Archive für September 2007

Kawasaki Versys - Die erste Fahrt

Heute war es soweit. Endlich habe ich einen Händler in der Nähe gefunden, der eine Versys zur Verfügung hat und diese auch vermietet. Es handelt sich um Jochen Nicolai in Mannheim in der Hafenstraße. Letzten Mittwoch bin ich hier vorbeigegangen und habe mir das Teil reserviert, heute morgen war dann der große Moment: Nach den notwendigen Formalia saß ich das erste Mal auf der Versys. Dieses Motorrad entspricht genau meiner Größe, viel besser als die ER-6F, die ich in den letzten Wochen regelmäßig gefahren bin. Der Lenker passt, die Schaltung ist genau am richtigen Ort, die Bremse stimmt, die kleine Stütze im Sitz passt für meine Oberschenkel ideal.

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Zum Glück konnten meine Freunde heute noch nicht, so dass ich erst einmal für mich selbst durch die Gegend fahren konnte, um mich auf das Bike einzustimmen. Was bietet sich da besser an als der Pfälzer Wald? Über Wachenheim ging es die K16 entlang, am Kurpfalzpark vorbei nach Lambrecht. Dort dann rechts ab auf die B39 und bis Frankeneck mit dem Verkehr mitrollen, dort beginnt dann die Freude, eine schöne kurvige Strecke in den Pfälzer Wald hinein: Die Straße das Elmsteiner Tal entlang hinauf zum Johanniskreuz (JK). Für die, die diese Strecke nicht kennen: Sie ist nur von Montag bis Freitag für Motorradfahrer frei, am Wochenende ist sie wegen zu vieler freiwilliger Organspender gesperrt.

Am JK gab es eine kleine Stärkung, bevor mich die Kawa wieder rief: Die B48 entlang hinunter nach Hochspeyer, schöne langgezogene Kurven, so richtig geeignet, den Tag zu genießen. Von dort aus ging es über Enkenbach-Alsenborn, Ramsen, Carlsberg und Altleiningen nach Höhningen. Diese Strecke vom JK nach Höhningen war eigentlich nur als Verbindung gedacht, denn der Höhepunkt des Tages folgte hier: Eine rund 12 km lange, sehr schmale, kurvige, teilweise schlecht ausgebaute Strecke nach Leistadt. Absolut ideal, um ein Motorrad kennen zu lernen, um sich an das Kurvenverhalten zu gewöhnen, um die positive und negative Beschleunigung auszuloten. Für mich gehört diese Strecke inzwischen zu meinen Hausaufgaben, die ich möglichst bei jeder Tour mit einbaue.

Als Abschluss rollte ich dann noch einmal nach Weisenheim am Berg und über Kirchheim, Kallstadt und Ungstein zurück nach Bad Dürkheim.

Nach diesen rund 120 km kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass die Versys “mein Motorrad” ist. Es hat einfach alles Spaß gemacht, und ich freue mich so richtig auf unsere Ausfahrt morgen und übermorgen.

Als Service gibts die Streckenliste sowie die zugehörige Karte:

Streckenliste:
Bad Dürkheim
Wachenheim
rechts.png an Ampel rechts auf K16
Kurpfalz-Park
Lamprecht
rechts.png Rechts auf B39
Frankeneck
links.png Links auf L499
Elmstein
Johanniskreuz
rechts.png Rechts auf B48
Fischbach
Hochspeyer
rechts.png Rechts auf B37
links.png Links auf B48
Enkenbach-Alsenborn
Ramsen
Hettenleidelheim
Altleiningen
Höningen
links.png Links auf L517
Leistadt
Weisenheim am Berg
rechts.png Rechts auf K1
Kirchheim
rechts.png Rechts auf B271
Herxheim am Berg
Kallstadt
Ungstein
rechts.png Rechts auf B37
Bad Dürkheim

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Heut geht’s mir gut! 8)

