Archive für Mai 2008

Sitzen Sie nicht neben einer so abscheulichen Person

Die folgende Szene spielte sich auf einem British Airways-Flug zwischen Johannesburg, Süd-Afrika und London ab.

Eine weiße Frau wurde neben einen Farbigen gesetzt. Sehr verstört wand Sie sich an die Stewardess: “Sehen Sie das denn nicht?” fragte Sie, “Sie haben mich neben einen Schwarzen gesetzt. Ich bin nicht damit einverstanden, neben jemandem zu sitzen, der einer so verabscheuungswürdigen Gruppe angehört. Geben Sie mir einen anderen Platz.” “Bitte bewahren Sie Ruhe” antwortete die Stewardess, “so gut wie alle Sitze sind belegt, ich werde aber sehen, was ich für Sie tun kann.”

Die Stewardess verschwand und kam nach einigen Minuten zurück.

“Gnädige Frau, wie ich Ihnen schon sagte, sind alle Sitze in der Economy-Klasse belegt. Ich habe mit dem Kapitän gesprochen, und er hat mir mitgeteilt, dass auch in der Business-Class kein Platz mehr frei ist. Allerdings steht noch ein Platz in der Ersten Klasse zur Verfügung.”

Bevor die Frau darauf reagieren konnte sprach die Stewardess weiter: “Es ist für unsere Fluggesellschaft absolut ungewöhnlich, jemanden aus der Economy-Klasse in der Ersten Klasse sitzen zu lassen. Allerdings ist der Kapitän unter diesen Umständen der Ansicht, dass es skandalös wäre, jemanden neben einer so abscheulichen Person sitzen zu lassen. ”

Sie drehte sich zu dem Farbigen um und sagte: “Mein Herr, daher darf ich Sie bitten, Ihr Handgepäck einzusammeln, in der Ersten Klasse wartet ein Sitz auf Sie.”

Unverzüglich standen die umsitzenden, durch das Geschehen geschockten Passagiere auf und applaudierten.

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Diese Story habe ich hier gefunden (mit Hilfe von Stumbleupon stumleupon) und sie so gut gefunden, dass ich sie übersetzt und hier eingestellt habe. Bei so viel Zivilcourage kann man doch nur sagen:

Heut geht’s mir gut! 8)

Tischreservierungen - Update!

Das Thema der Reservierungen hat mir keine Ruhe gelassen, ich habe einmal recherchiert, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.

Wenn man einen Tisch reserviert, entsteht daraus an sich noch kein Rechtsgeschäft, man kann höchstens von einem Vorvertrag sprechen. Wenn man allerdings diese Reservierung nicht wahrnimmt, dann kann dem Restaurant durch das Nichterscheinen ein Schaden entstehen, den es unter Umständen auch geltend machen kann. Wurden zum Beispiel andere Gäste abgelehnt, so ist der Schaden eindeutig zu beziffern. Ebenso kann man einen einfachen Nachweis des Schadens führen, wenn für die Gelegenheit spezielle Waren beschafft wurden. Wurde allerdings nur der Tisch reserviert, so ist der Schaden nicht zu beziffern, das Restaurant wird wohl Probleme haben, seinen Anspruch durchzusetzen.

Etwas anderes ist es, wenn nicht nur der Tisch, sondern auch das Essen, die Getränke, der Blumenschmuck etc. bestellt wurden. In diesem Fall dreht es sich eindeutig um einen Vorvertrag, von dem das Restaurant keinen Rücktritt akzeptieren muss, es behält seinen Anspruch und muss im Fall der Absage so gestellt werden, als wäre die Bestellung nicht abbestellt worden.

Also: Bei der nächsten platzenden Reservierung muss möglichst frühzeitig abgesagt werden, um den Schaden zu minimieren. Besser ist es, bei der Absage gleich einen neuen Termin zu vereinbaren, um auch dem Restaurant eine Aussicht auf Ausgleich zu geben. Und am Besten ist es, diese Situation gar nicht erst eintreten zu lassen.

Eines ist klar: Ich bin weder Rechtsanwalt noch will ich in irgendeiner Form eine Rechtsberatung durchführen. Ich stelle nur Zitate zusammen.

Heut geht’s mir gut!

Ein sommerlicher Salat

Deutschland im Frühling, unter dem Eindruck eines extremen Hochs mit afrikanischem Einfluss. Eigentlich wollte ich ja was ganz anderes zum Abendessen machen, aber es ist einfach zu heiß. Also noch mal kurz in den Laden gegangen (zum Glück kann man ja bis 22:00 Uhr einkaufen!) und folgendes für einen erfrischenden Salat für zwei geholt:

1/2 Eisbergsalat
1 rote Paprika
1 Schalotte
1/2 Ananas
250 g Egerlinge, ersatzweise Champignons
8 Hummerkrabbenschwänze - King Prawns
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
125 g Naturjoghurt
1 EL Honig
1 EL Schnittlauch, gehackt
2 EL Essig
4 EL Olivenöl
Pfeffer, Salz

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Die Egerlinge werden in Scheiben geschnitten und in etwas Olivenöl gebraten, anschließend kalt gestellt. Die Hummerkrabbenschwänze werden von der Schale entfernt, geviertelt und in Olivenöl mit etwas Butter leicht angebraten. Wenn sie fertig, also gerade eben gar sind werden sie auf Küchenkrepp gegeben, um abzukühlen und etwas von dem Fett los zu werden.

