Archive für Februar 2008

Und sowas kommt aus Deutschland?

Inzwischen ist ja auch bei der Lufthansa die Möglichkeit eingekehrt, sich per music-on-demand aus einer großen Menge von CDs die gewünschte Musik auszusuchen. Ich nutze dieses Angebot, um innerhalb einer Abteilung einfach irgend etwas auszuwählen und so etwas Neues kennen zu lernen. Normalerweise bleibe ich dann zwar bei etwas Altbekanntem hängen, vor kurzem aber bin ich dabei über das Zodiac Trio von John-Dennis Renken gestolpert. Dieses Jazz-Trio hätte ich ohne zusätzliche Infos nach Amerika oder England, nie aber nach Deutschland platziert. Dabei kommen sie aus dem Ruhrgebiet, genauer gesagt aus Essen.

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Hier kommen einem sphärische Klänge entgegen, fast elegische Melodien, getragen von der Trompete, die aber immer wieder durch harte Schlagzeug-Beats und Riffs einer E-Gitarre unterbrochen werden. Diese Musik ist nicht gefällig, sie strengt an, aber es macht Spaß, sie anzuhören. Einen ersten Eindruck davon kann man sich auf der MySpace-Seite von John-Dennis Renken machen. Für die, die nicht wechseln wollen, habe ich am Ende des Textes den Player eingebunden.

Fazit: Ich werde irgendwie versuchen, auf einem der unzähligen Gigs, die das Trio in nächster Zeit hat, an eine CD zu kommen.

Heut geht’s mir gut! 8)

Kleine Fluchten

Heutzutage ist das Thema Wellness ja in jeder Hinsicht ein Aufhänger. Ob Hotels, Restaurants, Schwimmbäder, Massagepraxen - alle nehmen sich dieses Themas an beziehungsweise werben damit.

heisse-steine.jpg

Aber was bitte kann schön daran sein, einen ganzen Tag lang im Bademantel - also nicht richtig angezogen -, mit Adiletten an den Füßen und einer Zeitung unter dem Arm von Anwendung zu Anwendung zu wandern, sich von wildfremden Leuten anfassen zu lassen, sich Steine auf den Rücken legen zu lassen oder gar irgendwelches Salatöl auf die Kopfhaut tröpfeln zu lassen? So etwas kenne ich nur unter dem Stichwort “Folter”! Besonders schlimm wird es dann noch, wenn im Hintergrund ein Brunnen plätschert, irgendjemand ohne Konzept an einer Sitar zupft oder - als höchstes der Gefühle - Geigen mit Vögeln im Zweikampf zwitschern. Brrrrr!

Aber es gibt da etwas, das ich mir regelmäßig gönne, und was man mit viel Wohlwollen auch unter das Thema Wellness subsummieren kann: Ich gehe alle zwei Wochen zum Friseur. Dort aber lasse ich mir nicht nur die Haare schneiden, ich gönne mir zudem eine Maniküre. Seit einiger Zeit bietet mein Friseur diese SEHR preiswert an, und diese Gelegenheit habe ich sofort wahrgenommen. Das Schöne daran ist, dass es nicht nur eine Maniküre ist, sondern dass sich an die Nagelpflege auch noch eine Handmassage anschließt. Und so genieße ich alle zwei Woche eine kleine einstündige Auszeit, in der ich an nichts denke, mich einfach nur bedienen lasse, manchmal ein wenig eindöse, kurz: In der ich die Seele baumeln lasse. Wenn man so will, ist das auch Wellness. Sollte dann also doch nicht alles mit diesem Apostroph schlecht sein?

Heut geht’s mir gut! 8)

PS: Wenn ich unter dem Stichwort “Wellness” und meiner Heimatstadt google, dann erscheinen sogar meine Friseure … aber eine Homepage haben sie noch nicht.

VW Golf 1,6 Tour “TUI”

Was ein Unterschied!

Nachdem ich diese Woche ja den Audi A3 fahren und loben konnte, muss ich dieses Mal leider etwas Kritik austeilen.

