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25.11.2009 von Hubs.
Es ist schon wieder Freitag, und es ist wieder diese Bar … nein, für heute gilt das nicht, und dies wird auch keine Hommage an die Fanta 4, deren Karriere vor 20 Jahren begann. Dies wird (endlich einmal) ein kleiner Bericht über meine Lieblings-Sushibar in Mannheim, die ich bisher - aus welchen Gründen auch immer! - sträflich vernachlässigt habe.
Weil das Restaurant nachmittags geschlossen ist erreiche ich erst um 17:30 Uhr jemanden, bei dem ich einen Tisch reservieren kann, man macht mir aber keine große Hoffnung: Die Tische im Restaurant sind wohl alle belegt, an der Bar jedoch werden wir auf alle Fälle einen Platz bekommen. Als wir dann im Restaurant ankommen, herrscht zum Glück so schönes Wetter, dass sich einige Gäste auf der Terrasse niedergelassen haben und wir doch noch einen eigenen Tisch ergattern können. Zu viert nebeneinander zu sitzen ist halt nicht allzu kommunikationsfördernd.
Endlich einmal bin ich mit jemandem hier, der die Speisen noch nicht kennt, und so entschließen wir uns, einmal quer durch die Speisekarte zu bestellen:
Edamame
Horenso
Miso-Suppe
Chirashi Sushi
Mannheim Roll
Power Roll
Inari
Edamame sind für mich fast so etwas wie Chips oder Erdnussflips für andere: Ich kann damit nicht aufhören, wenn sie vor mir stehen. Aber ich muss es auch nicht: Zu dritt vertilgen wir die leicht gesalzenen, warmen Sojabohnen. Und genauso machen wir auch den Blattspinat nieder, der hier nicht mit der üblichen Sesam- oder Erdnusssauce, sondern mit geräucherten Fischflocken (Bonito?) daherkommt. Etwas ungewohnt, aber trotzdem gut. Die Misosuppe schließt sich nahtlos an: Genau richtig gewürzt, nicht zu salzig (was ich in letzter Zeit in vielen Sushi-Bars feststellen musste), mit allem drin, was man braucht.
Das Chirashi Sushi ist jedesmal eine Überraschungsbox: Man weiß nie, was darin ist. Dieses Mal findet sich als Hauptpunkt ein auf den Punkt gegartes Fischfilet - damit hat sich unsere Überlegung, ob wir vielleicht noch etwas Tempura als Vorspeise nehmen, von selbst erledigt. Ansonsten: Lachs, Thunfisch, Jakobsmuschel, Pfahlmuschel, Oktopus, Gurke, Rettich… und ein lauwarmer, sehr rund gesäuerter Sushi-Reis, mit Heringsrogen, Sesam und Noristreifen belegt.
Im Gegensatz zur Volatilität des Chirashi-Sushi kann man sich bei der RainbowRoll immer darauf verlassen, dass man eine gute Mischung der beliebtesten Fische bekommt:
Der Filter ist leider nicht zu entfernen… das weckt aber vielleicht das Interesse an dem Essen umso mehr! Auf der Rolle findet man Lachs, Thunfisch und - Avocado. Eine wunderbar runde Zusammenstellung, mit der man den Gaumen immer wieder neutralisieren kann.
Die Powerroll ist eine gut abgeschmeckte Mischung aus Jakobsmuschel und Fliegenfischrogen: Für mich unübertroffen, da es die Vorteile aller Bestandteile hervorhebt, ohne dass etwas unter der Mischung leidet. Und auch wenn es spicy ist, ist es doch nicht so scharf, dass ungeübte Münder sich den Mund daran verbrennen: Es schmeckt einfach ganz fein nach dem Fliegenfischrogen.
Als Nachspeise natürlich Inari Sushi, diese süße Tofutasche steht bei mir am Ende jedes Sushi-Abends.
Mein Fazit: Das habe ich schon ganz am Anfang geschrieben: Dieses Restaurant ist zusammen mit seinem älteren Geschwist in L15 mein Lieblingsrestaurant im Rhein-Neckar-Raum.
| Name | Tokyo Sushi Bar |
| Angebot | Sushi, Tempura |
| Adresse | Q 4, 12-16 |
| Ort | Mannheim |
| PLZ | 68161 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 621 33 65 338 |
| Telefax | |
| Homepage | http://www.tokyo-sushi-bar.de |
| Öffnungszeiten | Mo.-Fr. 12:00 - 15:00 Uhr und 18:00 - 23:00 Uhr Sa. 12:00 - 23: Uhr So. 18:00 - 23:00 Uhr |
Heut’ geht’s mir gut! ![]()
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25.11.2009 von Hubs.
Zurzeit findet man in den großen Sonntagszeitungen Annoncen von VW, in denen bundesweit Phaetons der mittleren Kategorie als Leasingfahrzeuge angeboten werden. Die Konditionen sind verlockend: Für 1-2 Jahre alte Fahrzeuge mit niedrigen Kilometerständen werden monatliche Leasingraten von etwas über 400 Euro aufgerufen - ohne Leasingsonderzahlung, versteht sich! Auch die kalkulierte Kilometerleistung liegt im Rahmen dessen, was man normalerweise pro Jahr fährt.

