Archive für Juli 2007

Kerweaufbau

Manchmal kann es passieren, dass man nur per Zufall auf etwas stößt, was sich im Nachhinein als ganz nett herausstellt. So ging es mir vor Kurzem. Ich war auf dem Rückweg von einem Termin zu meinem Auto in einem kleinen Ort, als ich über den zentralen Marktplatz musste. Dort war man gerade dabei, die Getränkebuden, Zelte und Verkaufsstände für eine Kerwe aufzubauen. Im Hintergund konnte man erkennen, dass die Kinder der Grundschule den Kerwebaum schmückten; schon dass man die Kinder komplett mit in das Dorfleben einbezieht und dafür auf einen perfekt geschmückten Baum verzichtet  fand ich sehr schön. Damit können sich alle Kinder und natürlich auch deren Eltern mit dem Baum identifizieren. Es interessierte mich natürlich, wie der Baum am Ende aufgerichtet wird, und da ich noch etwas Zeit hatte, ließ ich mich auf einer Bank nieder und harrte der Dinge, die da kommen.

Irgend jemand fing dann an, einen Bräter aufzubauen, um für die Helfer Würste zu braten. Kaum aber war das Ding heiß, da kamen aus allen Häusern und Seitenstraßen die Einwohner heran, stellten sich in die Schlange vor dem Bräter und setzten sich dann mit einer Wurst in der Hand in das Zelt, in dem dann natürlich auch Schoppen Wein verkauft wurden. Aus dem Aufbau wurde innerhalb kürzester Zeit mit einfachsten Mitteln eine gemütliche Gelegenheit für die Dorfbewohner, miteinander zu quatschen, das Wochenende einzuläuten und den anderen beim Aufbau zuzusehen. Ab und zu wurde dann einer der Zuschauer zum Helfen abkommandiert, aber das hat jeder ohne zu murren mitgemacht. Wie ich es ja auch gemacht hatte.

Was will ich mit dieser Geschichte erzählen? Nun, es muss nicht immer eine durchorganisierte Veranstaltung sein, manchmal reichen auch zwei Holzbretter auf zwei Bierkisten aus, um mit einem Getränk in der Hand einen schönen Abend zu verbringen. Und manchmal ist der Vorabend einer organisierten Veranstaltung geselliger und für das Dorfleben wichtiger als die Veranstaltung, die vorbereitet wird.

Audi TT Cabriolet FSI

Erinnern Sie sich noch, mit welchem Attribut ich den Audi TT Coupe apostrophiert habe?

S P A S S ! ! ! ! !

Und genau das Selbe trifft auch auf das “kopflose” Geschwister des Coupes, das Cabriolet zu.

Straßenlage, Innenausstattung, Platz, Fahrverhalten, Motorleistung stimmen im geschlossenen Zustand überein. Aber dann gibt es da noch diesen magischen Knopf, mit dem man aus dem Coupe ein Cabriolet machen kann. Was für ein Glück, dass ich zufälligerweise eine Mütze dabeihatte, denn es war heiß, die Sonne brannte herunter, der Asphalt begann zu schmelzen (besonders gut vor Eisenbahnübergängen; die Straßenmeisterei wird sich bedanken), und ich freute mich an diesem Fahrzeug.

Im Cabriolet steht natürlich im Kofferraum nicht mehr allzuviel Platz zur Verfügung, aber auch hier gilt, wie bei den meisten “viersitzigen” Cabriolets: Wer will denn schon mit so einem Auto zu viert übers Wochenende verreisen? Und für zwei reicht der Platz im Kofferraum und auf der Rückbank allemal aus.

Fazit: Auch als Cabriolet ist der Audi TT alltagstauglich und - im Fall einer Neuanschaffung - einen zweiten Gedanken wert.

Nippon Kan - Düsseldorf

Normalerweise fängt man eine Restaurantkritik nicht mit dem Ergebnis an. Hier allerdings weiche ich von der Regel ab: Für mich ist und bleibt das Nippon Kan in Düsseldorf eines der besten japanischen Restaurants Deutschlands. Dass das nicht nur mein Eindruck ist, merkt man daran, dass in der an japanischen Restaurants nicht gerade armen Stadt Düsseldorf der weit überwiegende Teil der Gäste japanischen Ursprungs ist, dass man sich als Kaukasier in der Minderheit befindet.

