Archive für März 2008

Il Mulino - Erfurt

Erfurt ist ein richtig nettes Städtchen, mit alten, liebevoll restaurierten Häusern, schmalen Gassen, viel Wasser (soviel Wasser, dass ein Stadtteil “Venedig” genannt wird), vielen jungen Leuten und einem reichhaltigen Unterhaltungsangebot am Abend. Vor kurzem mussten wir mit einem Kunden abends essen gehen, und da wir den Geschmack des Kunden nicht kannten und wir ihn auch nicht unter irgendwelchen Zugzwang setzen wollten wählten wir einen Italiener aus. Ein klein wenig gehoben, so dass nicht einfach die Pizza oder Standardgerichte auf der Karte standen, mit selbstgemachter Pasta und täglich wechselnden Sondergerichten. Gefunden haben wir diese Anforderungen bei “Il Mulino” auf der Langen Brücke.

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Man könnte auf den ersten Blick meinen, man wäre in Italien. Und auf den zweiten auch. Und den dritten. Die Begrüßung ist herzlich, man kommt ishc so vor, als wäre man täglich dort. Vor allem, wenn man der netten Bedienung die Möglichkeit gibt, Vorschläge für eine Speisenfolge zu machen, die nicht auf der Karte verzeichnet ist. Für uns kam dabei als Vorspeise ein Antipastiteller heraus, der für mehr als eine Person ausgereicht hätte, ich habe mir ein Vitello Tonnato gegönnt. Richtig gut, leicht säuerlich, genau so, wie es sein soll.

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Als Hauptspeise bestellten wir uns Filetto ai Porcini, und “terra e mare” (das habe ich so genannt, in Anlehnung an “surf & turf”), ein Filet mit zwei Riesengarnelen vom Grill. Als Knackpunkt bestellte ich es natürlich englisch, und - oh Wunder! - es kam auch englisch! Außen geröstet, innen knapp 40 Grad, genau so, wie es sein muss. Dazu gab es gemischtes Gemüse, kurz angegart, knackig auf den Punkt, und weil es einfach passt eine Portion Spinat. Alles war genau nach Wunsch, alles hat geschmeckt, es war genau richtig mit Kräutern gewürzt. Herz, was willst Du mehr?

Als Weine tranken wir einen Brunello für die Rotweintrinker sowie einen autochtonen Südtiroler Weißwein. Natürlich auch auf Empfehlung des Maitre. Beide haben wunderbar zum Essen gepasst und uns am nächsten Morgen nicht vor unlösbare Probleme gestellt.

Eine Nachspeise haben wir uns angesichts der Größe der Speisen verkniffen, auch wenn sie sich auf den Nebentischen sehr einladend angesehen haben.

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Fazit: Hier lässt es sich gut essen und trinken, man kann gemütlich essen und sich gut unterhalten, und irgendwie kommt man sich dabei wie im Urlaub in Italien vor. Vor allem, wenn das Wetter gut ist und man an der leise plätschernden Gera sitzen kann. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich hier sicher wieder hingehen.

 

Name Il Mulino
Angebot typisch italienisch
Adresse Lange Brücke 37a
Ort Erfurt
PLZ 99084
Land Deutschland
Telefon +49 361 561 7069
Telefax +49 361 540 0786
Email info@ilmulino-erfurt.de
Homepage www.ilmulino-erfurt.de
Öffnungszeiten täglich 11:30 - 24:00 Uhr

Heut geht’s mir gut! 8)

ManThei Sushi Bar - Düsseldorf

ManThei Sushi hat zwei Lokale in Düsseldorf: Das Eine befindet sich in Flingern in der Ackerstraße 161, das andere in der Bachstraße in Bilk. Eines davon wollte ich gestern besuchen, und da in der Nähe der Ackerstraße keinerlei Parkplätze zu finden waren, habe ich mich auf den Weg nach Bilk gemacht, um dort zu essen. Parkplätze sind zwar auch im Umkreis der Bachstraße Mangelware, es war aber einfacher als in Flingern.

