Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Heut geht’s mir gut! für August, 2007.
30.8.2007 von Hubs.
Hm. ich gehe einfach einmal davon aus, dass das “f” für “Vollverkleidung” steht. Das Gegenstück zu der “f” ist die “n”, und die ist “naked”. Wieso spreche ich eigentlich über die ER-6, wenn mir doch eigentlich die Versys viel besser gefällt? Nun, das ist ganz einfach. Dem Kawa-Händler meines Vertrauens, dem Dürkheimer Motorradladen, steht zur Zeit leider keine Versys zur Verfügung. Also bin ich auf die ähnliche ER-6 ausgewichen.
.
Nach den Übergabeformalitäten ging es los: Zuerst einmal ein wenig auf einem leeren, derzeit unbenutzten Parkplatz üben. Anfahren, Abbremsen, stark bremsen, stärker bremsen, RICHTIG bremsen. Und dann natürlich Kurven fahren. Langsame, enge, typische Innenstadt- oder Parkpatzkurven.
Nach etwas Üben habe ich mich dann auf meine spontane Tagestour gemacht. Von Bad Dürkheim aus fuhr ich die Weinstraße entlang bis nach Landau, dort dann auf die B10 bis zur Abzweigung zum Johanneskreuz und dann zweimal die Strecke zu eben diesem Johanneskreuz hinauf . Wieso zweimal? Weil es Spaß gemacht hat, und weil ich auch diese Kurven üben wollte. Die Strecke hat den Vorteil, dass sie durchgehend auf 70km/h beschränkt ist und dadurch der theoretisch mögliche Druck durch andere Verkehrsteilnehmer nicht gegeben ist. Vom Johanneskreuz aus ging es dann weiter nach Hochspeyer, und von dort aus zurück nach DÜW. Ein kleiner Abstecher nach Battenberg legte mir die Vorderpfalz sowie die Rheinebene zu Füßen, und er gab mir Gelegenheit, einige Zeit die Sonne zu genießen. Die nächsten Stationen waren dann Neuleinigen, Altleinigen, Eisenberg, Grünstadt und Weisenheim am Berg. Also einfach einmal kreuz und quer durch die Vorderpfalz. In WaB traf ich mich mit dem Freund, der mich wieder an das Motorradfahren herangeführt hat, und mit ihm trat ich dann noch einen kleinen Trip durch das Zellertal zum Donnersberg und zurück über Wattenheim, Neuleiningen und Höningen nach DÜW an. Den Abschluss des Tages bildete ein schönes Eis auf dem Stadtplatz.
Wieso erzähle ich das alles? Weil es Spaß gemacht hat. Weil ich mir etwas gegönnt habe. Weil ich das auch mit anderen teilen möchte. Und ganz einfach, weil es mir heute gut geht.
Geschrieben in Motorrad | Keine Kommentare »
10.8.2007 von Hubs.
Wie neulich schon geschrieben wurde ich ja von einem Freund auf die Idee des Motorradfahrens gebracht. Seit diesem Termin schaue ich mich jetzt um, was mir denn so an Motorrädern gefällt. Oder besser gesagt zu meinem Fahrstil passt. Kawasaki hat es tatsächlich geschafft, ein Motorrad auf die Räder zu stellen, das mir gefällt. Es ist die neue Versys:

Ein moderner Zweizylinder Viertakter mit 650 Kubik, 64 PS, 181kg, für schnelle Lastwechsel und kurvenreiche Straßen gebaut. Das Teil gefällt mir. Mal sehen, wann ich damit durch die Gegend fahren werde. Zum Glück gibt es ja heute auch die Möglichkeit, Motorräder auszuleihen, und zum Glück ist auch Kawasaki mit einem solchen Angebot vertreten. Und das sogar hier in Bad Dürkheim im Dürkheimer Motorradladen
Heut geht’s mir gut! ![]()
Geschrieben in Motorrad | Keine Kommentare »
5.8.2007 von Hubs.
