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31.10.2007 von Hubs.
Es ist schon interessant: Wenn ich geschäftlich unterwegs bin, dann findet man mich nicht nur in Restaurants, sondern fast jeden Abend auch in Jazz-Clubs, Lunges oder einfachen Bars, um mit Kollegen oder Geschäftsfreunden einen gemütlichen Abend zu verbringen und um “socializing” zu betreiben. Zu Hause passiert das höchst selten. Nicht, weil es dort keine Gelegenheit dazu gibt, sondern weil hier der Freundeskreis so groß ist, dass es der Unterstützung durch die genannten Lokalitäten nicht bedarf.
Gestern Abend war es wieder einmal so weit: Ein anstrengender Tag lag hinter uns, ich hatte im Prinzip wieder einmal den Tag ausschließlich mit Telkos verbracht und wollte einfach meine Ruhe haben. Nach einem gemütlichen Abendessen alleine (siehe diesen Eintrag) saß ich noch in der Hotelbar, als mich der Anruf eines Kollegen erreichte, der in den nächsten Minuten ebenfalls im Hotel ankommen wollte. Nach kurzer Abstimmung trafen wir uns dann, um gemeinsam noch in das “Modern Masters” zu gehen, eine Bar/Lounge/Cafe-Kombination, in der sich einige Kollegen jeden Dienstag Abend treffen.
Wir kamen um 22:30 an und mussten feststellen, dass das Etablissement komplett besetzt war. Zum Glück waren aber einige Youngster gerade dabei, zu bezahlen, so dass wir nach einer kurzen Wartezeit einen Tisch bekamen und unsere Bestellung aufgeben konnten: Ein Bier gegen den Durst und einen “Ernest Hemingway Special” (woanders besser bekannt unter “Hemingway sour”, ein Sour aus Gin, Zitronensaft, Grenadine und Puderzucker, garniert mit einer Maraschino-Kirsche). Gegen 23:00 Uhr kamen dann auch die anderen Kollegen, und unterstützt durch die nette Bedienung (die leider etwas überfordert waren), die Hintergrundmusik und die anderen Gäste wurde doch ein angenehmer Abend daraus. Daran hat sicher der Preis des Abends auch seinen Anteil gehabt: Für ein Bier und zwei von den Hemingways habe ich schlussendlich gerademal 9.90 €uro bezahlt.
Fazit: Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich in Zukunft auch an diesen Dienstags-Events teilhaben werde.
| Name | Modern Masters |
| Angebot | Bar, Lounge, Cafe |
| Adresse | Michaelisstraße 49 |
| Ort | Erfurt |
| PLZ | 99084 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 361 550 7255 |
| Telefax | |
| Reservierung | |
| Homepage | www.modern-masters.de |
| Öffnungszeiten |
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30.10.2007 von Hubs.
Wenn man in Deutschland in einem Restaurant mit “konbanwa” begrüßt wird, dann weiß man, dass man sich in einem Restaurant befindet, das von einem Japaner geführt wird. Wenn dann noch ein ungewohnter Geruch in der Luft liegt kann man sich sicher sein, dass man nicht nur die bekannten Sushi-Variationen oder Tapanyaki, sondern echte japanische Spezialitäten serviert bekommen wird.
Und genau dieses trifft auf das Restaurant “Ginkgo” in Erfurt zu. Einfache, aber gepflegte Holztische, sichtbar nach definerten Regeln im Raum angeordnet beherrschen das Bild. Die Speisekarte ist zwar auf Sushi ausgerichtet, es stehen jedoch auch für Vorspeise, Suppe und Dessert zusätzliche Auswahlen zur Verfügung. Ich habe mir eine Miso-Suppe, eine Tempura-Vorspeisenvariation “kakiage” sowie eine gemischte Sushi-Platte “edo mae” gegönnt. Die Miso-Suppe hat sich erfreulich von dem sonstigen versalzenen Durchschnitt der Miso-Suppen abgehoben. Hier stand ein wirklich guter Start für den Abend vor mir.
Der zweite Gang wurde dann von der Tempura-Variation gebildet. Wer sich jetzt die üblichen Fisch-, Gemüse- und sonstigen Teilchen vorstellt, die einzeln frittiert wurden, der irrt sich. Hier wurde ein Konglomerat aus Gemüse, Fisch und Muscheln gemeinsam gegart und dann auf einem Teller (für deutsche Esser mit einer Gabel) serviert. Für hiesige Gaumen sehr gewöhnungsbedürftig, mir aber hat es ausnehmend gut geschmeckt.