VW Golf V

Heute bin ich den VW Golf V 1,6 Tour gefahren, und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Nicht über die Ausstattung, die entspricht schon dem heutigen Standard, aber dass es heute noch Autos gibt, die ab Tempo 140 anfangen zu schwimmen, das hätte ich nicht gedacht. Zumindest nicht von VW. Bei diesem Wagen aber trifft es voll und ganz zu. Es stimmt, der Motor ist nicht unbedingt dazu ausgelegt, schneller zu fahren, doch auch dann muss das Fahrwerk in der Lage sein, die Geschwindigkeit sicher auf die Straße zu bringen. Nun gut.

Der Innenraum ist bekannt funktional, alle Schalter sind gut erreichbar, Sitze und Spiegel lassen sich auch für größere oder kleinere Fahrerinnen gut einstellen. Im Kofferraum ist hinreichend Platz, um das Gepäck für vier Personen für ein Wochenende unterzubringen, durch die teilbare und umlegbare Rückbank kann ein sehr großer Transportraum entstehen. Der durch die Breite der Heckklappe auch für breite Zuladungen geeignet ist.

Für mich als Farbenblinden sehr unangenehmen ist wie bei allen VWs die blaue Instrumentenbeleuchtung. Ich kann darauf einfach nichts richtig erkennen, die Tiefenschärfe lässt durch die blaue Farbe zu wünschen übrig. Das ist nicht Golf-typisch, für mich persönlich aber ein absolutes Kontra-Argument, ein richtiger Showstopper, wenn es darum geht, einen neuen Wagen auszusuchen.

Was mich aber richtig geärgert hat, war der Verbrauch des Wagens. Ein Fahrzeug mit 75kw sollte im Normalbetrieb - nach einem Ausflug über Tempo 150 bin ich sofort wieder vom Gas gegangen, und rund 30 Kilometer meiner Fahrt waren Tempo 10-30 im Stau auf der Autobahn - nicht über 10 Liter auf 100 km verbrauchen. Da ich dabei war, als der Wagen vor Fahrtantritt aufgefüllt wurde, weiß ich, dass der Verbrauch real und nicht auf irgendwelche anderen Faktoren zurückzuführen ist.

Fazit: Dies ist ein Wagen, der vielleicht mit anderer Motorisierung in der Lage ist, den Stadtverkehr preiswert und zügig zu bewältigen, so, wie er mir hier zur Verfügung stand, konnte er aber keinerlei Ansprüche erfüllen. Schon gar nicht die, die auf der ersten Seite der VW Golf-Homepage stehen: Dynamisch, kraftvoll, rassig, Wohlfühlen.

Trotzdem: Heut geht’s mir gut! 8)

Wozu man ein Maschinengewehr verwenden kann, oder: Sunn - Towards The Limits

Bei meinen Wanderungen durch das Internet-Dickicht bin ich bei Jamendo wieder einmal fündig geworden, allerdings eher im kuriosen Sinne denn in einem geschmacklich positiven. Beim “Reinhören” in die neuen Veröffentlichungen bin ich über das Album “Towards The Limits” der Gruppe SUNN gestolpert.

Albumcover

Und so, wie ich es schon in der Überschrift geschrieben habe hört sich das Album auch an: Wie ein Maschinengewehr bearbeitet der Drummer sein Instrument, aber man muss ganz klar sagen, dass er es auch beherrscht. Ich kann mir diese Einschätzung erlauben, habe ich doch selbst einige Jahre hinter der Schießbude verbracht. Allerdings ist er nicht der einzige Könner in der Gruppe, auch der Gitarrist der Formation muss sich in keinster Weise verstecken muss. Er brennt ein Feuerwerk an Riffs ab, nutzt alle Möglichkeiten seiner Instrumente aus, lässt selbstverliebt seine Finger auf den Saiten tanzen.

In den Stücken finden sich viele kleine Andeutungen und ironische Zitate, die zeigen, welchen Hintergrund zumindest der Komponist der Gruppe hat. Was mir persönlich nicht gefällt ist der “Gesang” der Gruppe, für mich ist das nur Gegröhle. Unausgegoren wirken auch die Übergänge der Titel, Intro und Hauptteil passen oft nicht zusammen, und die Enden sind meist unharmonisch. Die Musik hört einfach auf.