Das Restaurant ist das Mutterhaus des Sushitaxis Düsseldorf, das ab 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr den Inhalt der Speisekarte innerhalb Düsseldorfs nach Hause liefert. Vielleicht liegt es daran, dass der erste optische Eindruck des Restaurants mehr auf eine Industriehalle denn auf eine Sushibar hinweist.

Die Speisekarte ist nett aufgemacht, es gibt auf den ersten Seiten eine kleine Einführung in die Sushi-Kultur. Anschließend werden Vorspeisen, Menüs und einzelne Sushi- Variationen aufgeführt. Ich habe mich gestern abend für eine Miso-Suppe, Horenso Gomaae sowie die ManThei Mix entschieden. Sehr gut hat mir gefallen, dass ich von der Bedienung gefragt wurde, ob ich Vorspeise und Suppe vor dem Menü oder gleichzeitig bekommen möchte. Das hatte ich nicht erwartet, normalerweise bekommt man in Deutschland diese Speisen IMMER in der typisch deutschen Reihenfolge Suppe, Vorspeise und Hauptgericht. Und es hat sogar geklappt!

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Allerdings hatte die Suppe eine Temperatur, die ein längeres paralleles Essen zum Menü verhinderte: Sie war so gut wie kalt, und kalte Misosuppe schmeckt nun einmal nicht.

Der Spinat war klasse: Genau auf den Punkt gekocht, kunstvoll in Päckchen geschnürt und von einer herzhaften Erdnusssauce begleitet. Auch die Menge entsprach meinem Geschmack.

Das Menü war dagegen nicht herausragend. Die Qualität des Fischs war okay, der Reis war zu weich gekocht, es fehlte ihm auch etwas am Geschmack des Reisessigs, in der Kombination war es für ein Mittagessen in Ordnung, für ein Abendessen einfach nicht gut genug. Ganz schlimm aber war das Temaki, das zum Menü gehört: Ich hatte mich schon über den optischen Eindruck gewundert, hatte allerdings nicht realisiert, was sich da auf dem Salatblatt befand: MAYONAISSE! So richtig deutsche Thomy-Salatmayonaisse, versalzen, viel zu geschmackvoll, mit dem Erfolg, dass das an sich feine Temaki total verunstaltet wurde. Und dieser Geschmack zog sich durch die ganze Tüte hindurch, bis in den letzten Rest des Noriblatts. Zum Glück hatte ich noch etwas Ingwer zurückbehalten (damit ist man hier sehr sparsam, um nicht zu sagen geizig), um meinen Mund wenigstens etwas zu neutralisieren.

Die Futomaki waren für meinen Geschmack etwas zu groß, und außerdem sahen sie so aus, als wären sie schon einige Zeit vor meiner Bestellung produziert worden: Das Gelb des Fischrogens war schon in den Reis eingezogen…

Gut geschmeckt hat mir der grüne Tee, der sich allerdings auch glasweise auf der Rechnung wiederfand.

Fazit: Dies ist eine Gelegenheit, um sich etwas Sushi für eine kleine Zwischenmahlzeit irgendwohin liefern zu lassen, ich für meinen Teil werde allerdings kein weiteres Mal vor Ort essen. Dazu gibt es in Düsseldorf zu viele richtige gute Sushi-Läden.

Name ManThei Sushi Bar
Angebot japanisch Sushi
Adresse Bachstraße 1
Ort Düsseldorf
PLZ 40217
Land Deutschland
Telefon +49 211 9337 9988
Telefax
Email feedback@sushitaxi.de
Homepage www.sushitaxi.de
Öffnungszeiten Mo.-Fr. 11:00 - 24:00 Uhr
Sa.-So. 12:00 - 23:00 Uhr

Heut geht’s mir gut! 8)

Sportsbar - Radisson SAS - Erfurt

Auf dem Weg zwischen Hotel und Kunde bin ich vor Kurzem in Erfurt am Hotel Radisson SAS vorbeigekommen, und dort sah ich eine Werbung für die Sportsbar. Also entschloss ich mich, dort abends einmal vorbeizusehen. Gestern war es dann soweit.