Über die im Keller untergebrachten Sushibar werde ich nach meinem nächsten Besuch dort berichten, gestern habe ich mich an die Tempura-Bar gesetzt, um mir dort einmal ein Oteishoku Sakura zu gönnen. Es handelt sich hier um ein komplettes Menü, bei dem vom Appetizer bis zur Nachspeise alles enthalten ist. Wirklich alles. Sushi, Sahimi, eine kleine Bento-Box, ein Appetizer, Miso-Suppe, die Hauptspeise (dazu später mehr) und die Nachspeise. Wenn man dem Koch hinter der Theke klar macht, dass man es nicht eilig hat, streckt sich das Essen auch einmal über zwei Stunden. Bei der Menge an Speisen ist das allerdings auch angebracht.

Als Appetizer gab es einen fermentierten kleingeschnittenen Fisch auf Algen (bitte fragt mich nicht nach den genauen Bezeichnungen!), dann kam die Miso-Suppe, die in diesem Fall den Mund gereinigt und für die kommenden Geschmäcker freigemacht hat.

Anschließend wurde dann das Tempura serviert, das häppchenweise frittiert und damit heiß direkt auf den Teller gereicht wurde. Erste Sahne. Vor allem auch, weil es nicht nur die üblichen Rettich - und Paprikastücke waren, sondern weil Austern- und Zitronenpilze, grüner Spargel, Zwiebeln, Garnelen richtig lecker und auf den Punkt gegart serviert wurden.

Der nächste Gang war die Bento-Box mit Sushi und Sashimi, die in ihrer Qualität in Düsseldorf keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Als Hauptspeise hatte ich mir Shabu Shabu ausgesucht, eine Art japanisches Fondue mit haucdünnen Rindfleischscheiben, begleitet von einer säuerlichen Würzsoße (um genau zu sein handelt es sich um eine Zitrussoße). Das Schöne ist dabei, dass jeder seinen eigenen Fondue-Topf bekommt, in den ausgehend von klarem Wasser mit einem Algenstreifen nacheinander das Gemüse hinzugegeben wird, bis am Schluss das Fleisch nur ganz kurz durchgezogen wird, sodass jeder den individuell richtigen Garpunkt erwischen kann. Anschließend kommen die Teile in ein Schälchen mit der Würzsoße, um dann mit Stäbchen gegessen zu werden. Einfach nur empfehlenswert.

shabu-shabu.png

Als Nachspeise gabe es einen Crepe mit Macha-Eis. Nichts überragendes, aber ein würdiger Abschluss für einen gelungenen Abend.

Fazit: Hier werde ich sicher nicht das letzte Mal gegessen haben, jetzt muss ich mich nur noch auf die Suche nach Sponsoren machen. ;-)

Name Nippon Kan
Angebot japanisch
Adresse Immermannstraße 35
Ort Düsseldorf
PLZ 40210
Land Deutschland
Telefon +49 211 173470
Telefax
Email
Homepage
Öffnungszeiten täglich geöffnet von 12-14:00 Uhr
und von 18:00 bis 22:00 Uhr

Kham - Hamburg

Schade.

Eigentlich machte das Restaurant einen netten Eindruck auf mich. Die Tische auf der Straße sahen einladend aus, die Speisekarte zeigt asiatische Vielfalt, die Gäste, die das Restaurant verließen, wirkten zufriedengestellt. Also setzte ich mich hinein. ließ mir die Karte bringen und wählt einmal Horenso (Spinat mir Sesamsoße) und die Bento Box Nummer 3. Ja, auf der Karte stehen erst einmal nicht unbedingt die typisch japanischen Gerichte, sondern eher tibetanische Speisen, aber das muss ja nichts heißen. Als aber der Spinat kam, und ich alleine davon schon hätte satt werden können, da hätte mir auffallen müssen, dass mich mehr erwartet als das normale japanische Abendessen.