Der Eisbergsalat wird geputzt und klein geschnitten, die Paprika grob gewürfelt. Die Ananas wird gabelgerecht gewürfelt und zu Salat und Paprika in die Schüssel gegeben. Aus Joghurt, Essig, Öl, Schalotte, Schnittlauch und Honig wird eine Salatsauce zubereitet und zu dem Salat gegeben. Dieser wird kaltgestellt. Das ist heute besonders wichtig…

Vor dem Servieren wird alles noch einmal gut durchgerührt und mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt. Bei uns gab es ein Fladenbrot dazu, das ist am besten geeignet, um auch die Sauce aufzutunken, die durch die Ananas den richtigen leichten Säuretouch bekommt.

Die andere Hälfte der Ananas kann anschließend - natürlich auch gekühlt! - als Nachspeise gegessen werden.

Guten Appetit.

Heut geht’s mir gut! 8)

Tischreservierungen - Was darf ein Restaurant verlangen?

Vor einiger Zeit saßen wir gemütlich zu acht in einem sternebewehrten Restaurant - nennen wir es Haus Adalbert -, als eine Teilnehmerin erzählte, dass sie nach der Reservierung in einem Sternerestaurant ein Antwortfax mit der Bestätigung der eben dieser und einer ganzen Latte an Handlungsanweisungen, beginnend vom Hundeverbot über eine Bitte, die Kinder nicht mitzubringen bis hin zum Hinweis, dass bessere Kleidung doch angebracht sei, erhalten hatte. An diesem Beispiel entzündete sich eine heiße Diskussion, was denn den Besitzern von Restaurants alles zuzumuten sei beziehungsweise was sie von den Gästen verlangen könnten. Ich wies darauf hin, dass es - Thema Reservierung und Nicht-Erscheinen - in Amerika in den “besseren” (also teureren) Restaurants üblich sei, eine Reservierungsgebühr von der Kreditkarte abzubuchen, die natürlich auf die Rechnung des Abends angerechnet wird, bzw. dass diese Gebühr abgebucht wird, wenn man an dem reservierten Abend nicht erscheint. Dieses Vorgehen wurde durch die Bank als unmöglich und den Gast diskriminierend abgelehnt. Man wüsste schließlich, dass man einen Tisch stornieren müsse, und die Restaurants müssten darauf eingerichtet sein.

Ein vergleichbares Thema sind die in letzter Zeit immer häufiger arrangierten “kulinarischen Weinproben”, bei denen natürlich eine Tischreservierung durchgeführt werden muss. Auch hier stellt sich die Frage: Kann das Restaurant für die Reservierung schon eine Gebühr verlangen? Oder eine No-Show-Gebühr abbuchen, wenn jemand nicht kommt? Gilt das für alle Plätze oder nur für Kunden, die noch nicht bekannt sind? Oder nur für Reservierungen mit mehr als zwei reservierten Plätzen? Schließlich wurden die Rohstoffe für das Menü schon beschafft, und der größte Teil der Speisen wurde schon vorbereitet, es kann also kaum etwas für den nächsten Abend zurückgelegt werden.

Die Diskussion ging heftig hin und her, und die Mehrheit der Anwesenden war der Meinung, dass so etwas doch so selten passiere, dass man das nicht in Betracht ziehen müsse, und dass der Umsatz eines Tischs nicht problematisch sein dürfe. Plötzlich - es war gegen 21:00 Uhr - klingelte bei dem Teilnehmer, der den Tisch Wochen vorher reserviert hatte, das Telefon. Natürlich verließ er den Raum, um das Gespräch zu führen, und nach kurzer Zeit kam er etwas verwundert wieder zurück: Gerade hatte ein anderes, ebenfalls ausgezeichnetes Restaurant aus der Gegend - nennen wir es Haus Bertram - angerufen und gefragt, wo wir den blieben, sie hätten zufälligerweise jetzt eine andere Gruppe von acht Personen, denen sie den Tisch geben könnten… Also waren der Inhalt der Diskussion und die Argumente der Teilnehmer genau an diesem Abend widerlegt worden. Es kann halt doch jedem passieren, dass Reservierungen nicht eingehalten werden.

Wie war es dazu gekommen? Unser Freund hatte die beiden Restaurants natürlich dem Namen nach sortiert in seinem Adressbuch, und in der Hektik der Reservierung war ihm nicht aufgefallen, dass er das falsche Restaurant angerufen hatte. Wenige Tage vor dem Essen war ein anderer der Freunde sowieso im Haus Adalbert, und dort fragte er beiläufig, ob mit unserer Reservierung alles in Ordnung sei. Es wurde nachgesehen und festgestellt, dass keine vorliegt, da aber noch ein Tisch für acht Personen frei war, wurde uns dieser reserviert. Wir hatten also de facto zwei Reservierungen für acht Personen für einen Abend.

