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17.5.2009 von Hubs.
Vorfreude ist die schönste Freude - nach diesem Motto bin ich die letzten zwei Jahre Motorrad gefahren. Ich konnte mich nie entscheiden, was ich mir zulegen möchte, ich habe viel ausprobiert, war mir in den letzten Wochen sogar ziemlich sicher, dass es eine Triumph wird, und jetzt hat mich der Zufall überrumpelt: Der elektronische Hammer in der Bucht hat sich zu meinen Gunsten gesenkt, ich bin seit gestern stolzer Eigentümer in spe einer Ducati Monster. Hier ist sie:

Feines Teil - oder? Irgendwie entspricht sie so gar nicht meinem aktuellen Beuteschema, aber ich glaube schon, dass ich damit glücklich sein werde. Eine Ducati hat immerhin den Vorteil, dass ein sehr guter Ducati-Mechaniker in meinem Heimatort eine Werkstatt hat, ich also nicht allzu weit fahren muss, um sie zur Inspektion zu bringen. Wobei ich davon ausgehe, dass ich sie ausschließlich für Inspektionen dort hinbringen muss.
Nächste Woche hole ich sie mir, und dann kann der Spaß beginnen.
Heut geht’s mir RICHTIG gut! ![]()
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12.5.2009 von Hubs.
Da stehe ich in Hamburg auf dem Fischmarkt und kann mich einfach nicht entscheiden, in welches der Restaurants ich gehen soll. Zwei stehen zur Auswahl: Ein mexikanisches und ein karibisches. Meine Wahl fällt auf das mexikanische, doch das ist voll, in der nächsten halben Stunde wird auch kein Tisch frei werden. Also doch nach nebenan zu dem Inselrestaurant, mal schauen, was mich hier so erwartet.
In meiner Hamburgwelt gibt es nur volle oder leere Restaurants. Und wie könnte es anders sein? Da der Mexikaner voll ist, bin bin ich in diesem Restaurant der einzige Gast an diesem Abend. Umso erfreuter werde ich von der Belegschaft begrüßt, die sich den Abend über rührend um mich kümmert.
An den Decken schweben Haifische und Papageien, zum Glück nur solche aus Plüsch. Das Ambiente ist recht hell und gemütlich, wer die Karibik oder Südseeinseln kennt fühlt sich leicht dorthin versetzt. Vor allem, wenn man neben einem der “Aquarien” sitzt, in denen Fische immer wieder im Kreis herum schwimmen. Diese kreisenden Fische findet man übrigens auch auf der witzigen Homepage des Restaurants (woher auch die Bilder stammen).
Die Getränkekarte ist überwältigend. Sämtliche Drinks, die man sich in einer tropischen Umgebung vorstellen kann, sind vertreten. Ich entschließe mich zu einem ganz normalen Margarita, die meisten anderen Südsee-Drinks sind mir persönlich zu süß.
Und nun zur - ebenfalls umfangreichen - Speisekarte. Als Vorspeise wähle eine Callaloo Chicken Soup, eine scharfe Hühnerbrühe mit Spinat, Mangold oder Paksoi, veredelt mit Kokosmilch. Ich weiß nicht, welches Blattgemüse sich in meiner Suppe befunden hat, sie hat auf alle Fälle gut geschmeckt und den Mund auf die folgenden Genüsse vorbereitet. Die dann leider nicht ganz halten, was die Beschreibung in der Speisekarte verspricht: Plato tipico latino - Reis, Bohnen, gebratene Plantain-Banane, Tostones und gebratene Yucca Sticks mit (in meinem Fall) einem gebratenen Fischfilet.
Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Das Essen schmeckt. Ohne Wenn und Aber. Allerdings besteht es halt einfach aus den oben aufgeführten Komponenten, die nebeneinander auf dem Teller liegen: Der Fisch (leider nciht definierbar, welcher Fisch es ist) ist etwas zu lang gebraten, wodurch er trocken schmeckt, die Bohnen sind zu einem Bohnenmousse verarbeitet (was immer etwas problematisch ist), die Yuccasticks und Banananenchips an sich sind gut, allerdings sind sie durch eine Remoulade oder Salsa überdeckt, und irgendwie fehlt das Bindeglied, das aus den Einzelteilen eine Einheit macht. Man kann dieses geschmackliche Erlebnis mit dem in einem Restaurant der Systemgastronomie vergleichen: Verlässliche Qualität, aber irgendwie ohne Seele. Leider, denn karibisches oder tropisches Essen kann sooo gut sein.
Fazit: Das karibische Bier war gut, vielleicht werde ich in einer größeren Gruppe noch einmal herkommen, die etwas lukullische Unterhaltung sucht.
| Name | Roatan |
| Angebot | karibisch |
| Adresse | Fischmarkt 4 |
| Ort | Hamburg |
| PLZ | 20359 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 40 3571 9250 |
| Mobil | +49 152 0702 6088 |
| max@roatan.de | |
| Homepage | http://www.roatan.de |
| Öffnungszeiten | Täglich 17:00 - 24:00 Uhr |
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11.5.2009 von Hubs.
Manchmal kommt es anders, als man es geplant hat.
Eigentlich wollte ich vor Kurzem zu Cornelia Poletto gehen, um mich einmal so richtig sternemäßig verwöhnen zu lassen. Doch leider bestand für diesen Abend keine Möglichkeit mehr, mich unterzubringen. Das Lokal war einfach zu voll, und für ein komplettes Menü war es zu spät. Immerhin zeigte die Uhr schon 21:30. Wie so oft machte ich mich daher einfach auf die Socken und erkundete die Eppendorfer Nachbarschaft. Weit musste ich nicht gehen: Gleich ums Eck fand ich die einladende Fensterfront einer Sushi-Bar, und da mir nicht nur nach Sushi zumute war und die Speisekarte auch andere, warme japanische Speisen aufwies, ging ich hinein.
Eine Anmerkung am Rande: Meine Feldstudien zu den Hamburger Restaurants wurden wieder einmal voll und ganz bestätigt: Entweder sie sind voll, oder ich bin der einzige Gast. Ein “Dazwischen” scheint es irgendwie nicht zu geben… immerhin wurde ich - gegen meine Befürchtungen - bedient.
Der Fisch in der Theke sieht frisch aus, die Einrichtung ist sauber, also setze ich mich hin und lasse mir die Speisekarte bringen. Mein Plan sieht Tempura als Vorspeise und - na was wohl! - Chirashi Sushi als Hauptspeise vor. Es gibt das gemischte Tempura in einer kleinen Version zwar als Vorspeise im Menü, die Speisekarte selbst sieht jedoch nur die Hauptspeisenportion vor. Nun gut, bisher gab es noch keinen Japaner, bei dem ich nicht auch zwei Hauptspeisen geschafft hätte. Also wähle ich genau diese Reihenfolge.

Sehr schnell kommen Tee, Wein und Miso-Suppe. Die Suppe ist recht stark gewürzt, sie wird daher sofort getrunken, ich warte nicht wie sonst damit, bis die anderen Gänge kommen. Inzwischen ist noch ein weiterer Gast eingetroffen, der im Restaurant essen möchte, verschiedene andere nutzen die Bestellmöglichkeit und holen ihr Abendessen ab. So ganz alleine bin ich also doch nicht.
Das gemischte Tempura - Gemüse und Fisch - kommt in einem kleinen Bastkörbchen, von der Soja-Soße begleitet, allerdings leider ohne den geriebenen Rettich, der dem Ganzen den besonderen Kick gibt. Jede der Gemüse- und Fischsorten ist eindeutig zu erkennen und herauszuschmecken, hier versteht der Koch (oder die Köchin? Ich weiß es nicht, das Tempura kam aus der Küche) sein Handwerk.
