jeden Tadel, es hat mich auf richtigem Weg auch zu Sonderzielen geführt.
Was mich besonders freut - aber das ist nicht Dreier-spezifisch - ist die Tatsache, dass alle neuen BMW, die ich in letzter Zeit gefahren bin, von Haus aus einen AUX-Anschluss haben, so dass man seine eigenen Musik auf dem MP3-Player laufen lassen kann.
Mein Fazit habe ich ja schon eingangs geschrieben: Bis auf den für mich zu hohen Verbrauch ist dieser Wagen nicht nur für Singles alltagsgeeignet. Er bietet Komfort, Platz, alle notwendigen Zusatzausstattungen sind verfügbar, und Spaß kann man damit auch haben. Aber er fordert es nicht heraus, damit Spaß haben zu wollen.
Heut geht’s mir gut! ![]()
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22.2.2008 von Hubs.
Was ein Unterschied!
Nachdem ich diese Woche ja den Audi A3 fahren und loben konnte, muss ich dieses Mal leider etwas Kritik austeilen.
Heute bin ich den VW Golf V 1,6 Tour gefahren, und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Nicht über die Ausstattung, die entspricht schon dem heutigen Standard, aber dass es heute noch Autos gibt, die ab Tempo 140 anfangen zu schwimmen, das hätte ich nicht gedacht. Zumindest nicht von VW. Bei diesem Wagen aber trifft es voll und ganz zu. Es stimmt, der Motor ist nicht unbedingt dazu ausgelegt, schneller zu fahren, doch auch dann muss das Fahrwerk in der Lage sein, die Geschwindigkeit sicher auf die Straße zu bringen. Nun gut.
Der Innenraum ist bekannt funktional, alle Schalter sind gut erreichbar, Sitze und Spiegel lassen sich auch für größere oder kleinere Fahrerinnen gut einstellen. Im Kofferraum ist hinreichend Platz, um das Gepäck für vier Personen für ein Wochenende unterzubringen, durch die teilbare und umlegbare Rückbank kann ein sehr großer Transportraum entstehen. Der durch die Breite der Heckklappe auch für breite Zuladungen geeignet ist.
Für mich als Farbenblinden sehr unangenehmen ist wie bei allen VWs die blaue Instrumentenbeleuchtung. Ich kann darauf einfach nichts richtig erkennen, die Tiefenschärfe lässt durch die blaue Farbe zu wünschen übrig. Das ist nicht Golf-typisch, für mich persönlich aber ein absolutes Kontra-Argument, ein richtiger Showstopper, wenn es darum geht, einen neuen Wagen auszusuchen.
Was mich aber richtig geärgert hat, war der Verbrauch des Wagens. Ein Fahrzeug mit 75kw sollte im Normalbetrieb - nach einem Ausflug über Tempo 150 bin ich sofort wieder vom Gas gegangen, und rund 30 Kilometer meiner Fahrt waren Tempo 10-30 im Stau auf der Autobahn - nicht über 10 Liter auf 100 km verbrauchen. Da ich dabei war, als der Wagen vor Fahrtantritt aufgefüllt wurde, weiß ich, dass der Verbrauch real und nicht auf irgendwelche anderen Faktoren zurückzuführen ist.
Fazit: Dies ist ein Wagen, der vielleicht mit anderer Motorisierung in der Lage ist, den Stadtverkehr preiswert und zügig zu bewältigen, so, wie er mir hier zur Verfügung stand, konnte er aber keinerlei Ansprüche erfüllen. Schon gar nicht die, die auf der ersten Seite der VW Golf-Homepage stehen: Dynamisch, kraftvoll, rassig, Wohlfühlen.
Trotzdem: Heut geht’s mir gut! ![]()
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20.2.2008 von Hubs.
Die letzten Tage hatte ich die Gelegenheit, eine Audi A3 Limousine zu fahren. Über die Karosserie muss man ja kein Wort mehr verlieren, sie ist hinreichend bekannt und inzwischen nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken.