Ich persönlich bin der Ansicht, dass es für “normale” Reservierungen an normalen Abenden für zwei oder drei Personen nicht ganz so problematisch ist, wenn man sie absagen muss. Aber Reservierungen für größere Gruppen oder gar Reservierungen an Abenden, an denen das Restaurant durch Veranstaltungen oder besondere Termine ausgebucht ist, können sehr wohl durch einen Reservierungsobulus gesichert werden. Wenn der Tisch dann doch noch vergeben werden kann, darf der Betrag natürlich nicht eingezogen werden bzw. er muss erstattet werden.

Obwohl ich leider in den nächsten Wochen kaum Zeit für einen Restauranttermin habe, kann ich doch sagen: Heut geht’s mir gut! 8)

Wildschweinfilet süßsauer

Meine Tiefkühltruhe ist immer noch zu einem guten Teil durch den Überläufer belegt, den ich letztes Jahr gekauft habe. Da ich so langsam immer mehr Lust habe, andere Dinge dort zu lagern, muss Stück für Stück des Vorrats verarbeitet werden. Letzte Woche habe ich ein Päckchen langsam auftauen lassen, in dem sich ein Bauchlappen sowie zwei Filets (natürlich vakuumiert) befanden. Hier sind die Zutaten, die verarbeitet wurden:

2 (ca. 500 g) Wildscheinfilets
1 Bauchlappen
1 Zwiebel
1 Mohrrübe
1/2 Sellerie
1/4 l Rotweinessig
1/2 l Wasser
1 EL Pfefferkörner
5 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
1 TL Senfkörner
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
125 g Rosinen
2 TL Speisestärke
1 EL Honig
Salz
Pfeffer

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Nach fünf Tagen habe ich das Päckchen geöffnet, die Teile abgewaschen, abgetupft und ganz leicht pariert. Anschließend kommen sie in eine Marinade, für die ich 1/4 Liter Rotweinessig mit 1/2 Liter Wasser, den fein gewürfelten Möhren, Zwiebel und Sellerie und den angemörserten Gewürzen einmal aufgekocht und anschließend wieder abgekühlt habe. Das Ganze kommt in den Kühlschrank, wo es nochmals vier Tage liegt und zwischendrin immer mal wieder umgedreht und kontrolliert wird.

Am Kochtag wird dann der Backofen auf 90° angeheizt. Das Fleisch wird aus dem Sud genommen, abgetupft und mit Salz und Pfeffer eingerieben, die Marinade wird durch ein feines Sieb gegossen. In einem Bräter werden die ausgebeinten Fleischstücke in Olivenöl und Butter von allen Seiten angebräunt, danach in dem Fett der Siebinhalt kurz angebraten (die Knochen und die Abschnitte werden beiseite gelegt und für eine andere Soße verwendet). Das Fleisch kommt wieder mit dazu, der Sud wird zugegossen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Der Bräter kommt in den Backofen und bleibt für rund 4 Stunden im Backofen, bis die Kerntemperatur der Filets bei 76-80° angelangt ist. Anschließend werden sie aus dem Sud genommen und in Alufolie verpackt, um die nächste 1/4 Stunde zu ruhen. Von dem Sud wird 1/8 Liter durch ein feines Sieb gegeben, mit 1/4 Liter heißem Wasser und den Rosinen vermischt und auf ungefähr die Hälfte reduziert. Sollte das Sößchen zu sauer sein, kann es mit etwas Honig abgerundet werden. Die Soße wird mit der Stärke leicht gebunden, anschließend wird sie abgeschmeckt.

Die Filets werden in Scheiben geschnitten und zusammen mit breiten Bandnudeln sowie etwas frisch gemachtem Apfelmus serviert. Guten Appetit!

Heut geht’s mir gut!

Akakiko - München

Vor einiger Zeit bekam ich den Vorwurf, meine Restaurant-Beschreibungen seien eine Momentaufnahme, man dürfte aus der Erfahrung eines Abends nicht auf die Performance des ganzen Jahres schließen. Das mache ich auch nicht, meine Berichte sind die gesammelten Erfahrungen von mehreren Besuchen und Gesprächen mit anderen Personen, die auch in dem jeweiligen Restaurant waren.

So auch dieses Mal: Nach der SABENA-Kritik vom letzten Jahr hatte ich immer wieder einmal kleinere Take-Out-Lunches mitgenommen, und einige Male saß ich auch im Restaurant, um Kleinigkeiten vom Band zu probieren. Entweder, die Macher des Akakiko haben sich die gesammelten Kritiken zu Herzen genommen und wirklich etwas geändert, oder sie haben einen neuen Koch und/oder Restaurant-Leiter, die sich auch wirklich um das Essen auf dem Band kümmern.

Gestern jedenfalls kam ich gegen 18:00 Uhr in das nahezu leere Restaurant, auf dem Band fuhren ein paar Maki-Rollen und chinesische fritierte Stückchen durch die Gegend, sonst war von Sushi nur herzlich wenig zu sehen. Die Frage war natürlich: Aus diesem Bild auf das Essen schließen und in ein anderes Restaurant gehen oder hinsetzen und ausprobieren?