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Das selbstgewählte Motto des Restaurants lautet “creative dining”. Klingt doch richtig gut. Oder? Irgendwie sehe ich hier eine Umgebung vor mir, in der den Gästen entweder durch die Küche oder den Service etwas geboten wird.

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Als ich das Radisson SAS betrat, hatte ich einen Flashback. Nein, ich habe nicht zuviel gekifft, aber ich war 1989 nach der Maueröffnung das erste Mal in Erfurt, und ich hatte die Ehre, damals - ich kann mich nicht genau erinnern, aber ich glaube - im “Interhotel” zu nächtigen. Ein Hochhaus aus Platten mitten in der Stadt, die Eingangshalle war eine mit Fliesen ausgelegte Bahnhofshalle, in der große Sitzgelegenheiten aus verchromtem Stahl mit Kunstleder herumstanden, auf denen sich bepelzte Russe (ja, damals schon!) Zigarren rauchend und Wodka trinkend fläzten. Die Russen sind nicht mehr da, die habe ich letzte Woche in Sankt Moritz und Baden-Baden getroffen, aber der Bodenbelag hat sich nicht geändert, und der Eindruck einer Bahnhofshalle wird auch durch die mühsam aufgestellten Raumteiler nicht gemildert.

Eine Sportsbar ist eine typisch amerikanische Einrichtung, in der auf mindestens acht Bildschirmen mindestens vier verschiedene Sportprogramme ohne Ton laufen, während aus den Lautsprechern entweder Country- oder Rockmusik kommt. Es gibt eine lange Theke, an der man als Einzelperson oder sonstwie Kontaktfreudiger sitzen kann, es gibt aber auch kleinere oder größere Tische, an die man sich als Gruppe verziehen kann. Pool und Kicker sowie eine Dartscheibe dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Und dann gibt es die Erfurter Version der Sportsbar: Man nehme zwei Raumteiler aus dem letzten Schäfer-Katalog (dort sind es Metaplan-Wände…), die man in die Bahnhofshalle stellt, stelle zwei Ständer mit Langlaufski auf, hänge zwei Plakatwände mit Bildern von Biathleten auf, packe ein Dutzend Resopaltische (auch aus dem Schäfer-Shop-Katalog) dazwischen, platziere kunstvoll zwei mit voller Lautstärke agierende Großbildfernseher mit Premiere an die Wände und nenne das Ganze “Sportsbar”. Mit dem Motto “creative dining” und einem Pelikan als Maskottchen.

Womit wir wieder am Anfang meiner Geschichte heute sind: Creative Dining. Hier ist der Gast gefordert, kreativ zu sein. Nicht nur, dass man sich in dem zugigen Ambiente die ganze Zeit bewegen muss, um nicht zu frieren, man muss auch kreativ sein, um aus dem ganzen Convenience-Zeugs, das einem serviert wird, herauszufinden, was es eigentlich sein soll. Ich habe nichts gegen Convenience-Food, so lange es das Richtige ist und das auch noch richtig eingesetzt wird.

Ich habe mir als Vorspeise Nachos - mit Käse überbacken und von drei Saucen begleitet - bestellt, die Hauptspeise sollten Potato Skins mit Speckwürfeln sein. Kann man da etwas falsch machen? Man sollte meinen, dass nicht. Aber: Die Käsesauce über den Nachos bestand aus dem gelben, amerikanischen, in Tuben erhältlichen Käse, der noch nie eine Kuh gesehen hat, die Sour Cream entpuppte sich als Frühlingsquark von Milram, der offensichtlich schon am frühen Morgen portioniert worden war, die Salsa kam aus der Produktion von Nadler, und da ich bisher keine fremdproduzierte Guacamole gegessen habe, kann ich leider nicht sagen, wer der Hersteller dieses Geschmackskonglomerats war.