Die Hauptspeise dann war eine Offenbarung für Sushi-Maniacs: Jeder Fisch ist ausnehmend frisch, der Reis hat genau die richtige Konsistenz, und der Reisball unter den Teilchen ist von einer Größe, dass man mindestens zwei Bissen nehmen muss, bevor jedes einzelne Stück gegessen wurde. Und bei dem Reis stimmt nicht nur nicht nur die Konsistenz, sondern auch Süße und Säuerung sind genau richtig. Es ist selten, dass ich das bei einem hiesigen Japaner sagen kann: Ich bin satt geworden.
Fazit: Das wird sicher nicht mein letzter Besuch in diesem Etablissement gewesen sein, vor allem, weil der Preis für das Essen vollkommen in Ordnung geht. Das komplette Menü inklusive grünen Tees kostete mich 27.20 €uro.
| Name | Ginkgo |
| Angebot | Japanisch, Sushi |
| Adresse | Pergamentergasse 6 |
| Ort | Erfurt |
| PLZ | 99084 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 361 601 5415 |
| Telefax | |
| Reservierung | |
| Homepage | |
| Öffnungszeiten |
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30.10.2007 von Hubs.
Man stelle sich einmal vor, der oder die Gewinnerin von “DSDS” wird WIRKLICH ein Star. Lachhaft. Und doch kann so etwas passieren. Allerdings natürlich nicht in Deutschland. In den USA gibt es eine vergleichbare Sendung, die auch einen vergleichbaren Ruf hat: Wirklich gute Sänger gehen dort nicht hin, ein Einsatz beim Disney Club (für jüngere) oder der Marsch durch die Szenekneipen macht sich da mehr bezahlt. Eine aber hat es geschafft, schon mit ihrem Debut-Album sämtliche Charts zu stürmen: Carrie Underwood. Mit “Some hearts” holte sie sich sechs Platin-Platten, einen American Music Award, fünf Billboard-Awards und zwei Grammies.
Und jetzt hat sie zum zweiten Schlag ausgeholt. Auf ihrem neuen Album “Carnival ride” hat sie sich viel stärker selbst in das Schreiben und Produzieren einbringen können, als dies noch auf den Debutalbum möglich war. Herausgekommen ist eine echte County-CD mit fast lyrischen Texten, die zwar immer den leicht depressiven Touch eines Countrysongs haben, die aber auch die Wut der betrogenen, die Männerwelt durchschauenden selbstbewussten Frau sehr deutlich machen. Ganz direkt singt sie das in “More Boys I Meet”, in der sie zu dem Schluss kommt, dass der beste Begleiter immer noch ihr bester Freund, nämlich ihr Hund ist.
Richtig traurig wird es dagegen bei “Just A Dream”, eine Ballade über eine junge Frau von 18 Jahren, der Verlobter nicht aus dem Krieg zurückkommt.
Liebevoll ist der Song “All American Girl” über ein Mädchen, das von Geburt an alles um den Finger zu wickeln weiß, was ihr über den Weg läuft.
Fetzig und witzig - bei allem Ernst der Situation - ist der Song “Last Name”, in dem sie den vergangenen Abend in Las Vegas schildert. In einer Kneipe wurde sie von einem Kerl angesprochen, und sie machte den Fehler, in zu ermutigen. Na ja. Und dann gab ein Drink den anderen, und sie wusste noch nicht einmal seinen Nachnamen. Und dann gab es noch mehr Drinks, und jetzt kennt sie nicht einmal ihren eigenen Nachnamen, weil sie seinen Nachnamen nicht kennt… dafür hat sie einen richtig großen Ring an der linken Hand.
Insgesamt ein gefälliges Album, mit schön kratziger Stimme gesungen, wo es notwendig ist, mit typischer Bluegrass-Begleitung, wo es angebracht ist. Mir persönlich gefällt das Album, ich kann es jedem Country-Fan empfehlen. Aber nicht nur denen, auch die, die sich in diese Musikrichtung einhören wollen, sollten diese CD in Betracht ziehen.
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28.10.2007 von Hubs.