Ich habe mich dazu entschlossen, zu bleiben, und ich habe das Standard-Angebot gewählt: All you can eat. Inklusive Miso-Soup und extra Bestellung von der Speisekarte für 19.90 Euro. Extra-Bestellung? Na ja, wenn man etwas Spezielles möchte, das gerade nicht auf dem Band entlangläuft, dann kann man das bestellen, und es kommt. Das habe ich mit Hotategai und Sashimi gemacht, innerhalb kürzester Zeit waren einige Teile davon auf dem Band zu finden. Bei Sashimi zwar leider nur Lachs, aber immerhin hat es geklappt.

Lobenswert ist die Versorgung mit Ingwer: Ich habe die Angewohnheit, relativ viel davon zu essen (fast wie ein Gemüse), und im Akakiko laufen inzwischen auf dem Band in regelmäßigem Abstand Tellerchen damit durch die Gegend. Natürlich, wie auch die anderen Teile, immer abgedeckt, so dass es nicht so schnell oxydiert.

Innerhalb kürzester Zeit füllte sich das Band mit Sushi-Teichen. Lachs, Thunfisch, California-Rolls, Aal, Makrele, Garnelen (sowohl die gekochten Sushi Ebi als auch die rohen Ama Ebi), Surimi. Und daneben verschiedene Rollen mit Gurke, gemischte, Futo-Maki ähnliche und vegetarische. Dem Reis fehlt zwar immer noch der letzte Kick, aber das liegt an der Art des Restaurants. Die notwendige Zeit, die man in einen guten Sushi-Reis investieren muss, steht hier einfach nicht zur Verfügung. Der Fisch war durchgehen glänzend, er sah also frisch aus und schmeckte auch so. Nur die Ama Ebi hatten einen leichten Chlor-Geschmack, wie ich ihn das letzte Mal bei einem Chinesen in San Francisco erlebt hatte, der seine Speisen mit Leitungswasser zubereitet hatte. Wie dieser Geschmack in die Ama Ebi in München-Riem kam ist mir schleierhaft.

Der grüne Tee war natürlich mit Teebeuteln aufgekocht, dafür aber hat er gut geschmeckt. Den Geschmack der Miso-Suppe kann ich nicht nennen, sie kam einfach nicht bei mir an. Das ist mir erst jetzt aufgefallen, als ich beim Beschreiben der Speisen war. Bei den letzten Besuchen davor war sie aber immer trinkbar und nicht mehr so konzentriert und versalzen wie beim SABENA-Besuch.

Auffällig war die Geschwindigkeit, mit der die geleerten Teller sowie die Deckel abgetragen wurden: Kaum war ein Teller leer, war er auch schon wieder weg.

Mein Fazit: Natürlich befindet man sich bei Akakiko München Riem in einem Fast Food-Restaurant mit entsprechend reduziertem Zeit- und Ressourcenpool. Für die kleinen Sondersachen, die man in einem Spezialitäten-Restaurant bekommt, bezahlt man dort auch entsprechend mehr. Für ein Schnell-Restaurant aber ist inzwischen die Qualität ganz gut, man kann zwischendrin schon mal was essen. Für eine ganze Mahlzeit aber fehlt der letzte Tick, das Ambiente und vor allem das Publikum.

Name Akakiko
Angebot japanisch
Adresse Willi-Brand-Platz 5
Ort München-Riem
PLZ 81829
Land Deutschland
Telefon +49 89 9988 5088
Telefax  
Email  
Homepage http://www.akakiko.de/index.html
Öffnungszeiten täglich geöffnet von 10-22:30 Uhr
Sonn- und Feiertags 12:00 bis 22:00 Uh

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Heut geht’s mir gut! 8)

Oliver Jones - Picking up the pieces

Was passiert, wenn zwei “alte Freunde” sich nach längerer Zeit wieder einmal zusammen tun, um etwas gemeinsames zu produzieren? So lange es sich um “ordinary people” handelt, wahrscheinlich nichts oder nur sehr wenig. Etwas anderes aber ist es bei Oliver Bierlich und Jonas Christiansen. Der letztere ist hauptsächlich als DJ der House-Scene in Kopenhagen bekannt, während Bierlich sich durch eine längere Liste von Veröffentlichungen, aber auch als DJ und bei Live Acts einen Namen gemacht hat. Auf dieser Platte tritt er unter seinen Pseudonymen Oryx und Reefer Decree in Erscheinung.

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Liste der Titel:

01. Oliver Jones - Intro
02. Oliver Jones – Misty Morning
03. Oliver Jones – Club Velour
04. Oryx – Horn Control (Jaw Control Remix)
05. Oliver Jones – Aurora
06. Ojos De Brujo - Nr Ventilaor R 80 (Mochila Remix)
07. Oliver Jones – Picking Up The Pieces
08. Oliver Jones – Money In The Pocket
09. Oliver Jones – Dynasty Dundee
10. Oliver Jones – Benchmark Modesty
11. Reefer Decree – 7 Minutes

Diese Platte besteht nicht aus 11 gleichgestrickten Titeln, jeder einzelne Track ist ein Werk für sich. Durch diese Diversität macht es Spaß, die Platte anzuhören. Ob als reine Hintergrundmusik zum Chillen oder als Downbeat Tanzmusik - sie ist immer einsetzbar. Was will man mehr?