Die Potato Skins - die herrlich schmecken können, ich kann hier nur die von TGI Fridays empfehlen! - entpuppten sich als eine große gebackene Kartoffel, in die zwei Löffel Frühlingsquark gepackt wurden und über die eine Spur an Käse kam (wobei mir nicht klar ist, was für ein Käse das war, er war schlicht geschmacklos). Über alles waren zwei Scheiben Frühstücksspeck von Janssen gelegt - natürlich nicht kross gebraten, sondern ungegart. Das Ganze wurde dann bis zum Servieren unter den Salamander gestellt - oder war es gar nur die Wärmelampe für den Service? Immerhin sahen die drei Paprikawürfen, die als Beilage dabei waren, so aus, als hätten sie zwischen Dose und Teller auch einmal eine Pfanne gesehen. Oder gibt es inzwischen blackend pepper in der Dose?

Dass das Flaschenbier ein Ablaufdatum hatte, das nur kurz in die Zukunft zeigt, rundete das Bild des Erlebnisses ab.

Fazit: Um dieses “Restaurant” kann man nur einen großen Bogen machen. Und damit mein Motto auch stimmt: Heut geht’s mir gut, weil ich genau weiß, dass ich hier sicher nie mehr hingehen werde! 8)

Name Sportsbar - Radisson SAS
Angebot “amerikanisch”
Adresse Juri Gagarin-Ring 127
Ort Erfurt
PLZ 99084
Land Deutschland
Telefon +49 361 55 100
Telefax +49 361 55 10 210
Email info.erfurt@radissonsas.com
Homepage www.tagungen-erfurt.de
Öffnungszeiten  

BMW 318i

Gestern hatte ich die Freude, einen mit allen denkbaren Zusatzmöglichkeiten ausgestatteten BMW 381i zu fahren. Und das nicht nur auf einer kurzen Strecke, sondern auf einer richtig langen Route. Im Prinzip habe damit auch schon mein Fazit vorweggenommen: Auch auf diesen relativ schwach motorisierten Wagen trifft der BMW-Werbeslogan “Freude am Fahren” voll und ganz zu.

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Der Wagen begrüßt einen schon sehr ergonomisch: Alle notwendigen Hebel und Knöpfe sind leicht erreichbar, die Funktionen sind logisch, man muss nichts suchen. Na ja, abends habe ich dann doch etwas gesucht, und ich bin ehrlich, ich habe es nicht gefunden: Die Helligkeitsregelung der Armaturen. Die Verstellmöglichkeit des Navi-Bildschirms relativ zu der Armaturenbeleuchtung kenne ich jetzt zwar, nicht aber den Platz des “Hauptreglers”. Ansonsten aber fand ich alles dort vor, wo ich es vermutete.

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Auch der Beifahrer hat einen hinreichenden Blick auf Armaturen und Navi-System, und da selbst ein Dreier inzwischen individuell einstellbare Klimazonen anbietet, kann man es auch neben dem Fahrer gut und bequem aushalten. Ebenfalls bequem sind bei diesem Wagen die hinteren Sitze. Wo auch immer BMW den Platz hergeholt hat, man kann es auch auf längeren Strecken zu viert aushalten. Und weil vier Leute natürlich auch Gepäck mitnehmen wollen, ist hinter der Rückbank ein Abteil, das das Gepäck für zumindest ein Wochenende für vier Personen aufnimmt. Für großes oder langes Gepäck gibt es als Sonderausstattung das “Durchladesystem”. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine asymmetrisch geteilte Rückbank mit einem Skisack.