Die Hauptspeise dann sah auch gut aus: Sushi, Sashimi, Tempura, eingelegtes Gemüse, Hühnchen in irgendeiner Soße. Der Anblick macht aber leider nur einen kleinen Teil des Essensgenusses aus: Der Geschmack, die Textur sind die Hauptsache. Was ist Sushi? Ersteinmal Reis. Und dieser war leider viel lange schon gekocht (er war eiskalt und war wohl im Kühlschrank gelagert worden), der Fisch auf dem Sushi hatte schon bessere Tage gesehen, und das Tempura war offensichtlich schon vor einiger Zeit frittiert worden: Es bog sich durch, die unteren Stücke waren schon miteinander verklebt. Ich lasse selten etwas stehen, in diesem Fall aber habe ich - nach Begleichen der Rechnung, die in keinster Weise reduziert wurde - relativ schnell das Lokal verlassen. Dass dieses keinen offen ersichtlichen Nichtraucherbereich aufweisst unterstreicht nur meinen Eindruck.

Fazit: Sushi ist ein Essen, das KEINERLEI Fehler verzeiht. Hier wurden gleich mehrere Fehler gemacht, die nur einen Schluss zulassen: Never Again!

Name Kham
Angebot tibetanisch, japanisch
Adresse Lange Reihe 97
Ort Hamburg
PLZ 20099
Land Deutschland
Telefon +49 40 2800 4868
Telefax
Email
Homepage
Öffnungszeiten

Las Tapas - Düsseldorf

Mit den Worten “Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp’, zu tauchen in diesen Schlund?” oder so ähnlich beginnt ja die Balade vom Taucher von Friedrich Schiller. Wir haben es gestern gewagt und sind in den Schlund der Düsseldorfer Altstadt eingetaucht, in dieses Gewirr von Touristen, Kneipengängern und Obdachlosen, in die angeblich längste Theke Deutschlands (oder der Welt?), geschoben von der Masse, gezogen von den professionellen Anmachern oder Animateuren (den Geist, den animus kann man da weglassen, was bleibt, ist teuer…), und irgendwann sind wir dann, durch den grummelnden Magen gezwungen, in einer kleinen Gasse wirklich in die Fänge eines Türstehers geraten und dort auch hängengeblieben. Er hat uns so nett geködert, indem er uns einen kostenfreien Aperitiv versprochen hat (das kostenfrei haben wir ihm natürlich ohne Weiteres abgenommen ;-)), dass unsere weiblichen Begleitungen unbedingt dort hineinwollten. Und was soll ich sagen: Ich habe nicht erwartet, in einem solchen Touristenlokal gutes Essen zu bekommen. Aber man kann sich ja täuschen, oder hoffen.

Was hatten wir? Zur Vorspeise gab es Tapas mistas, Kaninchen in Knoblauchsoße, Jakobsmuscheln kurz gegrillt, gebratene Babycalamares, albondigas, patatas bravas und natürlich die üblichen Kleinigkeiten wie Serano-Schinken, Oliven, getrocknete Tomaten und Weissbrot. Tapas, wie es sein soll, in einer Größenordnung, die uns vier eigentlich schon gelangt hätte.

Aber wir wollten ja etwas Richtiges essen. Und darum machten wir den Fehler, uns fern ab des Meeres und noch viel weiter weg von Spanien eine Paella zu bestellen. Grummel, grummel, wie sag ich’s meinem Kinde? Selten habe ich eine so verkorkste Reisspeise gegessen, das Fleisch war hart, die Muscheln kalt, die Gambas vertrocknet, der Reis komplett weichgekocht, die wenigen Calamaresringe die reinsten Fahradreifenstücke.

Die Getränke - ein weisser Sherry Seco zur Vorspeise, ein trockener Weisswein zur Hauptspeise - waren trinkbar, nichts überragendes, aber auch nicht schlecht.

Fazit: Wenn man genau weiß, dass man ausschließlich Tapas essen darf, dann kann man sich hier auch ein zweites- oder drtittesmal einfangen lassen. Wenn man aber “etwas Richtiges” essen will, dann sollte man einen weiten Bogen um die Schneider-Wibbel-Gasse machen, denn die Animateure ziehen auf ihren Streifzügen weite Kreise…

Name Las Tapas
Angebot Tapas, spanisch
Adresse Schneider-Wibbel-Gasse 2-4
Ort Düsseldorf-Altstadt
PLZ 40213
Land Deutschland
Telefon +49 211 323 99 30
Telefax
Email
Homepage http://www.mon.de/dus/las.tapas/home.htm
Öffnungszeiten Wenn die Altstadt offen hat ;-)

Mercedes-Benz B150

Seit längerem suche ich ein Auto, das für die Stadt geeignet ist. In einer Beziehung habe ich jetzt eines gefunden. Das Auto, das ich meine, ist nämlich NUR für die Stadt geeignet. Es handelt sich um den MB B150. Selten habe ich ein Auto in den Händen gehabt, das sich anfühlt wie weiland der erste VW Bully mit Diesel-Motor: Träge, überhaupt nicht agil, zum Beschleunigen auf eine sinnvolle Geschwindigkeit - sprich Tempo 90 - langt die normale Beschleunigungsspur der Autobahn nicht. Und daraus schließe ich ganz eindeutig, dass dieser Wagen ausschließlich für die Stadt konzipiert wurde.