Heut geht’s mir gut! 8)

Ein Wochenende um den Bodensee oder: Triumph Street Triple, Teil 3

8:30, Nonnenhorn, Sonnenschein. Alle Rechnungen sind bezahlt, alle Teilnehmer stehen bei ihren Bikes, selbst Grumpy (nein, das ist gemein, ein Teilnehmer ist einfach nur ein absoluter Morgenmuffel) hat es geschafft. Alle Teilnehmer? Nein, bei mir hat sich die Hotelchefin etwas Zeit gelassen, ausgerechnet ich komme heute zu spät. Aber auch nur 2 Minuten.

Bei den Vorbereitungen der Tour hatte ich mich darauf gewappnet, dass wir drei Tage lang nicht in einer Fünfergruppe, sondern in einem endlosen Strom von Bikes durch die Gegend gondeln würden. Diese Befürchtung hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet, die anderen meinen allerdings, dass der heutige Montag mit der Tour den nördlichen Bodensee entlang und dann quer durch den Schwarzwald motorradlastig werden könnten. Und prompt begegnen uns dann auch im Morgengrauen die ersten beiden Maschinen, sie werden aber auch für lange Zeit die letzten sein. Wir wissen bis heute nicht, wo die anderen an Pfingsten überall ‘rumgefahren sind.

Aber auch der Autoverkehr hält sich in Grenzen, was sicher auch daran liegt, dass wir auf Nebenstraßen fahren und Bundesstraßen nur für kurze Verbindungen nutzen. Das Cruisen durch die Landschaft macht so viel Spaß, dass ich mit der genügsamen, sparsamen Stripple überhaupt nicht auf die Idee komme, dass jemand vielleicht tanken muss. Mit der Folge, dass in Pfullendorf an der Tanke bei der Harley eine Restfahrstrecke von knapp 20 km angezeigt wird. Die K1200S hat gar nichts mehr angezeigt… und ich habe gerade 12 Liter getankt. Nicht schlecht. Oder?

Ab Sigmaringen ging es dann westwärts die junge Donau entlang. Auf einer wunderschön geschwungenen, gut ausgebauten Bundesstraße haben wir die erste und zum Glück einzige größere Überholaktion eines Motorradclubs mit rund 30 Maschinen hinter uns gebracht. Die sind mit nur mit 80 km/h gefahren, so dass wir fünf problemlos vorbeikamen.

Und dann kommen die landschaftlich schönsten Kilometer, die man sich vorstellen kann:

(c) simisa - Link zu Panoramio

Teilweise kommen die Felsen bis an die Straße heran, einer begann ungefähr drei Meter daneben, und genau dieser Felsen wurde zum Klettern benutzt… auch ein gefährlicher Sport. An anderen Stellen wird die Straße durch Tunnel oder Laubengänge geführt, die so schmal sind, dass jeweils nur ein Fahrzeug durchpasst. Leider hatte ich keine Kamera griffbereit, sonst hätte ich die eigenen Fotos hier eingestellt. So muss ich mich mit fremden Aufnahmen begnügen, die aber trotzdem das Tal in seiner ganzen Pracht zeigen.

(c)

Ein Blick von oben, der Lust macht auf eine Fahrt im Zeppelin NT (aber dazu brauche ich einen Sponsor!):

(c) simisa - Link zu Panoramio

Und noch eine Aufnahme, die die ganze Pracht aus der Perspektive der Straßenbenutzer zeigt:

(c) MarkusB68 - Link zu Panoramio

Seufz. Ich will da wieder hin…

Aber selbst die schönste Landschaft muss zurückgelassen werden, und um den Verlust nicht allzu groß zu machen, habe ich eine Strecke gewählt, die einen wahrlich entschädigt: In Thiergarten geht es rechts den Berg hoch, innerhalb von einem Kilometer knapp 300 Höhenmeter hinauf nach Stetten am kalten Markt. Klasse Kurvenkombinationen, auf der Stripple richtig gut zu fahren, für die Harley “etwas schmal”. Anschließend gab’s zur Belohnung eine Pause, diesmal in Heinstetten.

Und die Pause ist auch nötig, denn jetzt kommt eine zwar landschaftlich schöne, aber auch anstrengende 80-km Liaison nach Glatten bei Freudenstadt. Auf der wir interessanterweise immer noch nur sehr wenige Motorradfahrer sehen… In Glatten gab’s Mittagessen. Bemerkenswert war, dass es auch heute noch Restaurants gibt, in denen man als Motorradfahrer nicht bedient wird. Na ja, heute geht das politisch klüger: “Die Küche ist voll ausgelastet, Sie müssen ganz lange warten, bis wir Sie bedienen können…” Wollte ich ein Wortspiel machen, würde ich sagen, dass das dem Tag die “Krone” aufgesetzt hat.

Nun, wir haben verstanden und sind statt dessen auf die andere Straßenseite in das Hotel und Restaurant Waldhorn gegangen.