Mein Lieblingsstück dieser Platte ist “Fame”, hier kommen alle Fähigkeiten der Bandmitglieder deutlich und sauber heraus. Das nächste Titelchen (es hat nur 24 Sekunden) “Sunrise” zeigt, dass die Gruppe auch melodisch spielen kann.

Die Gruppe gehört für mich eindeutig in den Bereich Metal, ob sie aber etwas mit der drone metal band Sunn O))) zu tun hat möchte ich bezweifeln. Dafür ist die Musik nicht gruselig genug.

PS: Bitte hier drücken, um einen Titel abzuspielen:

Heut geht’s mir gut! 8)

Audi A3 Limousine

Die letzten Tage hatte ich die Gelegenheit, eine Audi A3 Limousine zu fahren. Über die Karosserie muss man ja kein Wort mehr verlieren, sie ist hinreichend bekannt und inzwischen nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken.

Audi A3

Im Innenraum herrscht funktionelle Sachlichkeit, alle wichtigen Funktionen sind leicht und direkt zu finden bzw. zu bedienen. Bis auf das Radio, dessen Lautstärke leider nicht am Lenkrad zu regeln ist. Das Navi-System führt einen gut und sicher ans Ziel, allerdings gibt es keine einfache Möglichkeit, der Stimme den Hals umzudrehen. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn man ein Telefonat führt und gerade durch eine Stadt fährt, so dass einem alle 10 Sekunden eine neue Anweisung gegeben wird.

Als sehr unangenehm hat sich das übliche Manko der heutigen Dieselfahrzeuge gezeigt: Sie brauchen Ewigkeiten, um warm zu werden, und wenn draußen tiefe Minusgrade herrschen und der Wagen über Nacht draußen stand, dann benötigt er mindestens 40km Autobahn, um den Innenraum einigermaßen auf Temperatur zu bringen. Eine Standheizung, wie sie inzwischen in einigen Dieselfahrzeugen Serie ist, wäre hier nicht falsch platziert.

Der 2l-Dieselmotor ist dank des Sechsganggetriebes für alle normalen Verkehrs-Situationen geeignet, ob man nur mitrollen oder schnell vorwärts kommen will, er macht alles möglich. Und er ist auch relativ sparsam: Bei meiner Testfahrt bin ich auf einen Verbrauch von rund 6 Litern auf 100 Kilometer gekommen, nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass dabei auch rund 100 km mit Tempo 200 waren. Und diese 200 km/h (laut Tacho) sind ohne große Anstrengung zu halten (offizielle Höchstgeschwindigkeit laut Audi: 207 km/h).

Mit diesem Wagen kann man problemlos zu viert Kurzstrecken zurücklegen, für längere Fahrten mit vier Erwachsenen würde ich eher ein größeres Fahrzeug wählen. Wenn man die Auswahl hat. ;-) Für Gepäck oder sonstiges Sperrgut steht dank der teil- und umlegbaren Rückbank hinreichend Platz zur Verfügung, auch den kleinen Umzug kann man bewerkstelligen.

Fazit: Für den normalen Alltag ist dieser Wagen geeignet, und mit der 2l Diesel-Motorisierung auch für etwas sportlichere Fahrer nicht zu verachten.

misushi Lounge - Frankfurt am Main

Seit kurzem gibt es in der Voltastraße in Frankfurt einen Sushi-Laden. Lange Zeit war dieses Viertel Sushi-freie Zone, doch Anfang des Jahres hat hier ein Kaiten-Restaurant aufgemacht. Es bietet zwei Größen als Mittagsmenü (3 Teller zur freien Auswahl + Miso-Suppe + Getränk für 7,70 Euro oder fünf Teller zur Wahl + Miso-Suppe + Getränk für 12.70 Euro) sowie ein All-You-Can-Eat Angebot am Abend. Von 15:00 bis 17:00 Uhr gibt es 20% Rabatt auf alle Gerichte, Sonntags von 15:00 bis 23:00 Uhr gibt es 50% auf alle Gerichte. Die Teller sind so groß, dass die zum Mittagsmahl angebotenen Teller normalerweise langen. So sind zum beispiel alle Inside-Out-Rollen zu viert auf einem Teller, die Maki-Sushi kommen zu sechst einher und die Nigiri sind so groß, dass man sie auf einen Biss eigentlich nicht in den Mund nehmen sollte. Der Ingwer steht zur freien Versorgung in der Nähe des Bandes, so dass man von jedem Platz aus zugreifen kann.