Gestern war es soweit: Mein Freund hat seinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Na ja, eigentlich ist es ja die 50. Wiederholung des Geburtstags, also im Endeffekt der 51. Geburtstag, aber lassen wir das einfach. Die letzte Diskussion über dieses Thema wurde ja 1999 mit großem Enthusiasmus geführt.
Zurück zum Thema “Geburtstagsessen”. Wie letzten Monat schon geschrieben, wurde im Restaurant Admiral in Weisenheim am Berg gefeiert.
Begonnen wurde der Abend mit einem Stehempfang, zu dem als Begrüßung ein St. Laurent-Sekt von Holz-Weisbrodt gereicht wurde. Klar, dass das nicht mit leeren Händen oder gar leerem Magen vor sich gehen kann: Es gab kleines asiatisches Fingerfood dazu.
Nachdem wir uns alle gesetzt hatten ging es richtig los. Begonnen wurde mit
“Essig-saure”
Jakobsmuschel
mit Orangenessig
Mjam Mjam. So muss ein Menü beginnen: Der Essig (natürlich vom Doktorenhof von Georg Wiedemann in Venningen) öffnet die Papillen auf der Zunge, die Jakobsmuschel schmeichelt sich langsam ein, sie bereitet den Mund auf die kommenden Genüsse vor.
Von hier an wurden die Weißweine gereicht, als da wären:
2006er Forster Ungeheuer
Riesling QbA, trocken
Dr.von Bassermann-Jordan, Deidesheim
2006er Weißburgunder & Chardonnay
QbA trocken
Rings, Freinsheim
2006er Blanc De Noir
Spätburgunder rosé
QbA, trocken
Weegmüller, Neustadt / Haardt
Gefolgt wurde das Amuse Bouche von dem
Roh marinierter Yellow Fin Thunfisch
mit wilden Limonen
und Five Spices
Einfach nur wunderbar. Der Thunfisch zergeht unter der Zunge, die wilden Limonen - vom bitter-sauren Geschmack her fast mit Cranberries zu verwechseln - harmonieren sehr gut mit den Gewürzen.
Jetzt geht es richtig los, denn jetzt kommt ein pfälzer Klassiker:
Sautierte Gänsestopfleber
mit dreierlei von der Feige
Selbst jetzt, mehr als 12 Stunden nach dem Genuss, läuft mir noch das Wasser im Mund zusammen. Alles genau auf den Punkt. Und als geschmacklicher Kontrast, als Herausforderung für Gaumen und Zunge folgte direkt darauf ein
Gefüllter Tintenfisch
auf Wildkräutersalat
mit Ziegenkäsesorbet
Muss ich dazu noch etwas sagen? Gefolgt wurde der Tintenfisch von der Suppe, dem Sommerwetter angepasst natürlich eine kalte
Thailändische Gazpacho
mit Garnele im Tempura
Wieder ein geschmacklicher Wechsel, aber auf einer Ebene, die so subtil ist, dass er keine Herausforderung darstellt.
Ab hier kommen jetzt auch die roten Weine zum Ausschank, jedem das, was er oder sie haben will.
2005er Schwarzer Hahnen
Spätburgunder QbA,trocken
Rings, Freinsheim
2005er Dürkheimer Feuerberg
Saint Laurent QbA, trocken
Hensel, Bad Dürkheim
Jeder konnte das trinken, was gewünscht wurde, der Service hat das auch ausgezeichnet bewältigt und jedem Gast genau das weiter eingeschenkt, was vorher geordert wurde - wenn nicht ein Wechsel gewünscht wurde. Hier schon einmal im Vorhinein ein ganz klares Lob dafür.
Jetzt wirds pfälzisch, und was ist inzwischen typischer für die Pfalz als die
Kleine Blut- und getrüffelte
Saumagenbratwurst
auf Rahmsauerkraut
Also ein “Pfälzer Teller” (muss ich jetzt sagen “Deidesheimer Art”?), aber in diesem Fall ohne die Leberwurst. Zu diesem Gang wurde der absolute Brüller des Abends (was Getränke anging) gereicht: Ein Glas Pils. Klingt erst einmal nicht so spannend. Stimmt. Der Gag dabei war die Größe des Glases: Es waren korrekt ausgeformte Pilsgläser mit dem Fassungsvermögen eines Schnapsglases.