Hotel-Restaurant Waldhorn, Glatten

Es gab den ersten richtig guten Spargel in diesem Jahr, man muss halt doch in Richtung Baden gehen, um gut zu essen. ;-)

Von jetzt an kenne ich die Straßen wieder, etwas weiter nördlich bin ich aufgewachsen, und in dem einen oder anderen Ferienjob hatte ich auch die Gelegenheit, die Straßen tags und nachts zu durcheilen. Aber in den letzten 30 Jahren hat sich doch einiges geändert, überall sind Kreisverkehre entstanden, komplette Bundesstraßen sind heute an Stellen, an denen man früher quer durch Innenstädte musste. Nach dem Abbiegen von der B28 hinter Dornstetten ging es über toll ausgebaute, wie für das Motorrad geschaffene Strecken nach Erzgrube, wo wir endlich feststellen konnten, wo sich die ganzen Biker aufhalten: Beim Seeheiner in Erzgrube an der Nagoldtalsperre. Ich will jetzt hier nicht übertreiben, aber ich gehe schon davon aus, dass dort rund 400-500 Bikes geparkt waren. Wir aber fuhren weiter, wir hatten ja noch einiges vor uns, und irgendwann langt es einfach. Außerdem hatten wir ja gerade erst zu Mittag gegessen.

Ab Enzklösterle kamen die wirklich bekannten Strecken, und ab Sprollenhaus war es ein Heimspiel. Die L76b hinauf zum Kaltenbronn und dann weiter über Reichental nach Hilpertsau bin ich früher mindestens zweimal pro Woche gefahren: Wir hatten eine Hütte mitten im Wald in der Nähe des Kaltenbronns, und dort haben wir auch ab Ostern jedes Wochenende und alle Ferien verbracht.

Nur war früher alles ganz anders, denn Vivian und Wiebke (1990) und besonders Lothar (1995) haben ganze Arbeit geleistet, heute findet man niedrige Mischwälder, wo früher hohe Monokulturen aus Fichten standen, der Blick kann auch vom Boden aus schweifen, wo man früher durch die Bäume eingeengt wurde.

Der Wald am Hohlohturm

Näheres oder Weiteres zu diesem Thema habe ich hier verarbeitet.

Auf der Abfahrt vom Kaltenbronn nach Reichental haben wir den ersten und einzigen Motorradunfall dieses Tages gesehen, auch in den Zeitungen wurde nicht weiter über dieses Wochenende berichtet. Das zeigt vielleicht, dass die Motorradfahrer inzwischen doch etwas mehr denken, bevor sie Gas geben.

Auf der B462 war denn doch so viel Verkehr, dass ich mich in Obertsrot kurzfristig entschlossen habe, die Tour zu ändern und über die Klingelstraße und das Schloss Eberstein auf einer kurvigen Waldstraße nach Baden-Baden zu fahren. Leider konnte ich die Anderen nicht zu einer Einkehr bei Bernd Werner überreden. Ein Andermal vielleicht.

Nach einer kurzen Tankpause in Baden-Baden (diesmal war es rechtzeitig und auch geplant!) ging es über den Zubringer und den Rhein ins Elsass, und von dort aus über die schon auf dem Hinweg benutzte Industriestraße (inzwischen A35) und die A65 zurück an unseren Startort.

Soll man, muss man, kann man ein Fazit ziehen? Ja. Obwohl wir uns als Motorradfahrer nur teilweise gekannt haben, obwohl es eine bunte Mischung quer durch die Motorradwelt und die Temperamente der Maschinen war, obwohl es vom Wiedereinsteiger bis hin zum langjährigen Freizeitfahrer alles gab, hat es Spaß gemacht. Keiner hat sich über zu langsames oder zu schnelles Fahren beschwert, es gab keine problematischen oder gar gefährlichen Situationen und auch die Motorräder haben problem- und klaglos (na ja, räusper) die Tour hinter sich gebracht. Und ich finde, auch die Streckenauswahl der alles in allem rund 1.100 Kilometer hat gepasst. Auf das Fahrkönnen, auf die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer (wir sind schließlich alles keine allzu sportlichen Typen!) und auf die Zeit, die wir pro Tag in die Tour investieren wollten. Die Übernachtungen haben geklappt, die Hotels waren dem Anlass angemessen, was will man mehr? Mir hat es gefallen, und ich bin mir sicher, dass ich eine solche Tour bald wieder machen werde. Gell, Alexander?

Zum Schluss kommt hier noch das Roadbook dieser Etappe: roadbook-pfingsten-tag-3.txt

Eines hätte ich jetzt beinahe noch vergessen: Mein Fazit zur Street Tripple. Dieses Motorrad ist jeden einzelnen der knapp kalkulierten Euronen wert, den Triumph dafür aufruft. Motor, Fahrwerk, Bremsen, Sitz, Lampen, Verbrauch, alles passt und ist stimmig, mit der ganz kleinen Einschränkung von relativ heftigen Lastwechselreaktionen. Aber daran kann man sich gewöhnen. Insofern wird dieses Motorrad auf meiner Liste einen Platz ganz vorne einnehmen, derzeit ist sie eindeutig auf Platz Eins.