Meine Fahrt begann erst einmal sehr ärgerlich: Nach kaum 5 Kilometern stand ich auf der Autobahn in einer Baustelle, kaum 100 m, nachdem sich die Fahrbahnen geteilt hatten. Und rechts lief der Verkehr weiter… Anfangs hofft man ja noch, dass es weitergeht, also lief auch noch der Motor, doch die eingestellte Leerlaufdrehzahl verträgt sich nicht mit dieser Situation: Der Wagen wird dermaßen durchgeschüttelt, dass man den Motor freiwillig ausmacht. Hier dachte ich noch, ich hätte einen Diesel vor mir… aber ein Blick auf den Drehzahlmesser überzeugte mich dann davon, dass es doch ein Benziner sein muss: Ich habe noch nie einen Diesel gesehen, bei dem der rote Drehzahlbereich bei 6.000/min beginnt. ;-)

Irgendwann ging es dann auch weiter, und weil es Montag morgen, war zuerst einmal Stop-And-Go-Verkehr abgesagt. Seither weiß ich, dass auch die Bremsanlage mit der Masse des Fahrzeugs hervorragend zurechtkommt.

Die Motorisierung ist nicht unbedingt dazu geeignet, an jeder Ampel alle anderen Fahrzeuge stehen zu lassen, aber sie reicht vollkommen aus, um im Verkehr mitzuschwimmen, und eine Reisegeschwindigkeit von 160 ist unproblematisch zu halten. Auch der Tempomat kommt damit sehr gut zurecht. Das Kurvenverhalten ist auch auf nasser Fahrbahn vorbildlich, man muss kein Könner sein, um sowohl in langen, schnellen Autobahn- als auch in scharfen Landstraßenkurven den Wagen in fast jeder Situation zu beherrschen. Leider hat der Wagen auf meiner Tour rund 10 Litern auf 100 km verbraucht, das sollte bei einem Wagen dieser Größenordnung doch etwas besser sein… Wirklich gut geworden ist inzwischen die Scheibenwischerautomatik, hier musste ich kein einziges Mal eingreifen, und zu häufig wurde sie auch nicht in Betrieb gesetzt. Das Navi-System ist in der hier verbauten Professional-Version ohne jeden Tadel, es hat mich auf richtigem Weg auch zu Sonderzielen geführt.

Was mich besonders freut - aber das ist nicht Dreier-spezifisch - ist die Tatsache, dass alle neuen BMW, die ich in letzter Zeit gefahren bin, von Haus aus einen AUX-Anschluss haben, so dass man seine eigenen Musik auf dem MP3-Player laufen lassen kann.

Mein Fazit habe ich ja schon eingangs geschrieben: Bis auf den für mich zu hohen Verbrauch ist dieser Wagen nicht nur für Singles alltagsgeeignet. Er bietet Komfort, Platz, alle notwendigen Zusatzausstattungen sind verfügbar, und Spaß kann man damit auch haben. Aber er fordert es nicht heraus, damit Spaß haben zu wollen.

Heut geht’s mir gut! 8)

Philips Brasserie - Bad Dürkheim

Manche Badener glauben, auf der anderen Seite des Rheins beginne die “terra incognita”, in der noch die Drachen spielen. Diesen Ungläubigen muss man manchmal Fallen stellen, damit sie sich in das Abenteuer eines Abendessens in der Pfalz begeben.

Ein solches Paar haben wir gestern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in Philips Brasserie nach Bad Dürkheim gelockt.

Philips Brasserie

Nach einigen Problemen mit dem Mercedes-Navigationssystem ;-) fanden sie dann endlich den Weg an den Römerplatz in Bad Dürkheim, an dem sich seit einigen Jahren Bogdan Filipek mit seiner Frau niedergelassen hat, um die Dürkheimer mit gehobener Küche zu versorgen. Wobei das Ehepaar Filipek für den Service und die Weine verantwortlich zeichnet, die Versorgung der Gäste mit Essen wird schon seit Jahren durch Herrn Brehmer, seit einiger Zeit zusammen mit Frau Deigentasch bravourös erledigt.

Unsere Freunde jedenfalls wussten das alles nicht, als Sie die übersichtliche, handgeschriebene Speisekarte überreicht bekamen. Um die Auswahl etwas zu vereinfachen wählten wir einen Rose- und einen Riesling-Sekt als Aperitiv. So etwas löst die Zunge doch etwas, was aber bei uns normalerweise nicht notwendig ist. ;-)

Neben der Karte gibt es regelmäßig wechselnde Menüs, was die Entscheidung im Allgemeinen sehr einfach macht, vor Allem, weil man aus Menü und Karte gleichermaßen auswählen kann. Gestern wählten wir zweimal das Menü, zweimal wurde aus der Karte ausgesucht.