Im Innenraum herrscht funktionelle Sachlichkeit, alle wichtigen Funktionen sind leicht und direkt zu finden bzw. zu bedienen. Bis auf das Radio, dessen Lautstärke leider nicht am Lenkrad zu regeln ist. Das Navi-System führt einen gut und sicher ans Ziel, allerdings gibt es keine einfache Möglichkeit, der Stimme den Hals umzudrehen. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn man ein Telefonat führt und gerade durch eine Stadt fährt, so dass einem alle 10 Sekunden eine neue Anweisung gegeben wird.
Als sehr unangenehm hat sich das übliche Manko der heutigen Dieselfahrzeuge gezeigt: Sie brauchen Ewigkeiten, um warm zu werden, und wenn draußen tiefe Minusgrade herrschen und der Wagen über Nacht draußen stand, dann benötigt er mindestens 40km Autobahn, um den Innenraum einigermaßen auf Temperatur zu bringen. Eine Standheizung, wie sie inzwischen in einigen Dieselfahrzeugen Serie ist, wäre hier nicht falsch platziert.
Der 2l-Dieselmotor ist dank des Sechsganggetriebes für alle normalen Verkehrs-Situationen geeignet, ob man nur mitrollen oder schnell vorwärts kommen will, er macht alles möglich. Und er ist auch relativ sparsam: Bei meiner Testfahrt bin ich auf einen Verbrauch von rund 6 Litern auf 100 Kilometer gekommen, nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass dabei auch rund 100 km mit Tempo 200 waren. Und diese 200 km/h (laut Tacho) sind ohne große Anstrengung zu halten (offizielle Höchstgeschwindigkeit laut Audi: 207 km/h).
Mit diesem Wagen kann man problemlos zu viert Kurzstrecken zurücklegen, für längere Fahrten mit vier Erwachsenen würde ich eher ein größeres Fahrzeug wählen. Wenn man die Auswahl hat.
Für Gepäck oder sonstiges Sperrgut steht dank der teil- und umlegbaren Rückbank hinreichend Platz zur Verfügung, auch den kleinen Umzug kann man bewerkstelligen.
Fazit: Für den normalen Alltag ist dieser Wagen geeignet, und mit der 2l Diesel-Motorisierung auch für etwas sportlichere Fahrer nicht zu verachten.
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18.1.2008 von Hubs.
An was erinnert diese Kurve am Heck?
Hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt, die verschiedenen 1er-Modelle, die bisher auf dem Markt waren, als Mietfahrzeuge Probe zu fahren, ich hätte mir diesen Wagen nie angesehen. So aber kannte ich das Platzangebot bereits, das in der kleinsten Klasse von BMW zur Verfügung steht. Und als mein Händler - BMW Scheller in Bad Dürkheim - dann einen 135i im Verkaufsraum stehen hatte, war klar, dass ich ihn wahrscheinlich nicht lange fragen müsste, um den Wagen für einen Tag zur Verfügung haben zu können. Heute war es dann so weit. Mein normaler Wagen hatte einen Servicetermin, und als Ersatzfahrzeug wurde mir besagter 135i zur Verfügung gestellt. Nicht in rot wie hier, sondern in weiß. Aber auch das sieht bei diesem Wagen hervorragend aus.
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Obwohl mit Sportfahrwerk und Niederquerschnittsreifen ausgestattet liegt der Wagen optisch nicht tief auf der Straße, sondern präsentiert sich eher wie ein Cafe-Racer. Ganz nach dem Motto: Sieht sportlich aus, hält aber nicht, was er verspricht. Wenn da nur die Rundungen der Kotflügel um die Hinterräder nicht wären… auch die Sitzposition ist viel höher, als man dies bei einem Sportwagen erwartet. Man sitzt relativ hoch, hat eine hervorragende Rundumsicht, die bei anderen modernen Autos heute üblichen Sichtbehinderungen sind hier nicht auffindbar. Die Sitze lassen sich so einstellen, dass man in Zusammenarbeit mit den Gurten regelrecht festgehalten wird. Wieder ein Zeichen für die Sportlichkeit. Und dann lässt man, bei geöffneten Türen natürlich, den Motor an. Ein tiefes, fast körperlich spürbares Grummeln kommt aus dem Auspuff, das nach kurzer Warmlaufphase in ein sanftes Schnurren übergeht. Jetzt wird deutlich, dass es sich wohl doch nicht um einen Cafe-Racer handelt. Denn der Motor hält, was der Sound verspricht: FHRFRD, KRBBLN, WHNSNN!!