Heut geht’s mir gut! 8)

Ein Wochenende um den Bodensee oder: Triumph Street Triple, Teil 2

Amden, Kanton Uri, Heidiland. Ein wunderschöner Morgen, leise tönende Glocken im Hintergrund, wolkenbedeckter Himmel, eigentlich wollen wir hierbleiben. Für mindestens zwei Wochen. Und nur die Gegend erkunden. Für’s Wandern aber ist es noch zu kalt und zu feucht, selbst die Wanderwege fühlen sich eher an wie ein Schwamm denn wie Alpenpfade. Also machen wir uns doch fertig für die Weiterfahrt.

Nach einem zweiten Blick auf den Himmel sind wir froh, dass wir alle auch die Regenkombis mitgenommen haben, denn eigentlich sollte dieses Wochenende europaweit nur wunderbarer Sonnenschein herrschen. Irgendwie aber hat sich das Wetter hier in den Alpen nicht daran gehalten, es ist zumindest bewölkt. Das Wetter war auch schuld daran, dass wir gestern den Weg über den Sattelegg wählen mussten, der ursprüngliche Plan sah vor, über den Klausen zu fahren. Der aber ist in diesem Jahr noch gesperrt, es hat einfach viel zu spät (für uns zu spät, für die Alpen aber ganz normal!) viel zu viel geschneit.

9:00 Uhr, alle haben es geschafft, das Frühstück zu beenden, die Rechnung zu bezahlen und das Bike zu packen. Alle sind abfahrbereit, und es liegt eine grandiose Tour vor uns. Zuerst wieder die kurvenreiche Strecke hinunter an den Walensee (420m), und dann auf den anderen Seite wieder hinauf auf 760m. Ein grandioser Blick auf den Walensee, Amden und das Heidiland belohnt uns hier:

walensee.jpg

Unter dem Höhenzug verbirgt sich ein gigantisches Höhlensystem (siehe hier), zu dessen Erforschung allerdings keiner der anwesenden Taucher das richtige Equipment dabei hatte. Wäre doch auch mal eine Idee: Mit dem Motorrad zum Tauchen…

Weiter ging’s auf unserem Weg zuerst einmal in DEN aktuellen Aufreger: Liechtenstein. Natürlich habe wir dort eine Pause eingelegt, und wie schon am Abend vorher stimmte das Timing: Kaum waren wir in der Fußgängerzone angekommen ertönte auch schon das Deutschlandlied. Ganz Liechtenstein war in Trachten auf den Beinen, im Zentrum von Vaduz fand ein Konzert eines sehr guten Blasorchesters statt. Wir ließen es uns bei dem übliche Apfelschorle und dem einen oder anderen Eiskaffee gut gehen, der Himmel gab nur wenige Tröpfchen von sich, so dass wir auch weiterhin draußen sitzen bleiben konnten.

Die nächsten Kilometer zwischen Vaduz und Feldkirch hatten mir bei der Planung Kopfzerbrechen bereitet: Sollten wir den direkten Weg auf der Landesstraße nehmen oder den kleinen Umweg auf der danebenliegenden Strecke wählen? Nun, die Wahl der Nebenstraße war die richtige: Sie führt am Rhein entlang durch eine nette Auenlandschaft, die für die bisher zu sehenden, von Gewerbebetrieben komplett belegten Schweizer Talgründen entschädigte.

rhein.jpg

Mitten drin kommt dann die Grenze nach Österreich, die aus einem Holzhäuschen und einer Bodenschwelle sowie einem 10km/h-Schild besteht, Grenzbeamte aber haben wir weder auf österreichischer noch auf Liechtensteiner Seite gesehen. War da nicht etwas mit EG-Außengrenze?

Vor uns lag jetzt der Aufstieg zum Faschinajoch, mit knapp 1.500 m der heutige “Höhepunkt” der Tour. Inzwischen hatte es doch ergiebiger begonnen zu regnen, so dass wir uns auf dem Joch dazu entschlossen, die Regenkombis anzuziehen. Mit Blick auf die Allgäuer Berge gab es keine andere Entscheidung: Dicke, schwarze Wolken hingen da über der Landschaft. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, weiterhin die Landschaft zu genießen.

In Lingenau machten wir an einem kleinen Gasthof Ansatz zu einer Pause, der aber hatte geschlossen, sodass wir weiterfahren mussten. Das aber wollte meine Stripple nicht: Sie zeigte mir (zum ersten Mal!) das Ölkontrolllämpchen, und sie weigerte sich konstant, sich starten zu lassen. Der Ölkontrollstab (ja, so etwas gibt es noch!) zeigte auch richtig, dass nur noch das notwendige Minimum vorhanden war, also fuhr einer von uns los, mir etwas von dem teuren Stoff zu holen. Das allerdings entpuppte sich an einem Sonntag Nachmittag als fast unmögliches Unterfangen, erst nach einer knappen Stunde hatte er eine offene Tankstelle gefunden, die ihm auch noch Motorradöl verkaufen konnte. Die anderen Mitreisenden waren in der Zwischenzeit in den nächsten Ort (Hittisau) in das nächste offen Gasthaus gefahren, es war ja wirklich nicht nötig, dass wir alle wegen dieser Lappalie im Regen herumsaßen.