Mark’s - München

Gestern hatte ich die Gelegenheit, mit einem Verleger in München in ein Restaurant seiner Wahl zu gehen. Er entschied sich für das “Mark’s” im Mandarin Oriental in München. Ein guter Griff. Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen. ;-)
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Wir begannen unseren Abend mit einem entspannenden Aperitiv in der lauschigen, plüschigen Lounge des Hotels. Sie ist genau so, wie man sich eine gemütliche Bar vorstellt: Im Hintergrund leise Klaviermusik, die Bedienung hält sich dezent zurück, steht aber sofort zur Verfügung, wenn man Wünsche hat, und die Bar ist gut bestückt. Was mich dazu verleitet hat, einen wohl temperierten weißen Port zu mir zu nehmen. Dass zu den Getränken neben den üblichen Nüssen auch Canapés gereicht werden, zeigt die Qualität der Lokation. Eine angenehme Methode, die Probleme des Tages zu vergessen.

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Nachdem unsere Abendgesellschaft vollzählig war, begaben wir uns in den Speisesaal. Eine herrschaftliche Freitreppe führt in einem Bogen in das galerieartige Obergeschoss, in dem sich das Restaurant befindet.

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Da wir ja den Aperitiv schon in der Bar zu uns genommen hatten bestand der Begrüßungstrunk im Restaurant aus einem wohltemperierten Wasser (wenigstens ist man im Mark’s noch nicht auf die Idee gekommen, sich einen Wassersommelier zuzulegen. Hier bekommt man noch ganz normales San Pelegrino). Jetzt begann die Qual der Wahl. Selbst wenn die Speisekarte sehr übersichtlich ist, lädt doch jede einzelne Speise dazu ein, sie zu essen. So konnte ich mich erst nach längerem Denken und Reden zwischen dem Kalbsbries und der Variation vom Hummer für eben diese Variation entscheiden. Dabei hat die sehr kompetente, nette Bedienung (namens Susi, wie ich später erfahren durfte) geholfen, indem sie die Speisen so beschrieb, dass keine Wahl mehr übrig blieb.

Keine Wahl hatte ich auch bei den Weinen, auch wenn die Karte rund 400 unterschiedliche Weine zur Verfügung stellt: In Anbetracht der gewählten Speisen blieb (wieder einmal) nur der “Chardonnay und Weißburgunder” von Knipser übrig. In diesem Fall war es ein 2005er, und der zeigte sich frisch, jung, aber trotzdem so kräftig, dass er problemlos auch die sonst als Weinbegleiter etwas problematische Hummervariation begleiten konnte.

Meine Begleiter schlossen sich meiner Wahl an. Es hat sich gelohnt. Jede einzelne der fünf Variationen hatte ihre eigene Note, eine eigene Textur und natürlich einen eigenen Geschmack, und trotzdem dominierte über allem der feine Hummergeschmack. Große Kunst, groß dargebracht.

Als zweiten Gang wählte ich dann eine klare Tomatenessenz von Olivetti-Tomaten aus. Ob man das wohl auch auswählen kann, wenn man mit IBM oder Adler in das Restaurant geht? ;-) Wunderbar abgeschmeckt, mit drei Ravioli (Tomaten, Frischkäse und Kräuterfarce) als Einlage, genau das Richtige, um eine Trennung zwischen Vorspeise und Hauptgericht darzustellen.

Tja, die Hauptspeise. Wie soll ich sie beschreiben? Prinzipiell war es ein ganz einfaches Kalbsfilet, aber dieses wurde begleitet von einem Stück ganz kurz angebratener Gänsestopfleber… hmmmmm! Das muss genügen…

Leider waren die drei Gänge so groß geraten, dass wir die Nachspeise ausfallen lassen mussten. Auch wenn alles noch so verführerisch geklungen hat, es ging einfach nichts mehr. Was aber noch ging war ein Süßwein. Dass wir dabei mit Susi für einen der Teilnehmer eine Charade erster Klasse aufführten, setzte dem Abend die Krone auf. Meine Wahl fiel auf einen Yalumba Semillon (ich glaube, es war ein Noble Pick Botrytis, bin mir aber nicht 100%ig sicher). Dieser Wein war genau der richtige Abschluss für einen gelungenen Abend. So kann man sich Geschäftsessen gefallen lassen ;-)