Was soll man sonst über dieses Auto sagen? Man hat Platz, man kann darin sitzen, auch Passagiere auf den Fond-Sitzen können einigermaßen erholt das Ziel erreichen. Der Innenraum ist sehr variabel, man kann durch die weit öffnenden Türen und die hohe Sitzposition sehr einfach ein- und aussteigen, allerdings gehört das ja zum Standard der B- Klasse. Genauso wie die schlechte Übersichtlichkeit des Wagens, die die Einparkhilfe unabdingbar macht.

Fazit: Ein Auto ausschließlich für die Stadt braucht niemand. Oder? Dieser Wagen macht sicher Sinn, aber nur, wenn er einen sinnvollen Motor bekommt. Aber ob dann der hohe Schwerpunkt mit den Fliehkräften klarkommt ist mir noch nicht klar.

Restaurant Admiral - Weisenheim am Berg

Ein Freund von mir wird in nächster Zeit Fünfzig. Für manche ein Einschnitt, für manche eine Grenze, die es zu überschreiten gilt, für ihn einfach nur eine gute Gelegenheit, sich wieder einmal mit einem kleinen Kreis von Freunden zusammen zu setzen und einen gemütlichen Abend zu verbringen. Und für diese Gelegenheit galt es, ein passendes Restaurant zu suchen. Obwohl die Kandidatenliste nicht allzu lang war. Schlussendlich fiel die Wahl auf das Restaurant Admiral in Weisenheim am Berg.

 

Terrasse

 

Zum Einen, weil man bei schlechtem Wetter im Restaurant, bei guten Wetter aber auf der Terrasse sitzen kann (und Ende Juli, Anfang August ist das Wetter IMMER schlecht, die Wahrscheinlichkeit also groß, dass man auf der Terrasse keine große Freude hat), zum Anderen aber wegen der Qualität von Küche und Service, die hier regelmäßig geboten werden. Nun, gestern galt es, die Speisen und Getränke auszusuchen, die es an dem Wiegenfest geben wird. Vorher aber stand erst einmal die Sättigung im Vordergrund.

Begonnen wurde mit einem Sankt Laurent Sekt von Holz-Weisbrodt (ebenfalls in Weisenheim am Berg), der die Auswahl der Speisen begleitete. Es kam dabei heraus:

Als Amuse Bouche gab es ein Wan Tan von Krustentieren, begleitet von einer Hummermouse. Der Gruß aus der Küche soll ja den Gaumen auf das vorbereiten, was dann später serviert werden wird. Dieser Gruß ließ wahrlich Großes erahnen!

Als erster Gang kam ein Thunfischcarpaccio mit “Five Spices” und einem Confit von wilden Limonen. Ich dachte ja erst, es handele sich um Cranberries, so herb und leicht bitter schmeckte das Confit. Aber in Kombination mit dem Thunfisch, der Marinade und der wunderbaren Komposition auf dem Teller hat alles sehr gut zusammen gepasst.

An dieses Gericht schloss sich eine Gelierte Tomatenessenz mit gegrilltem Lachs an. Einmalig. Wie hier die leichten Röstaromen des Lachs - der natürlich nur außen ganz leicht angeröstet war, innen aber noch roh war - mit den frischen Gartenaromen der Tomaten spielten ist schon hohe Kunst. Dieser Gang wurde schon vom Hauptwein des Abends, meinem derzeitigen Lieblingswein begleitet: Chardonnay und Weißburgunder 2006 vom Weingut Knipser in Laumersheim. Einfach wunderbar, wie es dieser Wein schafft, sich jedem Gericht anzupassen. Er domiert nichts, er ist einfach da, und er schmeckt gut, selbst wenn man so problematische Dinge wie rohen Fisch im Mund hat. Gleich als Hinweis: Es hat keinen Sinn, diesen Wein beim Weingut kaufen zu wollen, es gibt ihn dort nicht mehr.