Kaum war der Liter Öl in den Tiefen des Motors verschwunden, konnte ich diesen auch wieder starten und zusammen mit meinem Ölversorger zu den Anderen aufschließen. Ob dieses Verhalten der Stripple normal ist oder ob hier zwei verschiedene Dinge zusammengekommen sind weiß ich nicht. Diese Zwangspause hat uns aber vor einem großen Fehler bewahrt, den wir sonst gemacht hätten: In Hittisau nämlich entschieden wir uns, wegen der vorgerückten Zeit (es war schon 15:00 Uhr) nicht die Strecke über Oberstaufen und den Alpsee zu nehmen, sondern auf direktem Weg über Bregenz und Lindau zu unserem Tagesziel Nonnenhorn zu fahren. Auch dies war eine landschaftlich wunderschöne Strecke, ärgerlich war nur der kilometerlange Dauerstau durch Bregenz hindurch, der inzwischen wohl auch (an den sechsspurigen Schlangen ablesbar) durch die Tanktouristen angereichert wird.

Das Hotel Seehalde in Nonnenhorn erwartete uns bereits, die Zimmer waren zufriedenstellend, alle notwendigen Einrichtungen des Orts waren in Gehentfernung, auch zum See waren es nur ein paar Schritte.

nonnenhorn-mit-seehalde.png

Alles in allem waren wir mit dem erreichten Pensum zufrieden. Erst recht waren wir froh, als wir am Abend erfuhren, dass an diesem Nachmittag über Isny und dem Allgäu ein Unwetter mit 70 Liter Regen pro Quadratmeter und taubeneigroßen Hagelkörnern niedergegangen war. Wir wären zu dem Zeitpunkt mitten drin gewesen….

Der Abend gestaltete sich dann noch sehr geruhsam; zwei Stunden regenerieren, ab 19:00 Uhr ein gemütliches Bier im Hotel und dann ein kleiner Spaziergang zum Seewirt. Das Restaurant hatten wir ausgesucht, weil einige von uns unbedingt Felchen essen wollte. Es hat Spaß gemacht, irgendwie fühlten wir uns in die 70er Jahre zurückversetzt: Stoffbezogene Wände, orange und braune Töne dominieren, und selbst das Essen ist in dieser Zeit stehengeblieben… aber offensichtlich wird genau das gewünscht, denn das Restaurant war voll.

Zum Schluss machten wir dann noch einen kleinen Spaziergang auf den Anleger hinaus, ein letzter Cocktail in der Hotelbar (mit “ostdeutschen Treffpunkt”) rundete den Tag ab.

nonnenhorn-by-night.jpg

Treffpunkt am nächsten Morgen um 8:30 gefrühstückt am Motorrad. Ob das wohl klappen wird?

Zum Schluss kommt hier noch das Roadbook dieser Etappe: roadbook-pfingsten-tag-2.txt

Heut geht’s mir gut! 8)

Verschlusssache: Sorgen eines Restaurantbesitzers

Gestern Abend saßen wir gemütlich bei einem Italiener, und ich suchte uns aus den Neuzugängen des Kellers einen Wein aus. Meine Wahl fiel - als Begleitung einer Dorade - auf einen Podium von Garofoli, einen Verdicchio aus den Marken. Statt dessen brachte mir Angelo einen Alastro von Planeta und fragte mich, wie mir die Flasche gefiele. Ich sagte ihm, dass ich den Wein kenne, dass er ein netter Begleiter zum Beispiel zu einem Risotto sei. Was ich denn sonst zu der Flasche sagen könnte, insistierte er. Da ich nicht wusste, auf was er hinauswollte, fragte ich ihn direkt, was er denn meine. “Nun, der Wein hat einen Schraubverschluss. Ich bin am überlegen, ob ich nicht die ganze Lieferung zurückschicken soll” war seine überraschende Antwort. Ich gebe ja zu, dass es mich früher auch gestört hat, wenn ein Wein einen Schraubverschluss hatte, aber das war zu Zeiten, als nur die billigen Massenweine aus den Winzergenossenschaften so abgefüllt wurden. Heute, da ich selbst eine TCA-Quote von 15% bei den mit Korken verschlossenen Weinen habe, bin ich ein überzeugter Befürworter alternativer Verschlüsse. Mir persönlich gefällt aufgrund der Haptik der Vinolok-Verschluss am besten, aber selbst ein Kronkorkenverschluss, wie er zum Beispiel von Schmitts Kinder in Randersacker auch bei den Großen Gewächsen angeboten wird, ist immer noch besser als eine dem TCA zum Opfer gefallene Flasche Wein.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Angelo überzeugen konnte, aber immerhin hat er mir zugesagt, keine überstürzte Rücksendeaktion zu starten. Der Podium hat übrigens hervorragend zu der Dorade gepasst, und auch zur Pizza meiner Begleitung war er genau richtig.

Mehr dazu findet man hervorragend zusammengefasst unter www.verschlusssache-wein.de, einer von den Machen von Wein-Plus verantworteten Sammlung von Informationen zu diesem Thema.

Heut geht’s mir gut! 8)