Was macht man, wenn es Ende Oktober ist, die Sonne vom Himmel lacht und man kein eigenes Moped hat? Nun, man verlässt sich auf seine Freunde. Und einer von denen hat sich vor Kurzem, nach einem Harley-Trip durch den Westen der USA, dazu entschlossen, seine R 1200 Cruiser in die Garage zu stellen und sich statt dessen eine Ultra Classic Electra Glide zu kaufen. Drei Tage nach seiner Rückkehr aus den USA stand sie vor seinem Haus. Und dieser Freund hat mich doch tatsächlich gestern abend gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihn heute auf einer kleinen Abschlusstour durch die Vorderpfalz zu begleiten. Auf meine Replik, dass ich ja an einem Samstag Abend kein Bike mehr ausleihen könnte, meinte er nonchalant: “Dann nimm halt meine BMW”.
Das habe ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen. Nachdem heute das Wetter wirklich gut war, haben wir uns um 11:00 Uhr getroffen, um den genauen Weg zu vereinbaren und um die Pausen zu besprechen. Neben der Harley war auch noch eine K 1200 S dabei, die auch auf anderen Touren schon unser Zugpferd darstellte. Bevor ich auf die Tour eingehe werde ich ein paar Sätze über das Motorrad sagen: Ich bin zuletzt als kleiner Junge auf einem Fahrzeug gesessen, das mir eine so schwammige Auskunft über Kurvenlage, Straßenkontakt, Straßenzustand und so weiter geben hat. Das Fahrzeug damals war ein Bonanza-Fahrad. Man kann sich daran gewöhnen, aber meines ist dieses Fahrverhalten sicher nicht, und damit werde ich mir diese Mühle sicher auch niemals zulegen. Wenn mir aber jemand noch einmal die Gelegenheit gibt, darauf zu fahren, werde ich ebenso sicher nicht nein sagen. Gell, Klaus?
Nun gut.
Die BMW ist genau das, was ihr Name schon sagt: Ein Cruiser. Mal kurz ein Auto überholen, durch Kurven räubern oder auf einer schmalen, gewundenen Straße in jeder Kurve die Fußrasten aufsetzen zu lassen ist nicht ihr Ding. Die Leistung ist hinreichend, aber sicher nicht im Überfluss vorhanden. Die Sitzhaltung erinnert mich fatal an den berühmten “Aff auf dem Schleifstein”, irgendwie will sich kein entspanntes Fahren einstellen. Dazu kommt noch, dass mir bei jeder Fußbewegung die Zylinder im Weg sind.
Trotzdem hat die Tour Spaß gemacht, aber das liegt wohl eher daran, dass mir das Motorradfahren an sich Spaß macht, weniger an dieser speziellen Maschine.
Als grobe Orientierungspunkte unserer Tour heute haben wir uns Weisenheim am Berg, Bockenheim, Marnheim, Rockenhausen, Niederkirchen, Weilerbach, Enkenbach, Ramsen, Hettenleidelheim und dann zurück nach Weisenheim ausgesucht. Mit einer Pause beim Bauern Schmidt in Weilerbach, einer Kneipe? einem Treffpunkt? einem Club? für Biker, Singles, Junggebliebene, Dorfbewohner und alle, die Hunger und Durst haben.
Eine genaue Routenbeschreibung oder gar eine Karte spare ich mir heute, ich habe gerade meinen Rechner getauscht und bin noch nicht vollständig eingerichtet.
Gerade habe ich mir einen Routenplaner von xxx bestellt, mal sehen, wie sich die Darstellungen dieser Software in meinem Blog machen. Wenn ich die Nutzungsfreigabe dazu vom Hersteller bekomme. Update 11.02.2008: Ich habe die Nutzungsfreigabe NICHT erhalten, und muss daher auf Google Maps zurückgreifen. Oder kennt jemand einen anderen, kostenfreien Kartenanbieter?
Ich hoffe immer noch, dass es dieses Jahr noch zu einer weiteren Ausfahrt langt. Meine neue Kombi habe ich auf alle Fälle schon.
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25.10.2007 von Hubs.