Da die Weinkarte derzeit im Umbau begriffen ist - der 2007er steht schließlich vor der Tür - wählte ich zuerst einen 2006er Chardonnay und Weißburgunder von Knipser (frisch, jung, schöne Säure, passt gut zum Essen) aus, zur Hauptspeise kam dann ein 2003er Pi No vom Weingut Ökonomierat Rebholz auf den Tisch. Der war leider inzwischen schon etwas zu holzdominiert, das Barrique trat viel zu deutlich in den Vordergrund. Solche Weine bezeichne ich das als Biberwein, weil man wie die Biber in ein Stück Holz beissen kann…

Als Amuse Bouche wurde uns eine leicht geschärfte Paprikaschaumsuppe mit einer Schinkendattel gereicht. Eine ungewohnte Kombination, trotzdem anregend und gut auf den Abend einstimmend.

Die Vorspeise kam in Form eines lauwarmen Pulposalats mit grünen Bohnen. Normalerweise bekommt ja diesen ja nur kalt, sodass diese Variation zuerst etwas ungewohnt war, nichtsdestotrotz schmeckte sie uns hervorragend.

Als Zwischengericht wurde dann ein Doradenfilet auf Salat von Süßkartoffeln und Shi Take Pilzen serviert. Das war genau das Richtige, um den Gaumen auf die Hauptspeise vorzubereiten. Diese entpuppte sich als Unsere Frühlingsrolle mit Kaninchenrücken, dazu ein Fenchel-Graupenrisotto.

Abgeschlossen wurde der kulinarische Teil des Abend mit einem Gebackenen Vanillepudding mit Orangensorbet. Herz, was willst du mehr?

Dieser Abend war wieder genau so, wie wir uns das vorgestellt haben: Unterhaltsam, sehr gut schmeckend, und vor Allem: Wir mussten keine Rücksicht auf andere Gäste nehmen, weil die entweder genauso laut waren wie wir oder aber - wie das Paar am Nebentisch - einfach nichts untereinander zu bereden hatten: Die Beiden haben sich einfach nur unsere Konversation angehört und ihre Kommentare dazu abgegeben. Am Liebsten hätten die sich wohl zu uns gesetzt. Aber dazu fehlte wohl die Traute… sie haben auf alle Fälle nichts in die Richtung verlauern lassen. Selbst schuld! ;-)

Name Philips Brasserie
Angebot Französisch, gehoben, mediterran
Adresse Römerplatz 3
Ort Bad Dürkheim
PLZ 67098
Land Deutschland
Telefon +49 6322 68808
Telefax
Email mail@philips-brasserie.de
Homepage www.philips-brasserie.de
Öffnungszeiten Abendessen
Mittwoch - Montag ab 18:00
Sonntag und Feiertag
12:00 bis 14:30 und ab 17:00

Heut gehts mir gut! 8)

DJ Crazy Chris - Eminelton - Darf der das denn? Ja, er darf!

Manchmal findet man in dem ungeheuren Wust an mehr oder weniger wichtigen Informationen - genannt Internet - auch kleine, feine Sites, Informationen, Bilder oder auch Musik, die richtig Spaß machen. Heute möchte ich über einen solchen Fund berichten, über den ich letzte Woche gestolpert bin. Bei Recherchen für einen anderen Artikel über Elton John bin ich wegen eines Schreibfehlers auf eine Seite gestoßen, die ein Werk namens “Eminelton” anbot. Kostenfrei zum Download natürlich. Da das mit dem deutschen Urheberrecht nicht ganz in Einklang steht, veröffentliche ich die Seite hier nicht, aber wenn man den Begriff gockelt, kommt man schon zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.