Nun gut, dieser Gang war immer noch ein Zwischengang und nicht die Hauptspeise. Und die wurde auch nicht durch den
Kross gebratener Wolfsbarsch
auf Steinpilzrisotto
dargestellt, auch wenn dieser die Größe, den Geschmack und auch die Durchsetzungsfähigkeit gegenüber den anderen Aromen gehabt hätte. Einfach nur wunderbar, auch und vor allem der Risotto, der richtig satt nach Steinpilzen geschmeckt hat.
Jetzt aber kam der Hauptgang. Er klingt hier ganz einfach, und hat sich doch auf dem Teller als eine ach so wunderbare Komposition erwiesen. Die
Mediterrane Kaninchenvariation
umfasste alles, was man sich von einem Kaninchen erwünscht: Weißes, durch die Gewürze wunderbar in seinem Geschmack unterstütztes Fleisch, Innereien, eine genau passend gewürztes Sößchen - Herz, was willst Du mehr?
Eigentlich hätte man nach diesem geschmacklichen Höhepunkt aufhören können, doch mein Freund und Alexander Hund hatten noch keine Erbarmen mit uns. Aber was schreibe ich da: Kein Einziger von uns schwächelte, der zeitliche Abstand zwischen den Gängen, gepaart mit der Größe, waren genau so abgemessen, dass der Hunger gestillt war, dass aber konstant weitergegessen werden konnte, ohne dass man ein Völlegefühl verspürte.
Vor viele Jahren gab es einmal in der alten Pfarrey in Neuleiningen (als sie noch Ueberschaers gehörte) ein Trüffelmenü, und einer der Gänge schwebt meinem Freund bis heute vor: Es handelte sich um einen Brie, der waagerecht in drei Scheiben geteilt worden war, auf die dann als Trennschicht jeweils eine Ebene Trüffel gehobelt wurde. Das Ganze wurde wieder zusammengesetzt und jeweils als kleines Dreieck als Käse serviert. Das im Gedächtnis wurde der nächste Gang angeregt, und Alexander Hund hat dann das daraus gemacht:
Tatar von Brie de Meaux
und Rucola mit Trüffelvinaigrette
Hmmmmmmm. Käse schließt den Magen für die herzhaften Dinge und bereitet den Gaumen vor auf die Süßspeisen, in diesem Fall repräsentiert durch ein
Pfeffer-Schokoladenparfait
mit Schokoladen-Minzblättern
und Mango in Vanillecaramel
Ich bin ganz ehrlich: Diese Geschmacksexplosion kann ich nicht beschreiben, es ginge alles an der Realität vorbei. Soviel muss genügen: KEINER hat etwas übrig gelassen. Nicht einer.
Das spricht zum Einen für diesen 10. und letzten Gang, zum Anderen aber natürlich für die hervorragenden Kochkünste von Alexander Hund und seinem Team, sehr dezent konstant unterstützt durch die Servicebrigade rund um Monika Ruprecht. An alle geht an dieser Stelle noch einmal der gesammelte Dank des Gastgebers sowie der Gäste.
Fazit: Vielleicht werde ich meinen 50. ja auch im Admiral feiern.
| Name | Admiral |
| Angebot | gehoben deutsch/französisch |
| Adresse | Leistadter Straße 6 |
| Ort | Weisenheim am Berg |
| PLZ | 67273 |
| Land | Deutschland |
| Telefon | +49 6353 4175 |
| Telefax | +49 6353 989325 |
| gast@restaurant-admiral.de | |
| Homepage | http://www.restaurant-admiral.de/ |
| Öffnungszeiten | So. und Feiertage: 12:00-14:00 und ab 18:00 Uhr Mi.-Sa.: ab 18:00 Mo. und Di. Ruhetag |
Heut geht’s mir gut! ![]()
Geschrieben in Leben / Genießen, Kochen / Essen, Restaurants | Keine Kommentare »
3.8.2007 von Hubs.
Bonjour - nein, nicht Tristesse, sondern Commodité. So ungefähr kann man die Erfahrungen umschreiben, die ich mit dem Citroen C6 gemacht habe, der mir die letzten Tage zur Verfügung stand.