Zur Frische: Als wir heute dort waren, wurde das Band immer nur dann neu bestückt, wenn jemand Neues dazugekommen ist. Sollte einmal etwas fehlen, konnte man jederzeit nachordern. Auf diese Art und Weise schaffen es die Betreiber, immer nur frische Ware auf dem band zu haben. Und dann wurden auch nicht immer die selben Sachen aufgesetzt, sondern es wurde das ganze Spektrum der 22 unterschiedliche Sorten umfassenden Speisekarte und dazu noch diverse Salate geliefert.

Für einen schnellen, gute Snack, wenn mal gerade keine Zeit ist, um in ein “richtiges” Sushi-Restaurant zu gehen ist dieser Laden genau richtig. Hoffentlich merken das viele Leute, damit er an dieser Stelle eine Zukunft hat.

Name misushi Lounge
Angebot Japanisch
Adresse Voltastraße 74
Ort Frankfurt am Main
PLZ 60486
Land Deutschland
Telefon +49 69 9799 5231
Telefax +49 69 9799 5233
Email
Homepage www.misushi.de (nicht funktionsfähig!)
Öffnungszeiten 11:00 bis 23:00 Uhr
Lieferzeiten Mo.-Fr. 12:00 bis 15:00 Uhr
Sa.-So. 17:00 bis 23:00 Uhr

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Das war schmackhaft, heut geht’s mir gut!8)

Alexis Sorbas - Edingen-Neckarhausen

Manchmal muss es Kontrast sein. Nach dem hervorragenden, erstklassigen Essen am Freitag Abend (der Blogeintrag kommt noch…) haben wir uns gestern mit Freunden getroffen, um gemeinsam einen netten Abend zu verbringen. Da einer von uns in Edingen-Neckarhausen wohnt und er sozusagen den Vortritt hatte, wählte er “Sorbas” in der Hauptstraße aus. Ein typischer Grieche, geführt von der zweiten Generation. Und auch die Karte beinhaltet alles, was man vom Griechen ums Eck erwartet: Die Vorspeisen, beginnend mit dem alles umfassenden Vorspeisenteller über gegrillte Peperoni, gegrillten Schafskäse, Gigantes (also die dicken Bohnen), Knoblauchbrot, Sardinen vom Grill, und dann die Hauptspeisen mit Gyros, Mezes, Souflaki, und vieles mehr, alles begleitet von Pommes Frites und Salat. Wir haben uns, da wir zu siebt waren, eine Sammlung von Vorspeisen bringen lassen, die alles umfasste. Das Beste dabei war - die Knoblauchsoße der gegrillten Peperoni! Wir waren uns einig, dass die genauso schmeckt, wie früher die Knoblauchbutter in den Schnecken. Auch wenn man es “nicht macht”: Wir haben diese Soße komplett aufgetunkt.

Glücklicherweise haben wir uns nur fünf Vorspeisen bringen lassen, sonst wären wir schon vor der Hauptspeise satt gewesen. So aber haben wir uns Gyros mit und ohne Metaxa-Soße, Mezzes, Poulardengulasch mit Sahnesauce (typisch griechisch!) sowie ein Hirtenomelett bringen lassen, natürlich mit dem Hintergedanken, auch hier zu tauschen. Das aber ist dann irgendwie untergegangen… es hat jedem geschmeckt, alle waren zufrieden. Und weil die Edinger alle sehr früh nach Hause gegangen sind, haben wir den Rest des Abends alleine und ungestört bei Sorbas verbringen können.

Name Sorbas
Angebot Griechisch
Adresse Hauptstraße 347
Ort Edingen-Neckarhausen
PLZ 68535
Land Deutschland
Telefon +49 6203 5483
Telefax
Email
Homepage
Öffnungszeiten

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Im Sommer gibt es übrigens einen nett aussehenden Biergarten hinter dem Haus. Der wartet auch darauf, einmal besucht zu werden.