Die Kupplung - leider gibt es die höchste Motorisierung derzeit nicht mit Automatik oder sequentiellem Getriebe - arbeitet exakt, ohne großen Kraftaufwand, der Wagen hängt mit ganz geringer Verzögerung am Gaspedal. Und das nicht nur bei den möglichen hohen Drehzahlen jenseits 5.000, sondern auch ganz unten im Drehzahlkeller. Das Rollen im Stadtverkehr im vierten, fünften oder gar sechsten Gang ist problemlos möglich. Dass der Motor neben 225kW auch jede Menge Drehmoment hat (400Nm!!!) merkt man beim Beschleunigen aus niederen Drehzahlen. Ab 1.500 Umdrehungen zieht der Motor ruckfrei nach oben, theoretisch sind die 100km/h nach 5,3 Sekunden erreicht. Ich habe das leider nicht ausprobieren können, da ich einen fabrikneuen Wagen zur Verfügung hatte.
Eines ist ganz klar: Der Wagen macht Spaß. Und weil zu dem Spaß auch gehört, dass man nicht nur alleine fährt, ist es wichtig, dass es ein Viersitzer ist. Ja, man kann zu viert in dem Wagen sitzen, auch wenn der Fahrer über 1,80m groß ist, und das auch über den Weg zum Restaurant und zurück hinaus. Man kann sich auch bei höheren Geschwindigkeiten (der Wagen wird bei 250km/h abgeriegelt) unterhalten, ohne sich anschreien zu müssen (auch wenn das Pfeifen der rahmenlosen Fenster etwas stört), und bei einer angenehmen Reisegeschwindigkeit von 140-150 km/h merkt man im Vergleich zu anderen Fahrzeugen dieser Wagenklasse sehr wenig von der Außenwelt. Auch der Kofferraum lässt mit seinen 370l Fassungsvermögen Platz für mehr als nur ein Wochenende zu zweit.
Irgendwann kommt man dann an eine Strecke, die mehr als eine sanfte Kurve hat, und spätestens dann weiß man, dass dieser Wagen KEIN Cafe-Racer ist: Wie angeklebt liegt er auf der Straße, keine noch so zügig angefahrene Kurve kann den Fahrer aus der Ruhe bringen, in jeder Situation ist der Wagen beherrschbar. Und wenn man denn doch einmal über die Grenzen der Reifen oder Straße hinauskommt, lässt sich der Wagen weiterhin steuern. Das (abschaltbare) DSC übernimmt in diesem Fall so unterschwellig die Regie, dass - solange man sich innerhalb der Grenzen der Physik bewegt - jede Situation beherrscht werden kann. Wenn man allerdings den DSC-Schalter betätigt, dann merkt man, an was die Rundung des Hecks erinnert: An den alten NSU TTS mit seinem Heckmotor, Heckantrieb und Heckschleudern. Das Ganze aber verbunden mit soviel Luxus, dass man die damaligen Zeiten ganz gerne missen möchte.
Hm. Wie lange läuft mein Leasingvertrag noch?
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25.10.2007 von Hubs.
Die erste Generation des X5 war ja schon groß, stark und auffällig. Ich muss es wissen, da ich selbst einige Jahre einen solchen Wagen gefahren habe. Was BMW aber mit der zweiten Generation auf die Beine gestellt hat ist eine echte Evolution. Länger, breiter, stärker und leider nicht sparsamer präsentiert sich hier der ach so notwendige Schutz der Insassen vor der wilden, ungezähmten Welt draußen. Die Dämmung ist inzwischen so gut, dass man bei normaler Lautstärke der sehr guten Stereo-Anlage nichts mehr von der Umwelt mitbekommt. Fast so wie im Siebener. Aber eben eine Stufe höher. Man hat erheblich besseren Überblick von dort oben und kann dadurch die Leistungsreserven des Motors (ich hatte einen 4.8) richtig ausnutzen. Die Schaltung hat jetzt auch die Relais-Funktion, die sich schon im Siebener bewährt hat, allerdings befindet sich der Schaltknauf immer noch an der gewohnten Stelle und ist nicht als Stummel hinter dem Lenkrad versteckt.