Und dann kommt das Chirashi-Sushi. Schon die Anordnung der Zutaten auf dem Reis erfreut das Auge, die farbliche Zusammenstellung passt, die Größe der Portion auch. Was mich besonders freut, ist die Menge an Gari, die auf einem extra Teller gereicht wird. Normalerweise muss ich das immer nachbestellen, hier aber ist der eingelegte Ingwer in ausreichender Menge vorhanden.

Besser kann es kaum sein: Rettich, Avokado, Lachs, Tunfisch, Garnelen, Aal: Dies ist nur eine Auswahl der Zutaten, die sich auf dem genau richtig zubereiteten Reis finden. In diesem Fall genieße ich das Essen so, wie man es in Japan macht: Ich esse die Bestandteile nicht als Sashimi mit Reis, sondern ich mische Reis, Fisch und Gemüse und esse diese Mischung. Einfach köstlich.
Leider hat das Dorasi keine Tofu-Teigtaschen vorrätig, so dass ich auf die Nachspeise in Form von Inari Sushi leider verzichten muss. Wobei diese vom Sättigungsgrad her sowieso nicht notwendig gewesen wäre.
Was kann ich sonst noch sagen: Es hat mir geschmeckt, ich war zufrieden, auch wenn ich eigentlich etwas ganz anderes an diesem Abend genießen wollte. Ein Vergleich der beiden Restaurants - Wunsch und Wirklichkeit - verbietet sich jedoch logischerweise, eines ist aber klar: In das Dorasi werde ich öfter einkehren als in das Poletto. Sagt zumindest mein Finanzminister.
| Name | Japan Sushi Dorasi |
| Angebot | Sushi-Bar |
| Adresse | Erikastraße 81a |
| Ort | Hamburg |
| PLZ | 20251 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 40 46 37 55 |
| Telefax | +49 40 460 24 22 |
| info@dorasi.de | |
| Homepage | http://www.dorasi.de |
| Öffnungszeiten | Täglich 18:00 - 24:00 Uhr |
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8.5.2009 von Hubs.
Normalerweise mache ich keine gezielte Werbung für den Anbieter von Dienstleistungen (und erst Recht keine unentgeltliche!), vor Kurzem bin ich aber über einen Service gestolpert, der mich überzeugt hat. Überzeugt aus mehreren Gründen:
Es handelt sich um das Portal “Gastliches Hamburg“, das unter der Adresse www.gastliches-hamburg.de zu finden ist.
Für keine andere Stadt Deutschlands habe ich bisher ein vergleichbares Portal gefunden, auf dem man übersichtlich und schnell eine Auswahl an Veranstaltungen und Restaurants angeboten bekommt. Hinter dem Portal stecken im Endeffekt die Verlage, die auch das Örtliche und die gelben Seiten verlegen, und eigentlich sollte man doch davon ausgehen, dass diese Verlage den Service auch in anderen Städten anbieten. Offensichtlich ist dies aber noch nicht passiert - dabei existiert der “gastliche Norden” bzw. das “gastliche Hamburg” bereits seit mindestens 2002.

Für meine Bedürfnisse ist nur der Restaurant-Teil wichtig, und auch nur diesen Teil kann ich beurteilen, wenn aber die anderen Bereiche eine vergleichbare Qualität aufweisen, dann kann man damit sicher auch etwas anfangen.
Bei meinem nächsten Aufenthalt in Hamburg werde ich diesen Service sicher wieder nutzen.
Heut geht’s mir gut!
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7.5.2009 von Hubs.
“HIER!” rief der Ober, “Hier gibt es noch freie Tische mit Blick auf die Leinwand!” Wenn es etwas gibt, was ich nicht will, dann ist es der freie Blick auf ein Fußballspiel beim Abendessen. Aber so richtig frei ist der Blick vom einzig freien Tisch doch nicht, denn er steht direkt unter der Leinwand. Und für den Stuhl ist auch kein richtiger Platz. Wenn man sich aber sowieso nicht für das Spiel interessiert, dann hat man ganz andere Möglichkeiten, und so saß ich mit dem Rücken zur Leinwand, mit viel Platz um mich herum und genoss den Ausblick auf 50 Fußballfans, die glücklicherweise nur das Spiel sehen wollten, am Ausgang der Partie aber offensichtlich kein persönliches Interesse hatten.