Die erste Generation des X5 war ja schon groß, stark und auffällig. Ich muss es wissen, da ich selbst einige Jahre einen solchen Wagen gefahren habe. Was BMW aber mit der zweiten Generation auf die Beine gestellt hat ist eine echte Evolution. Länger, breiter, stärker und leider nicht sparsamer präsentiert sich hier der ach so notwendige Schutz der Insassen vor der wilden, ungezähmten Welt draußen. Die Dämmung ist inzwischen so gut, dass man bei normaler Lautstärke der sehr guten Stereo-Anlage nichts mehr von der Umwelt mitbekommt. Fast so wie im Siebener. Aber eben eine Stufe höher. Man hat erheblich besseren Überblick von dort oben und kann dadurch die Leistungsreserven des Motors (ich hatte einen 4.8) richtig ausnutzen. Die Schaltung hat jetzt auch die Relais-Funktion, die sich schon im Siebener bewährt hat, allerdings befindet sich der Schaltknauf immer noch an der gewohnten Stelle und ist nicht als Stummel hinter dem Lenkrad versteckt.
Das soll’s fürs Erste gewesen sein, demnächst kommt mehr zu diesem Wagen!
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7.10.2007 von Hubs.
Was macht man, wenn man die ganze Woche unter Stress steht? Genau! man gönnt sich etwas! Bei unserem lokalen Harley und Buell-Händler gibt es ein Angebot, bei dem ein Motorrad statt 350 Euro von Samstag mittag, 12:00 Uhr bis Dienstag morgen, 10:00 Uhr nur 199 Euro kostet. Und das auch noch bei unbegrenzten Kilometern!
Also habe ich mir kurz entschlossen am Samstag eine Buell Ulysses geliehen. Die stand schon länger auf der Lister der zu testenden Maschinen, und da die anderen Kandidaten nicht oder nicht mehr zur Verfügung standen (es ist schließlich schon Mitte Oktober, wer rechnet da noch mit Kunden, die sich etwas leihen möchten…) habe ich diese Schönheit genommen.
Da stand sie also. Irgendwie gewöhnungsbedürftig. Aber über diese Phase bin ich schon weg, ich wollte sie ja fahren. Also rauf auf den Bock. Jetzt bin ich mit 1.80m nicht gerade der Kleinste, aber selbst für mich ist es problematisch, mehr als die Fußspitzen auf den Boden zu bekommen. Na ja, im Prinzip soll man mit dem Motorrad ja auch fahren und nicht stehen, also sehen wir darüber mal großzügig hinweg.
Was macht man als Erstes? Genau, man startet das Gefährt. Wenn man weiß, wie… Ich hatte erst man Probleme, das Schloss zu finden, aber wo sonst als auf der linken Seite kann es sitzen? Dann endlich läuft der Motor. In den ersten Minuten will er etwas mehr Gas, um am Leben zu bleiben, sobald das aber mal vorbei ist, läuft er auch im Standgas richtig rund, mit sattem, sonorem Blubbern. Was man nicht allzu lange genießen kann, da sich innerhalb kürzester Zeit eine Turbine einschaltet, die im Stand das schöne Zweizylindergeräusch komplett überlagert. Aber dazu später mehr.
Dann ging es los. Das Kurvenverhalten im “langsamen” Betrieb ist gefällig, vielleicht ein klein wenig indirekt. Zuerst fuhr ich auf die Autobahn, um aus Ruchheim wegzukommen. Ab 120 km/h stellt sich ein Pendeln und Wackeln um die Längsachse ein, das ich zum letzten Mal vor dreißig Jahren auf einer XT erleben durfte. Bei der Ulysses - um etwas vorzugreifen - bleibt diese Neigung ohne Verstärkung bis nach oben hin gleich. Was den Spaß für höhere Geschwindigkeiten zumindest für mich reduziert. Aber dafür ist sie ja nicht gemacht.