Das soll’s fürs Erste gewesen sein, demnächst kommt mehr zu diesem Wagen!
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3.8.2007 von Hubs.
Bonjour - nein, nicht Tristesse, sondern Commodité. So ungefähr kann man die Erfahrungen umschreiben, die ich mit dem Citroen C6 gemacht habe, der mir die letzten Tage zur Verfügung stand.
Mein erster Eindruck ist, ich formuliere es vorsichtig: Dieses Auto ist gewöhnungsbedürftig. Nicht unbedingt dem allgemeinen Geschmack entsprechend. Und meiner Ansicht nach auch nicht geeignet, ein würdige Nachfolger der Göttlichen oder der CX-Reihe zu werden. Die Augen, sprich die Scheinwerfer, stehen viel zu weit auseinander, die Linie wirkt durch das etwas zu kurz geratene Heck und die nach innen gebogene Heckscheibe unproportioniert, die Heckklappe hat eine ungewöhnliche Sicke über die gesamte Breite. Doch dazu später mehr.
Aber als Fahrer sieht man das Auto natürlich aus einer anderen Perspektive, und daher heißt es für mich erst einmal: Einsteigen. Was mich hier erwartet ist nur eines: Bequem. Nicht unbedingt geeignet, einem sportlichen Fahrer zu dienen, aber wunderbar als Sofa, als Sänfte zu bezeichnen. Ich hätte nie gedacht, dass es in Europa ein Auto gibt, das den Sänftencharakter meines alten Cadillac Sedan DeVille übertreffen kann und wird. Selbst mir als Fahrer wurde es bei den Schaukelbewegungen beinahe schlecht. Bis ich den Schalter fand, mit dem man die Federung auf “Sportlich” umschalten kann. Dann war es zwar immer noch nicht sportlich, das Schaukeln aber war weg.
Womit soll ich beginnen? Mein Wagen hatte eine cremefarbene Inneneinrichtung. Also sicher nichts für Menschen mit Kindern. Und auch nichts für Leute, die leicht geblendet werden. Denn die Verkleidung spiegelt sich in der Windschutzscheibe. Bis auf die Stelle, an der die Geschwindigkeit und die Abbiegeinformationen des Navis eingeblendet werden. Aber die wird in einer Art eingeblendet, dass man genau so schnell auch auf den Tachometer hätte schauen können. Dieses Head Up Display bietet wahrlich keinen Zusatznutzen, vor allem, weil es in ein undurchschaubares Chaos ausartet, wenn die Sonne von hinten scheint. Dann allerdings sieht man auch auf dem normalen Display nichts mehr, weil man alle möglichen Anzeigen sieht.
Eigentlich wollte ich mit dem Mosern aufhören und nur noch vom Genießen sprechen. Doch die Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten müssen einfach erwähnt werden, hier zeigt sich, wo an der Qualität gespart wurde. auch die (üblicherweise) zu kurzen Sitze müssen erwähnt werden. Das aber wars jetzt wirklich: Man kann sich in diesem wirklich Auto wohlfühlen. Die Außenwelt ist abgekapselt, man schwebt über die Landstraße, selbst ein paar Kurven können elegant genommen werden, ohne dass es die Mitfahrer stört. Und für die Ohren ist auch gesorgt: Die Stereoanlage lässt keine “normalen” Wünsche offen. Auch die Telekommunikationseinrichtung - sprich das eingebaute Funktelefon - funktioniert hervorragend, witzig ist allerdings, dass der Teilnehmer am anderen Ende vor dem Gesprächsbeginn darauf hingewiesen wird, dass man sich in einem Auto befindet.
Angenehm ist es, wenn man mit diesem Wagen in Frankreich unterwegs ist: Dort fahren die “hohe” Polizei sowie Diplomaten das Auto, und entsprechend schnell ist die linke Spur auf der Autobahn frei, wenn man von hinten ankommt. Selbst wenn man nur unwesentlich schneller fährt als der Rest.
Auch der Verbrauch dieses Wagens hält sich in Grenzen: Auch wenn ich nicht gerade langsam gefahren bin habe ich nur knapp acht Liter Diesel gebraucht.
Fazit: Für mich persönlich ist dieser Wagen nichts, aber ich bin mir sicher, dass er Liebhaber finden wird.