Nach einer kurzen Pause kam dann die Hauptspeise:Rinderfiletspitzen mit Pfifferlingen und Tagliatelle. Ich gebe es zu, ich habe das normale Admiralsmenue aufgebrochen und statt der Meeräsche mit Ratatouille eben das bodenständige Rinderfilet bestellt. Das Fleisch war wunderbar zart, nur ganz kurz gegart, genau so, wie ich es liebe. Die Pfifferlinge haben sehr schön damit harmoniert, ohne den Geschmack von Soße, Fleisch und Tagliatelle zu überdecken. Ich muss mich selbst für meine Auswahl loben. Und natürlich die Küche für die Ausführung.

Abgerundet wurde das Menue durch Quarkknödel mit Schokoladeneis und Pfirsichspalten. Ich bin ehrlich: Ich habe mir den richtigen Namen dieses Gangs nicht mehr gemerkt, es kann auch etwas ganz anderes auf der Karte gestanden haben. Was aber hier aus der Küche kam, war ein würdiger Abschluss des Menues. Genau richtig im Verhältnis Süße und Säure, nicht zuviel eis, nicht zuviel an Knödeln (die im Übrigen auch noch sehr schön verziert waren), die Komponsition auf dem Teller war sehr ansprechend, und der dazu gereichte St. Laurent-Sekt hat auch wieder sehr gut gepasst.

Fazit: Welche Speisenfolge wir dann für den Geburtstag meines Freundes ausgesucht haben, will ich (noch) nicht verraten. Auf alle Fälle war das vorher genossene Menue wieder einmal ein Beweis für die Konstanz und Präsenz der Qualität von Alexander Hundt in der Küche und Monika Rupprecht im Service. Vielen Dank nach Weisenheim am Berg!

Name Admiral
Angebot gehoben deutsch/französisch
Adresse Leistadter Straße 6
Ort Weisenheim am Berg
PLZ 67273
Land Deutschland
Telefon +49 6353 4175
Telefax +49 6353 989325
Email gast@restaurant-admiral.de
Homepage http://www.restaurant-admiral.de/
Öffnungszeiten So. und Feiertage:
12:00-14:00 und ab 18:00 Uhr
Mi.-Sa.: ab 18:00
Mo. und Di. Ruhetag

Scottie’s Movie Diner - Düsseldorf

Die letzten beiden Male war ich in Düsseldorf in Lokalen, die mich mit leicht klebrigen Tischen begrüßt haben. Da es mich heute in eine Studentenkneipe zog, ging ich davon aus, dass mich dort nichts Besseres erwartet. Doch weit gefehlt: Die Biertische vor Scotties Diner waren so sauber, dass man davon hätte essen können. Was ich natürlich nicht tat.

Die Speisekarte bietet das Übliche, was heute in Tex-Mex-Restaurants angeboten wird: Burger in jeder Variation, Fajitas, Fingerfood als Vorspeisen und - in Abweichung zu den sonstigen Speisekarten - eine schöne Auswahl an Nudelgerichten. Da ich einigermaßen hungrig war, bestellte ich mir den gemischten Vorspeisenteller. Mozzarellasticks, Chicken Wings, Jalapeno- Poppers, Potato Wedges und Nachos, begleitet von einer Vitamin-Beilage. Die leider schon längere Zeit auf dem Teller auf Kundschaft wartete: Die Tomatenschnitze waren schon angewelkt, die Orangenscheibe angetrocknet. Ansonsten: Was kann man bei frittierten Kleinigkeiten falsch machen?

Die Lokation ist ganz nett, Biertische und -Bänke unter großen Laubbäumen (Asche auf mein Haupt: Ich habe nicht nachgesehen, ob es Platanen oder Kastanien sind…), nette, junge Leute an den Tischen rundherum, keine Musik, nur die Straßenbahn, die in regelmäßigen Abständen vorbeifährt, stört ein bisschen.

Fazit: Es hat gesättigt, und die Umgebung hat Spaß gemacht. Eine Lokation, an der man sich in geselliger Runde treffen kann.

