Archive für 1.4.2008

Was sind schon 20 Prozent? Manchmal verdammt viel!

Mal ehrlich: Was sind schon 20 Prozent? Wenn man einem Politiker einer der beiden großen Parteien diese Zahl als Wahlergebnis nennt, dann versinkt er am liebsten im Boden. Na ja, bisher zumindest, seit Kurzem hat sich das ja geändert. Seit Hessen haben diese Parteien auch bei unterirdischen Wahlergebnissen auf voller Linie gewonnen. Für die Grünen, die Roten oder die Gelben aber sind 20% ein sagenhaftes Ergebnis, auf das jeder stolz wäre.

Wenn ein Fahrradfahrer auf einen Berg zufährt und dort ein Schild mit “20%” sieht, dann sucht er sich meist einen anderen Weg, denn eine Steigung von 20% ist fürchterlich. Ich selbst wohne am Ende einer drei Kilometer langen Straße mit 10% Steigung, und es gibt kaum jemanden, der die ganze Strecke hinauf fährt und nicht irgendwann absteigt und schiebt. Außer einem biederen Zahnarzt aus der Gegend. ;-)

Eine Gehaltserhöhung, also eine Steigerung um 20%, ist dafür etwas Wünschenswertes. In diesen Größenordnungen bewegen sich in den letzten Jahren allerdings nur diejenigen, die den Job wechseln oder die höher eingestuft werden.

Es gibt aber auch etwas unverständliche Regelungen: Eine Geschwindigkeitsüberschreitung um 20% in der Stadt wird geringer geahndet als eine solche auf der Autobahn. Obwohl sie doch in der Stadt viel gefährlicher ist. Aber dieses Delikt ist halt “nur” mit absoluten Werten belegt.

Worauf will ich eigentlich hinaus? Nun, ich musste die letzten Wochen einige Untersuchungen über mich ergehen lassen (darüber vielleicht später mehr), und das Wichtigste, was dabei herauskam, und mit dessen Hilfe ich meine Laune in den letzten Tagen immer wieder auf ein erträgliches Niveau heben konnte, ist eine Aussage des Oberarztes: “Lieber Hubertus, Ihr physisches Lebensalter liegt um mindestens zehn Jahre unter Ihrem echten Alter. Ein ‘normaler’ Fünfzigjähriger hätte viel länger gebraucht, um wieder auf die Beine zu kommen.” WOW! Zehn Jahre! Zwanzig Prozent! Da kann ich doch nur sagen:

I Feel Good!

Oder auf gut deutsch: Heut geht’s mir gut! 8)

Das (für Andere) Gemeine ist dabei, dass ich mich in den letzten Jahren nicht kasteit habe. Sowohl beim Essen als auch beim Trinken habe ich öfter mal etwas mehr zu mir genommen, als es zuträglich gewesen wäre. Aber ich habe mir halt Mühe gegeben, mich wenigstens ab und zu zu bewegen, etwas Sport zu treiben und so fit zu bleiben, dass ich nicht bei der ersten Treppe außer Atem gerate. Das heißt halt auch, dass ich im Normalfall den Aufzug Aufzug sein lasse (na ja, nicht im Empire State Building!) und zu Fuß gehe. Aber alles nur mit dem notwendigen Augenmaß und nicht unter dem alles überdeckenden Thema “Fitness”.

Das Ganze bedeutet für mich aber auch, dass ich in nächster Zeit nicht so viel unterwegs sein werde, dass ich weniger Restaurants besuchen, weniger Autos probefahren und in weniger Hotels übernachten werde. Ich werde einfach etwas weniger arbeiten und mich mehr um mich selbst kümmern. Und damit natürlich auch weniger Einträge in meinem Blog machen. Ob ich allerdings mein Arbeitspensum um 20% reduzieren werde, weiß ich noch nicht.

Heut geht’s mir gut! 8)

Weinflasche mit eingebautem Becher

Hm, eigentlich eine ganz clevere Idee, die Viktor Pucsek für den PapaMama-Wettbewerb da entwickelt hat. Man nehme eine Weinflasche und drucke das Etikett auf etwas dickeres Papier. Dieses Etikett kann man abziehen und zu einem Becher falten. Voila! Schon hat man Becher, um jederzeit und überall ein gepflegtes Getränk genießen zu können.

bottlecup1.jpg

Wenn die Flasche jetzt noch aus einem möglichst leichten, geschmacksneutralen Material ist, der Verschluss ohne Korkenzieher zu öffnen ist und die Becher ebenfalls keine ungewollten Einflüsse auf das Getränk haben, steht einem Versuch in dieser Sache eigentlich nichts im Wege. Oder? Weshalb allerdings der Etikett-Becher in die Flasche eingelassen sein soll, man also extra Flaschen produzieren muss, erschließt sich mir nicht.

Wein und sein Genuss ist weltweit nicht einer kleinen Schicht mit jederzeit verfügbaren Kristallgläsern vorbehalten, ganz im Gegenteil: Auf den Feldern, bei Weinfesten, einfach so am Abend wird Wein aus allem getrunken, was irgendwie eine Flüssigkeit aufnehmen kann. Wieso also nicht auch aus Pappbechern? Und zur Flasche: Vermarktet wird Wein heutzutage auch in Tetrapacks und Plastiktüten, zwar versteckt in einer Box, aber trotzdem eben nicht aus Glas.

Mal sehen, ob und wenn ja in welcher Form dieses Konzept auf den Markt kommen wird.

Heut geht’s mir gut! 8)

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