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21.7.2007 von Hubs.
Erinnern Sie sich noch, mit welchem Attribut ich den Audi TT Coupe apostrophiert habe?
S P A S S ! ! ! ! !
Und genau das Selbe trifft auch auf das “kopflose” Geschwister des Coupes, das Cabriolet zu.
Straßenlage, Innenausstattung, Platz, Fahrverhalten, Motorleistung stimmen im geschlossenen Zustand überein. Aber dann gibt es da noch diesen magischen Knopf, mit dem man aus dem Coupe ein Cabriolet machen kann. Was für ein Glück, dass ich zufälligerweise eine Mütze dabeihatte, denn es war heiß, die Sonne brannte herunter, der Asphalt begann zu schmelzen (besonders gut vor Eisenbahnübergängen; die Straßenmeisterei wird sich bedanken), und ich freute mich an diesem Fahrzeug.
Im Cabriolet steht natürlich im Kofferraum nicht mehr allzuviel Platz zur Verfügung, aber auch hier gilt, wie bei den meisten “viersitzigen” Cabriolets: Wer will denn schon mit so einem Auto zu viert übers Wochenende verreisen? Und für zwei reicht der Platz im Kofferraum und auf der Rückbank allemal aus.
Fazit: Auch als Cabriolet ist der Audi TT alltagstauglich und - im Fall einer Neuanschaffung - einen zweiten Gedanken wert.
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9.7.2007 von Hubs.
Seit längerem suche ich ein Auto, das für die Stadt geeignet ist. In einer Beziehung habe ich jetzt eines gefunden. Das Auto, das ich meine, ist nämlich NUR für die Stadt geeignet. Es handelt sich um den MB B150. Selten habe ich ein Auto in den Händen gehabt, das sich anfühlt wie weiland der erste VW Bully mit Diesel-Motor: Träge, überhaupt nicht agil, zum Beschleunigen auf eine sinnvolle Geschwindigkeit - sprich Tempo 90 - langt die normale Beschleunigungsspur der Autobahn nicht. Und daraus schließe ich ganz eindeutig, dass dieser Wagen ausschließlich für die Stadt konzipiert wurde.
Was soll man sonst über dieses Auto sagen? Man hat Platz, man kann darin sitzen, auch Passagiere auf den Fond-Sitzen können einigermaßen erholt das Ziel erreichen. Der Innenraum ist sehr variabel, man kann durch die weit öffnenden Türen und die hohe Sitzposition sehr einfach ein- und aussteigen, allerdings gehört das ja zum Standard der B- Klasse. Genauso wie die schlechte Übersichtlichkeit des Wagens, die die Einparkhilfe unabdingbar macht.
Fazit: Ein Auto ausschließlich für die Stadt braucht niemand. Oder? Dieser Wagen macht sicher Sinn, aber nur, wenn er einen sinnvollen Motor bekommt. Aber ob dann der hohe Schwerpunkt mit den Fliehkräften klarkommt ist mir noch nicht klar.
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3.7.2007 von Hubs.
Wissen Sie, was herauskommt, wenn man einen 147kw-Motor in ein 1.5t Fahrzeug einbaut? Na ja, zuerst einmal natürlich ein Leistungsgewicht von 10kg/kw.
In Wahrheit aber kommt nur eines heraus:
So richtig viel Spaß, in einer Form, die ich bisher nur von “M”, “S”, “RS” oder
“AMG”-Fahrzeugen gekannt habe. Mit einer Einschränkung: Die genannten Autos haben normalerweise ein der Grenzleistung angepasstes Fahrwerk. Der mir zur Verfügung gestellte Audi TT Coupe aber ist erst einmal ein ganz normales Auto, mit Automatik, allen Annehmlichkeiten, die man heute braucht wie Klimaanlage, CD/MP3-Radio mit Navigation und hinreichend Platz für das Gepäck eines Pärchens. Theoretisch ist dieser Wagen ein 2+2-Sitzer, wenn ich mir den Sitz aber so einstelle, dass ich bequem und der Leistung angemessen sitze, dann hat hinter mir niemand mehr Platz. Außer dem Handgepäck, an das man aber ohne Verrenkungen nicht drankommt. Wenn man die Rückbank umlegt, dann hat man statt der 290 Liter Kofferraum immerhin 700 Liter zur Verfügung. Das reicht dann wirklich für den Wochenend-Ausflug. Oder das Golfgepäck.