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Jetzt habe ich den Vorteil, dass ich sowohl Sir Elton John als auch Eminem zu meinen Lieblingsmusikern zähle - jeden zu seiner Zeit. So gibt es keine bessere Musik fürs Powerwalken oder Joggen als Eminem. Für einen gemütlichen Abend zu zweit oder mit Freunden passt dafür Elton John besser.

Wenn man die Äußerungen von Eminem über Schwule kennt, dann kann man es sich nicht vorstellen, dass ausgerechnet Elton John für Eminem in mehr als einer Diskussion das Wort ergriffen hat, sich sogar selbst als “Fan” von Eminem bezeichnet und Eminem in eine Reihe mit Jimi Hendrix gestellt hat. Der etwas schräge DJ Crazy Chris hat sich nun die Werke von Elton John geschnappt und sie mit passenden Titeln von Eminem verschmolzen.

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Auf der MySpace-Seite von DJCC ist übrigens ein Link auf den Download, und er muss ja wissen, ob das rechtens ist ;-) Falls alles klappt kann man sich hier die Titel der CD anhören:

 


 


Ich gehe davon aus, dass dieses Werk ein reines Kunstprodukt ist, dass also keiner der Artisten mit DJCC im Studio war. Klar ist, dass diese CD höchst professionell produziert wurde. Nur an wenigen Stellen auf dem immerhin 24 Stücke langen Album sind Brüche festzustellen, überall sonst passen die zugrundeliegende Musik von Elton John mit den darüber gelegten Beats und Sprechgesängen von Eminem, Loyd Banks, Nate Dogg, D-12 und Dr. Dre richtig gut zusammen. Ich möchte jetzt nicht auf jeden einzelnen Titel eingehen, sondern nur einige herausgreifen, die mir persönlich am Besten gefallen.

Anfangen muss man hier ganz klar mit “You Don’t Know Rocket Man”, der von einem 50 Cent-typischen Bass dominiert wird, in den dann ganz subtil die schöne Melodie des “Rocket Man” eingeschnitten wurde. Große Kunst.

Sehr gut gelungen ist auch “Cleaning Out The Yellow Brick Road”, ein Blend von “Cleaning Out My Closet” und “Yellow Brick Road”, in dem die Spezifika beider Musiker zu einem guten, allerdings sehr hart geschnittenen Ganzen zusammenfließen. Witzig ist der Anfang, in dem “Yellow Brick Road” Stück für Stück, fast unmerklich verlangsamt wird, bis es mit dem Eminem-Titel zusammenpasst.

Ebenfalls aus einem Guss ist “Sing For The Levon”, bei dem man zwar die Ursprünge heraushört, bei dem aber Eminems Part so hervorragend eingearbeitet wurde, dass man, wenn man die beiden Originale nicht kennt, dieses Stück als Original annehmen könnte. Klasse gemacht.

Ganz gemein verhält es sich bei “Are You Ready For The Real Slim Shady”, bei dem verschiedene Eminem-Titel gemixt und mit einer unauffälligen Klaviermelodie unterlegt wurden. Ich jedenfalls weiß nicht, auf welchen Elton John-Titel hier referenziert wird.

Witzig und zum Tanzen einladend ist “Sad Songs Shake That” mit Nate Dogg. Auch dieser Titel hört sich an, als ob “Sad Songs” generisch für D-12 geschrieben worden wäre. Leider ist der Übergang zu “Without My Sacrifice” so Eminem-typisch brutal gemischt - mitten in dem Titel taucht der altbekannte Pistolenschuss auf - dass “Sad Songs” dadurch an Wirkung stark verliert.

Als letztes Stück möchte ich hier noch “I’m Still Standing For The Encore” erwähnen. In diesem Titel wurden wieder alle relevanten Elemente von Eminem, 50 Cent und Dr. Dre mit ihrem unterliegenden, dröhnenden Bass mit dem melodischen, fast zarten “I’m Still Standing” vermischt. Und wiederum zeigt sich das Können von DJ Crazy Chris.

Soll ich ein Fazit über eine CD ziehen? Klar, in diesem Fall mache ich das:

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Heut geht’s mir gut! 8)

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