Gut. Um so ein Bike zu testen, ist meine “Hausstrecke” wunderbar geeignet: Bundesstraße / Landstraße bis Landau, dann die B10 hoch bis zur Ausfahrt “Johanniskreuz”, und von dort aus die B48 hinauf bis zum Epizentrum der Biker in der Vorderpfalz: Das Johanniskreuz. Die Strecke war am Samstag angenehm leer (wirklich!), es gab nicht einmal den Zwang, trotz der durchgezogenen Linie einen Wagen zu überholen. Ein seltenes Ereignis, ich habe es entsprechend gewürdigt. Zurück zur Ulysses: Neben der rechten Fußraste ist eine Ablagemöglichkeit für den rechten großen Zeh. Da steht doch tatsächlich ein Hebel in der Gegend herum, der einfach nur stört. Spaß beiseite: Die Hinterradbremse ist einfach unwirksam. Ich glaube nicht, dass es an dieser Maschine lag (sie hatte gerade mal 2.000 km auf dem Zähler), ich gehe davon aus, dass das Absicht ist. Dafür packt die vordere Bremse, die am Radkranz befestigt ist, gnadenlos zu. Damit kann man die Maschine bis hin zum Stoppy herunterbremsen. Man sollte jetzt nicht erwarten, dass das fein zu dosieren ist, nein, man kann damit einfach bremsen. Und sollte sehr vorsichtig damit umgehen: Die Maschine hat die Angewohnheit, beim Bremsen dermaßen zu nicken - wobei gleichzeitig das Heck nach oben geht - und sich dabei auch noch aufzurichten, dass man tunlichst schon vor einer Kurve die richtige Geschwindigkeit haben sollte. Auch das Herunterschalten ist vor den Kurven angesagt, mitten drin macht es sich wirklich nicht gut.
Der Motor hat bullig (oder soll ich sagen: Buell-ig?) Kraft und Drehmoment. Er will aber trotz der 1.200 Kubik nicht untertourig gefahren werden. So zwischen 3.000 und 4.000 Umdrehungen sollten schon anliegen, damit er willig die Bewegungen der rechten Hand annimmt. Für mich nicht gelungen ist die Übersetzung: Der erste Gang ist bei 70-80 km/h am Drehzahllimit, der zweite kommt aber da erst in den richtigen Drehzahlbereich. Wie also soll man in der Stadt oder auf engen, kurvigen Strecken fahren? Im ersten Gang? Oder im Zweiten? In der Stadt mag das ja noch angehen, aber wie gesagt: Das Schalten in Kurven ist prinzipiell nicht zu empfehlen. Je schneller aber die Kuven sind, desto mehr Spaß macht die Kleine. Zweiter und dritter Gang sind gleichermaßen geeignet, ab ca. 90 km/h die Ulysses am Laufen zu halten. Und wie sie geht! Der kurze Sprint zwischen zwei Kurven zum Überholen wird von ihr mit einer Bravour erledigt, dass man sich fast schon mehr Autos auf der Straße wünscht.
Nun gut. Am Johanniskreuz angekommen stellte ich die Motor ab. Doch ein extrem nervendes, turbinenartiges Geräusch - das ich auch schon vorher bemerkt hatte, aber auf den Antriebsriemen geschoben hatte - tönte weiter. Dass am JK Bikes bestaunt werden, weil sie gut hergerichtet, offensichtlich scharfgemacht oder einfach nur schön sind, ist ja normal. Zu mir aber kamen während der drei Tage laufend die Leute her, um mich nach dem Geräusch zu fragen. Nun, die mir zur Verfügung gestellte Maschine ist aus dem Baujahr 2005, als der Motor noch luftgekühlt gebaut wurde (das soll sich geändert haben). Und für den hinteren Zylinder wurde ein eigener Ventilator verbaut, der mit einem extremen Geräusch versucht, normale Temperaturen zu erzeugen. Das nervt so sehr, dass es für mich ein sicherer Grund wäre, die Maschine NICHT zu kaufen. Auch wenn sie sonst Spaß macht.
Dieser Spaß war dann der Grund, weshalb ich meinen Ausflug fortsetzte. Über Hochspeyer, Enkenbach, Ramsen und Hettenleidelheim (oder für Einheimische “Hettrrrm”) ging es nach Höningen, zur besten Kurvenübungsstrecke der Vorderpfalz: Über zwölf Kilometer zieht sich diese schmale, kurvige Strecke dahin, zwischen den Kurven immer wieder mit Gelegenheiten, einmal richtig zu beschleunigen. Spaß pur. Und wie gesagt, eine gute Gelegenheit, das Kurven-, Beschleunigungs- und Bremsverhalten von Motorrädern auszuprobieren. Über Weisenheim am Berg, Kirchheim, Kallstadt und Ungstein ging es zurück nach DÜW.
Ein schönes Erlebnis, eine schöne Tour, morgen wird es mehr Erfahrungen geben!
Als Service kommt hier die Streckenliste:
Heut geht’s mir gut!
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