Heut geht’s mir gut! 8)

Admiral - Weisenheim am Berg

Es ist schon wieder ganz schön lange her, dass wir das letzte Mal im Admiral waren. Also haben wir gestern Abend kurz entschlossen einen Tisch reserviert (wir haben den letzten bekommen) und uns auf den Weg gemacht. Um es gleich am Anfang zu sagen: Dieser Weg hat sich gelohnt. Richtig heimelig ist es dort zur Zeit, kleine Sträußchen mit roten Rosen stehen auf den Tischen, überall sind Kerzen, es wird einem schon bei diesem Anblick warm ums Herz. Wo es doch draußen endlich gerade richtig kalt wird.

Zurzeit wird im Admiral regelmäßig ein Weingut aus der Gegend hervorgehoben, es gibt eine spezielle Weinkarte, auf der genaue Informationen über das Weingut und seine Weine dargestellt sind. Richtig schön gemacht. Im Moment ist das Weingut Kassner-Simon aus Freinsheim im Fokus. Daher begannen wir den Abend mit einem Riesling extra brut. Bei 5,6g Restzucker nicht jedermanns Geschmack, meinem entsprach es aber genau. Schön fruchtig, leicht erdig, gut geeignet, den Gaumen auf die Genüsse des Abends vorzubereiten.

Und die begannen mit dem Amuse Gueule in Form einer Terrine vom Fasan, begleitet von Quittenmark. Auf den ersten Blick eine “interessante” Kombination, im Mund aber fügten sich die verschieden Aromen zu einem genau passenden ersten Eindruck der Kochkünste des Hauses zusammen.

Die Weine wurden alle offen serviert, dadurch konnten wir mehrere unterschiedliche probieren. Als erstes gab es einen 2007 Weißburgunder. Das war mein erster 2007er überhaupt, und wenn dieser Wein ein repräsentativer Vertreter des Jahrgangs ist, dann können wir uns auf viele Gläser voller Sonne freuen. Denn das hatten wir im Glas: Sonne, Sonne, Sonne. Ich vermutete zuerst, einen Sauvignon im Glas zu haben - die Nase deutete darauf hin - doch es war wirklich ein WB.

Wir haben uns gestern die Speisekarte zwar angesehen, dann aber das, was uns als Menue vorgeschlagen wurde, ohne Änderungswünsche akzeptiert. Es begann mit einem Roh gebeizten Thunfisch mit scharfem Papayasalat und Cashewnüssen.

Ich wechselte dann den Wein: Es kam ein Chardonnay und Weißburgunder, ein schöner Begleiter des nächsten Gangs, einer Kurkumaschaumsuppe mit Garnelen, Ingwer und Zitronengras. Anfangs hätte ich mir einen Tick mehr Salz gewünscht, dadurch wären aber die anderen, subtilen Geschmäcker übertönt worden.

Als Hauptspeise gab es gegrillte Jakobsmuscheln auf Blumenkohlpurée, Zuckerschoten-Chorizogemüse und leichtem Ziegenkäseschaum. Ein Traum in weiß und grün, schön leicht und schaumig, Herz, was willst Du mehr?

Die Nachspeise kam dann in Form von Viererlei vom Quark mit „Paradisius-Essig“ parfumiert heran. Ein Souffle, ein Knödelchen, ein Eis… Dazu gönnte ich mir einen weißen Sherry. Meine Begleitung hatte einen “Schokoteller” mit einem Souffle, einem kleinen Schokokuchen sowie einer Scheibe Halbgefrorenes. Göttlich, wenn man Schokoladen-Afficionado ist. Für alle Anderen ein gelungener Abschluss eines sehr schönen Abendessens.

Was soll man noch zu dem Abend sagen? Es wurde wie immer viel zu spät (sorry!), und wir sind wie immer angenehm gesättigt und nett unterhalten nach Hause gegangen.