Mein erster Eindruck ist, ich formuliere es vorsichtig: Dieses Auto ist gewöhnungsbedürftig. Nicht unbedingt dem allgemeinen Geschmack entsprechend. Und meiner Ansicht nach auch nicht geeignet, ein würdige Nachfolger der Göttlichen oder der CX-Reihe zu werden. Die Augen, sprich die Scheinwerfer, stehen viel zu weit auseinander, die Linie wirkt durch das etwas zu kurz geratene Heck und die nach innen gebogene Heckscheibe unproportioniert, die Heckklappe hat eine ungewöhnliche Sicke über die gesamte Breite. Doch dazu später mehr.
Aber als Fahrer sieht man das Auto natürlich aus einer anderen Perspektive, und daher heißt es für mich erst einmal: Einsteigen. Was mich hier erwartet ist nur eines: Bequem. Nicht unbedingt geeignet, einem sportlichen Fahrer zu dienen, aber wunderbar als Sofa, als Sänfte zu bezeichnen. Ich hätte nie gedacht, dass es in Europa ein Auto gibt, das den Sänftencharakter meines alten Cadillac Sedan DeVille übertreffen kann und wird. Selbst mir als Fahrer wurde es bei den Schaukelbewegungen beinahe schlecht. Bis ich den Schalter fand, mit dem man die Federung auf “Sportlich” umschalten kann. Dann war es zwar immer noch nicht sportlich, das Schaukeln aber war weg.
Womit soll ich beginnen? Mein Wagen hatte eine cremefarbene Inneneinrichtung. Also sicher nichts für Menschen mit Kindern. Und auch nichts für Leute, die leicht geblendet werden. Denn die Verkleidung spiegelt sich in der Windschutzscheibe. Bis auf die Stelle, an der die Geschwindigkeit und die Abbiegeinformationen des Navis eingeblendet werden. Aber die wird in einer Art eingeblendet, dass man genau so schnell auch auf den Tachometer hätte schauen können. Dieses Head Up Display bietet wahrlich keinen Zusatznutzen, vor allem, weil es in ein undurchschaubares Chaos ausartet, wenn die Sonne von hinten scheint. Dann allerdings sieht man auch auf dem normalen Display nichts mehr, weil man alle möglichen Anzeigen sieht.
Eigentlich wollte ich mit dem Mosern aufhören und nur noch vom Genießen sprechen. Doch die Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten müssen einfach erwähnt werden, hier zeigt sich, wo an der Qualität gespart wurde. auch die (üblicherweise) zu kurzen Sitze müssen erwähnt werden. Das aber wars jetzt wirklich: Man kann sich in diesem wirklich Auto wohlfühlen. Die Außenwelt ist abgekapselt, man schwebt über die Landstraße, selbst ein paar Kurven können elegant genommen werden, ohne dass es die Mitfahrer stört. Und für die Ohren ist auch gesorgt: Die Stereoanlage lässt keine “normalen” Wünsche offen. Auch die Telekommunikationseinrichtung - sprich das eingebaute Funktelefon - funktioniert hervorragend, witzig ist allerdings, dass der Teilnehmer am anderen Ende vor dem Gesprächsbeginn darauf hingewiesen wird, dass man sich in einem Auto befindet.
Angenehm ist es, wenn man mit diesem Wagen in Frankreich unterwegs ist: Dort fahren die “hohe” Polizei sowie Diplomaten das Auto, und entsprechend schnell ist die linke Spur auf der Autobahn frei, wenn man von hinten ankommt. Selbst wenn man nur unwesentlich schneller fährt als der Rest.
Auch der Verbrauch dieses Wagens hält sich in Grenzen: Auch wenn ich nicht gerade langsam gefahren bin habe ich nur knapp acht Liter Diesel gebraucht.
Fazit: Für mich persönlich ist dieser Wagen nichts, aber ich bin mir sicher, dass er Liebhaber finden wird.
Heut geht’s mir gut! ![]()
Geschrieben in Autos | Keine Kommentare »