Die Türen öffnen weit, man kann wirklich bequem einsteigen - wenn nicht der Wagen auf dem nächsten Parkplatz zu nahe geparkt hat. Dann hat man mehr oder weniger Probleme, in das Auto hineinzukommen. Aber dem kann man ja vorbeugen.

Ist der Sitz eingestellt, das Ziel ins Navi eingegeben und die Freisprecheinrichtung des Telefons aktiviert geht es los. Bei niedrigen Drehzahlen ist der Motor etwas rauh, das gibt sich aber. Er klingt fast wie ein Diesel, was wohl an FSI liegt - oder daran, dass ich in letzter Zeit sehr selten einen Vierzylinder gefahren bin…
Auch wenn die Karosserie nicht so aussieht, ist eine Eingewöhnungszeit nicht notwendig, die Rundumsicht ist trotz des Coupe-Charakters sehr gut. Nur der Innenrückspiegel könnte etwas größer sein. Die Lenkung ist angenehm direkt, das Lenkrad liegt satt in der Hand. Direkt unter den Fingern liegen griffbereit die Paddles für die Schaltung. Links zum Herunterschalten, rechts zum Hochschalten. Allerdings ist die Steuerung der Schaltung so programmiert, dass das herzhafte Betätigen des Gaspedals einen schnelleren Effekt hat als das Schalten per Hand: Der Motor nimmt sofort Drehzahl an, und durch die schnelle Reaktion der Automatik wird das auch sofort in Vorwärtsdrang umgesetzt. So sehr, dass die Schlupfregelung selbst bei trockener, warmer Straße stark mit der Leistung zu kämpfen hat. Das Anfahren an Ampeln wird so leicht von einem Quietschen der Reifen begleitet. Sehr ungewöhnlich ist das automatische Gasgeben des Motors beim manuellen Herunterschalten. Dieses nutze ich, um mit Hilfe der Motorbremse die Geschwindigkeit zu reduzieren, auf gut Deutsch: Um zu bremsen. Das wird natürlich durch das Gasgeben konterkariert. Genauso ungewohnt, wenn nicht unsinnig, ist die Tatsache, dass das Getriebe beim manuellen Schalten erst einmal in den fünften Gang geht. Selbst wenn man vorher schon im Dritten war…
Richtig in seinem Element ist der Wagen, wenn er hochtourig auf der Autobahn oder um Landstraßenkurven bewegt wird. Er hängt so willig am Gas, dass es eine Freude macht. Bei wirklich schneller Fahrweise ist er wunderbar zwischen Unter- und Übersteuern alleine durch das Gaspedal zu steuern. Das bewirkt ein fast Gokart-ähnliches Fahrverhalten. Mit dem Unterschied, dass der Wagen interessanterweise keinerlei Ansätze zeigt, den allfällugen Spurrillen auf der Autibahn zu folgen, selbst wenn man es etwas flotter angehen lässt. Immerhin zeigte der Tacho nicht nur einmal knapp 250 an… ohne großen Anlauf.
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass ich trotz meiner Fahrweise auf 380 Kilometer nur knapp 29 Liter gebraucht habe, dann ist das wahrlich kein schlechter Wert.
Natürlich gibt es auch Negatives: Ab Tempo 100 pfeift etwas ganz durchdringend. Auch das Öffnen und Schließen von Türen und Fenstern sowie der Heckklappe hat keine Abhilfe gebracht. Als Fahrer fehlt mir die Stütze für den rechten Arm bei längeren Autobahnstrecken. Und dass die Standard-Sitze für meine Oberschenkel zu kurz sind - nun, das ist ja in fast allen Fahrzeugen so, darüber will ich gar nicht lamentieren. Dass aber die Schultern durch die Sitze nach vorne gedrückt werden, das stört wirklich.
Fazit: Dieser Wagen macht Spaß. Und wenn ich mir denn überlege, diesen Wagen meinem Fuhrpark einzuverleiben, dann werde ich mir bei Audi einfach einmal die Extras ansehen, die es laut Konfigurator gibt, die meine Problemchen mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Welt schaffen.
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