Bei einem solchen Angebot kann man schon ins Grübeln kommen. Also habe ich mich auf den Weg gemacht und mir einmal ein solches Fahrzeug angesehen: 3.0 Liter Diesel, ansonsten mit allem ausgestattet, was man braucht. Unnötige Dinge wie der automatische Abstandshalter oder ein Headup-Display sind dabei natürlich nicht enthalten. Klingt immer noch interessant. Daraufhin habe ich mir einen (neuen) Phaeton über ein Wochenende für eine Probefahrt zur Verfügung stellen lassen, man will ja schließlich die Katze nicht im Sack kaufen.
Bevor ich jetzt hier auf meine Erfahrungen eingehen werde: Ich habe mich immer gefragt, wieso VW diesen Wagen unter dem Label “VW” verkauft und nicht eine der Marken nimmt, die sich aus historischen Gründen im Fundus befinden. Horch bietet sich zum Beispiel an. Inzwischen kenne ich die Antwort auf meine Frage. Doch dazu später mehr.

Eines vorweg: Ich möchte hier keinen objektiven Bericht abgeben, dazu sind Profis da. Ich gebe hier meinen ganz persönlichen Eindruck wieder, den ich bei der Probefahrt gewonnen habe, unter der Prämisse, mir diesen Wagen vielleicht zuzulegen. Es mag dem geneigten Leser vorkommen, als ob ich sehr einseitig werte, aber das liegt daran, dass mir die Punkte, die ich aufzähle, jeden Tag beim Einsteigen auffallen und sie für mich daher eben nicht nebensächlich sind.
Groß ist er, etwas schlanker als der 7er von BMW. Die Übersichtlichkeit lässt allerdings zu wünschen übrig, aber dafür gibt es die Einparkhilfen. Und nach hinten eine Kamera. Allerdings hat mich bei der ersten Rückwärtsfahrt das Bild so sehr fasziniert, dass ich beinahe vergessen hätte, zu bremsen. Aber nur beinahe.

Die Haptik im Innern (wir reden hier nicht über eine Leder-Komplettaustattung) mutet billig an: Große Plastikebenen, nur in den vertikalen Flächen durch zugegebenermaßen schöne Holzverkleidungen unterbrochen. Aber auch die Stellen, an denen gebürstetes “Metall” zum Vorschein kommt sind aus - Plastik.
Man sitzt auf den Sitzen, Seitenhalt ist sowohl auf der Sitzfläche als auch im Rückenbereich ein Fremdwort. Und das, obwohl der Wagen, den ich zur Verfügung hatte, über die 11fach verstellbaren Komfort-Sitze verfügte.
Die Mittelkonsole ist überladen. Selbst für mich, der von manchen Leuten als Nerd dargestellt wird, sind hier zu viele Funktionen konzentriert. Oder so unübersichtlich präsentiert, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht findet. Das selbe gilt für das Lenkrad. Hier gilt eindeutig: Weniger ist mehr, zumindest für mich. Aber ich bin auch ein absoluter Anhänger des iDrive-Systems von BMW… So habe ich zum Beispiel eine Funktion gesucht, um der netten Navigationsdame das Wort zu verbieten. In den Situationen, in denen ich sie einfach nicht hören will, weil ich den Weg kenne oder weil ich mich gerade unterhalte. Das geht aber nur in der dritten Ebene der Bedienung, und gilt dann für immer, also nicht einfach nur für diese eine aktuelle Durchsage.

Eine Kleinigkeit, die mich stört, weil ich geblendet werde: Der Dachhimmel ist immer in hellgrau gehalten, es besteht keine Möglichkeit, ihn schwarz zu wählen.
Über Motor und Getriebe muss ich kein Wort verlieren, diese verrichten ihre Arbeit, wie sie sollen: Unauffällig, immer im Hintergrund. Das bedeutet aber auch, dass mit dieser Motorisierung keine Beschleunigungsarien möglich sind. Durch die aufgezogenen Winterreifen konnte ich nicht schneller als 210 km/h fahren, bis dahin aber war der Wagen vom Fahrverhalten und der Lautstärke her mustergültig.
Gut platziert ist die “toter Winkel Warnung”, das habe ich in anderen Fahrzeugen schon weniger funktional erlebt. Negativ aufgefallen ist dafür die Fahrspurwarnung, diese kann zum Beispiel in Baustellen nicht mit einem einfachen Knopfdruck ausgeschaltet werden. Und 10km ruckelndes Lenkrad ist … nervend.
Genauso unangenehm ist der obere Abschluss der Türverkleidung. Auf diesem Abschluss liegt mein Arm, wenn ich Strecke fahre, also das Lenkrad nicht konzentriert halte, sondern nur führe. Dummerweise ist dieser Abschluss als harte Kante ausgeführt, was zum Ergebnis hat, dass man den Arm ganz schnell wieder von dieser Ablage herunter nimmt.

Diese Punkte sind mir schon auf den 40 km von VW zu mir nach Hause aufgefallen, den Rest des Wochenendes habe ich dann damit verbracht, nach Punkten zu suchen, die mir gefallen. Leider habe ich keine gefunden, die diesen Wagen vom Mitbewerb - 7er, A8 und S-Klasse - differenzieren. Und darin liegt auch die Antwort auf die Frage, die ich oben aufgeworfen habe: Warum verkauft Volkswagen diesen Wagen unter dem VW-Logo und nicht zum Beispiel unter dem Namen “Horch”? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Weil es ein VW ist. Es ist definitiv kein Horch, und noch dazu nicht nur optisch einfach eine etwas vergrößerte Version des Passat.
Mein Fazit: Nach der Rückgabe des Wagens hat es richtig Spaß gemacht, in einem acht Jahre alten 7er nach Hause zu fahren. Ich werde mir sicher keinen Phaeton zulegen, das wird für mich persönlich durch nichts gerechtfertigt. Aber wenn die Preise in den Angeboten von VW weiter so fallen, stelle ich mir vielleicht einen kostenlos als Zweitwagen in den Hof…
Heut’ geht’s mir gut! ![]()
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