(Der Tisch unter dem Bild war für den Abend meiner…)
“Hier” lautet auch der Name des Restaurants im neuesten Stadtteil “Schanzenviertel” in Hamburg (seit dem 1. März 2008 ist das Schanzenviertel ein offizieller Stadtteil Hamburgs), in das mich vor Kurzem meine Suche nach einem genießbaren Restaurant geführt hatte. Bevor ich hier eintrat, hatte ich einen kleinen Rundgang durch das Viertel gemacht, um mir einen Überblick zu verschaffen. In dieser Gegend werde ich wohl noch öfter mein Glück versuchen.
Das Aqui bezeichnet sich selbst als Portugiesisch-Spanisches Restaurant und Tapas-Bar, und genau so sieht auch die Speisekarte aus: Man findet einen bunten Querschnitt durch die Küche der Iberischen Halbinsel, und vor allem der Fischbereich ist breit vertreten.
Meine Hauptspeise ist schnell gewählt: Ein Fischertopf in der Cataplana, eine Wok-förmige Kupferpfanne mit Deckel, in dem die Speisen sanft vor sich hingaren können.
Die Frage ist jetzt: Was kann ich mir zu dieser umfangreichen Hauptspeise noch gönnen, ohne nachher ins Hotel zurückrollen zu können? Mehrere Tapas (für die ich eigentlich gekommen war) scheiden aus, daher entscheide ich mich für “Frango em piri piri”, also Hähnchen in einer angeschärften Sauce. Als Getränk lasse ich mir auf Empfehlung des sehr netten Kellners einen vinho verde und ein Wasser bringen.
Dass mir nach meiner Wahl frisches Weißbrot mit Aioli und Oliven als Appetizer auf den Tisch gestellt werden versteht sich von selbst. Und dieses Brot nutze ich dann auch, um die richtig leckere Sauce (eigentlich ist es eher eine Suppe) des Hähnchens restlos genießen zu können. Das war schon einmal ein verheißungsvoller Start in den Abend.
Inzwischen ist die Halbzeit in dem Fußballspiel angebrochen, und man merkt, dass auch auf Premiere die Lautstärke der normalen Beiträge abgesenkt werden, um dann die Werbung umso lauter abspielen zu lassen. Zum Glück wird der Ton für die nächsten 15 Minuten auf ein erträgliches Maß abgesenkt.
Die “Cataplana a pescador” besteht aus einem halben Hummer, Sepia, verschiedenen Muscheln und Scampi, die in einer Weißwein-Tomatensoße gedünstet werden. Als “Sättigungsbeilage” finden sich Paprikastückchen, Zwiebelringe und Kartoffel in der Brühe. Zum Glück ist der Hummer fachgerecht zerlegt und auch die Scheren sind schon aufgebrochen, so dass ich das sonst übliche Hummerbesteck nicht benötige. Und was das Wichtige ist: Der Hummer ist zum richtigen Zeitpunkt in die Brühe gegeben worden, er ist nicht zäh - was ja bei diesen Speisen leicht passieren kann.
Die zweite Halbzeit ist inzwischen wieder in vollem Gange, irgendjemand wird vom Platz gestellt, und seine Mannschaft verliert trotzdem. Die Stimmung im Raum ist immer noch locker und gelöst, und daher lasse ich mich auch gerne noch zu einem Espresso überreden.
Mein Fazit: Der Abend hat gepasst, das Essen hat geschmeckt, hier werde ich wohl wieder aufschlagen.
| Name | Aqui |
| Angebot | Portugiesisch-Spanisch und Tapas-Bar |
| Adresse | Schanzenstraße 36 |
| Ort | Hamburg |
| PLZ | 20357 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 40 431 828 32 |
| Telefax | +49 40 431 828 52 |
| Homepage | http://www.aqui-hamburg.de |
| Öffnungszeiten | Montag bis Sonntag 11:30 - 24:00 Uhr |
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