Name Mark’s im Mandarin Oriental
Angebot Feinschmecker
Adresse Neuturmstraße 1
Ort München
PLZ 80331
Land Deutschland
Telefon +49 89 290 980
Telefax +49 89 222 539
Reservierung +49 89 29098 875
Homepage http://www.mandarinoriental.com/munich
Öffnungszeiten täglich geöffnet von 12:00-14:00 Uhr
und 19:00 bis 23:00 Uhr

Heut geht’s mir gut! 8)

Akakiko - München

In normalen Restaurants beginnt die Haupt-Kundenzeit gegen 20:00 Uhr. Nicht so im Akakiko in München. Zumindest muss ich nach meinem letzten Besuch heute abend davon ausgehen, dass man nach 20:00 Uhr auf keinen Fall dort vorbeigehen darf.

Als ich ankam, saßen ca. 10 Personen im ganzen Restaurant verteilt herum. An einem der Bänder wurden Aufnahmen für den Internet-Auftritt gefertigt, die Sachen sahen richtig gut aus. Nach einem kurzen Blick auf das Band (da ging ich noch davon aus, dass es ein Band wäre…) und dem Wissen, dass dort einiges an Sushi durch die Gegend läuft, setzte ich mich an einen Einzelplatz. Bei der Bedienung wurde das große “All-You-Can-Eat”-Dinner sowie eine Miso-Suppe geordert.

Als erstes fiel mir auf, dass kein Ingwer auf dem Band ankam, das Wasabi suchte ich auch vergebens. Also die Bedienung danach bitten, es kam dann auch. Anschließend aß ich ein paar Sushi-Teller, allerdings sah der Fisch reichlich stumpf aus - offensichtlich war er schon längere Zeit am Kreiseln. Die Miso-Suppe war auch schon ausdauernd warmgehalten worden, sie war komplett versalzen. Ich gehe davon aus, dass sie gut geschmeckt hat, als sie Stunden vorher angesetzt worden war.

Dann bemerkte ich, dass von den zuerst gesehenen Sushi-Teilen keines bei mir ankam - sie landeten entweder vor der Kamera der Fotografin oder liefen auf dem anderen Band im Kreis herum. Ja, das Restaurant hat zwei Bänder, und ich saß offensichtlich am Falschen. Ich bestellte mir daraufhin etwas Sashimi (in dem Glauben, es würde für mich frisch zubereitet), worauf die Bedienung an das zweite Band ging und alles herunterklaubte, was an Butterfisch dort zu finden war. Das wurde gesammelt neben mich gestellt. Hm. Zu Sashimi gehört natürlich immer die Rettichunterlage, mit der man den Gaumen auf den feinen Fischgeschmack vorbereiten kann. Hier war der Rettich offensichtlich in der Packung ins Gären gekommen, er schmeckte jedenfalls unsäglich und verhinderte so, dass man irgendetwas von dem Butterfisch schmecken konnte. Als Letztes versuchte ich dann noch ein Stück undefinierbares Frittiertes, lies es jedoch liegen, nachdem ich feststellen musste, dass die Pannade großflächig durchfeuchtet war und sich von dem Krabbenbein (was es wohl auch sein sollte) löste.

Fazit: Hier kann ich nur den Namen der belgischen Fluglinie als Abkürzung verwenden: SABENA! Für all die, die niemals mit Sabena geflogen sind, kommt hier die Auflösung:

Such A Bloody Experience Never Again!

Trotzdem kommen hier noch dir üblichen Restaurant-Daten:

Name Akakiko
Angebot japanisch
Adresse Willi-Brand-Platz 5
Ort München-Riem
PLZ 81829
Land Deutschland
Telefon +49 89 9988 5088
Telefax  
Email  
Homepage http://www.akakiko.de/index.html
Öffnungszeiten täglich geöffnet von 10-22:30 Uhr
Sonn- und Feiertags 12:00 bis 22:00 Uhr

Heut geht’s mir gut! 8)

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