Champignon-Paprika-Pfanne

Nachdem ich einen Teil der für den Braten gekauften Zutaten schon verkocht hatte war gestern Abend der Rest dran. Was macht man aus Champignons und Paprika? Da ich Lust auf Spaghetti hatte, konnte es nur eine Sugo sein. Also suchte ich mir ein paar Sachen zusammen und kreierte dann folgendes:

1 rote Paprika
400 g Champignons
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Tomaten
100 g Schinkenspeck
10 schwarze Oliven
1 EL Kapern
100 g Parmesan
3 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
1 TL Thymian
1 TL Majoran
5 Blätter Basilikum
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

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Zwiebel, Knoblauch, Schinkenspeck und Paprika werden klein gewürfelt, die Tomaten werden enthäutet, entkernt und ebenfalls gewürfelt, die Champignons werden in dünne Scheiben geschnitten, die Oliven werden entkernt und halbiert, die Kapern eventuell kleingehackt.

In einer Pfanne wird die Zwiebel in reichlich Olivenöl angeschwitzt, etwas später der Knoblauch und der Schinkenspeck hinzugegeben und das Ganze gebraten, bis es goldbraun ist. Dann werden die Pilze zugegeben, etwas später die Paprika und die Tomaten. Diese Masse wird unter stetigem Unterheben gegart (ca. 10 Minuten). Jetzt werden die Oliven und die Kapern untergerührt und dann mit den Gewürzen, Salz und Pfeffer gewürzt.

Achtung: Wenn der Schinkenspeck gut gesalzen ist, kann es sein, dass keinerlei Salz zugegeben werden muss. Hier muss vor dem Würzen abgeschmeckt werden!

Sollte die Sauce nicht flüssig genug sein, kann sie durch einen Schuss Gemüsebrühe oder - für die, die nicht auf ihre Linie achten müssen oder keine Rücksicht darauf nehmen - einen EL Creme fraiche verlängert werden.

In der Zwischenzeit werden die Spaghetti in Salzwasser mit einer Prise Muskatnuss al dente gekocht und abgeschüttet. Man gibt sie in eine Schüssel, gießt die Sauce darüber und serviert. Der Parmesan wird frisch gerieben über die einzelnen Portionen gegeben.

Guten Appetit!

Heut geht’s mir gut. 8)

Würzpaste für NT-Braten

So langsam wird es doch Zeit, meinen im Kühlschrank langsam reifenden Rinderbraten für das Garen vorzubereiten. Da ich seit einem Jahr mein Fleisch nur noch mit Hilfe der Niedertemperaturmethode zubereite, muss ich natürlich auch dafür sorgen, dass das Gargut vor dem Verderb geschützt wird und schon im Vorfeld etwas Geschmack annehmen kann. Dazu nehme ich es aus dem Kühlschrank, öffne die Umhüllung und wasche das Fleisch. Der Kunststoff der Vakuumierung lässt doch einen etwas unangenehmen Geruch zurück, der abgewaschen werden muss. Wenn das erledigt ist kommt das Besondere: Meine selbst gemachte Marinade. Dazu braucht man folgende Zutaten:

2 EL mittelscharfer Senf
1 TL Senfkörner
1 TL Pfefferkörner
1 TL Rosmarin
1 TL Thymian
6 Pimentkörner
4 Korianderkörner
4 EL Zitronenöl (also Olivenöl mit Zitronengeschmack)
10 Spritzer Tabasco
Olivenöl ad libitum

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Alle Zutaten bis auf das Öl werden in einen Mörser gegeben und so lange gemörsert, bis eine glatte aber zähe Paste entstanden ist. Jetzt wird Öl zugegeben, bis die Paste leicht gestrichen werden kann. Man packt das Fleisch in eine Plastiktüte mit Zipper, gibt die Paste dazu und massiert sie gleichmäßig in das Bratengut ein. Die gut verschlossene Tüte kann jetzt noch einige Tage im Kühlschrank verbleiben, durch die Säure in der Paste wird der pH-Gehalt niedrig gehalten, so dass sich keine oder nur sehr wenige Bakterien breit machen können.

Mal sehen, wann ich den Braten fertig mache. Freitag vielleicht, oder Samstag. Time will tell.

Heut geht’s mir gut. 8)