Name Scottie’s Movie Diner
Angebot Tex Mex
Adresse Christophstraße 2
Ort Düsseldorf
PLZ 40225
Land Deutschland
Telefon +49 211 335 791
Telefax
Email
Homepage
Öffnungszeiten

Louisiana - Düsseldorf

“I’ m, coming home” lief gestern Abend, als ich das Louisiana in Düsseldorf betrat. Und wie sich das für Restaurant-Ketten gehört, kommt es einem so vor, als wäre man schon ganz oft dagewesen. Also fast wie zuhause. Aber eben nur fast: Denn zuhause kleben Tische, Bänke und Speisekarten nicht…

Das Ambiente ist typisch: Es überwiegen Holz und Messing, an einer Seite des Restaurants befindet sich eine imposante Bar, hinter der der Barkeeper geschäftig werkelt, Drinks mixt und den Bedienungen ihre Getränke zusammenstellt. Natürlich dürfen die strategisch plazierten Fernseher nicht fehlen, aus denen - zum Glück ohne Ton - ein aktuelles Sportprogramm rieselt.

Ich habe mir gestern aus der Speisekarte als Vorspeise ein Desparados gegönnt, da ich die Größe der Portionen kenne und daher vorgewarnt war. Als Hauptspeise gab es dann eine Portion Chili, das Besondere im Louisiana ist dabei, dass frisches Grillgemüse, also Tomaten, Zucchini und Sellerie hinzugefügt ist. Und dass zusätzlich Jalapenos und Sour Cream appliziert werden. Diese Variante kann auch von jemandem gegessen werden, der es nicht so scharf mag. Und für die Anderen gibt es Tabasco.

Die Nachspeise habe ich mir geschenkt, weil zu diesem Zeitpunkt ein Fußballspiel (laut) übertragen wurde, statt dessen habe ich mich auf den Weg zurück ins Hitel gemacht.
Fazit: Die Qualität der Speisen entspricht der Erwartung, die Sauberkeit allerdings sicher nicht. In Düsseldorf werde ich nicht noch einmal ins Louisiana gehen.

Name Louisiana Düsseldorf
Angebot Tex-Mex
Adresse Bolker Straße 14-20
Ort Düsseldorf
PLZ 40213
Land Deutschland
Telefon +49 211 86 58 90
Telefax +49 211 86 58 925
Email duesseldorf@louisiana.de
Homepage http://www.louisiana.de/
Öffnungszeiten So.-Do.: 10:00 - ca. 02:00
Fr.-Sa.: 10:00 - ca. 05:00

Victor’s Residenz-Hotel - Erfurt

Wow!

Ich kenne zwar Victor’s in Perl, mit dem Casino und dem grandiosen “Schloss Berg“, in dem Christian Bau seine sterneprämierte Küche kredenzt, ich bin aber in meinen Erwartungen sicher nicht von etwas Vergleichbarem ausgegangen, als ich zu einer Veranstaltung nach Erfurt musste und dort in Victor’s Residenz einquartiert wurde.

Ansicht Victor's Residenz, Erfurt
Der Empfang - und diese Rezeption kann nur als Empfang bezeichnet werden - übertrifft alles andere, was ich in den letzten Jahren in Business-Hotels erfahren konnte oder musste. Sehr freundlich, aufgeschlossen, fast herzlich wird man begrüßt, beinahe entschuldigend wird man gebeten, die Heimatadresse in die Anmeldung einzutragen, und dann bekommt man vor dem Zimmerschlüssel erst einmal ein Kärtchen in die Hand gedrückt, auf dem die Zimmernummer und der Name vermerkt sind. Dieses Kärtchen ist nicht nur der Ausweis im Hotel, es dient auch in ganz Erfurt als Karte für den ÖPNV. Das hat mir Respekt eingeflößt, denn Hotels dieser Qualität bieten so profane Dinge wie eine Straßenbahnkarte normalerweise nicht als Incentive an.Nach der Karte bekommt man dann - nein, immer noch nicht den Schlüssel, sondern ein Glas Sandemanns medium Sherry. So kann der Abend gemütlich eingeläutet werden!
Sandemanns medium dry
Vorbei an der Lobby und dem Restaurant führt der Weg zu meinem Zimmer. Doch was heißt hier Zimmer? Als Einzelzimmer gebucht, entpuppt es sich als hervorragend ausgestattetes, geräumiges Studio mit Sitzecke, Schreibtisch, Kingsize-Bett und einem Bad, in dem man sich auch zu Zweit nicht in den Weg kommt.

Da ich morgens gleich weiter musste, hatte ich leider keine Gelegenheit, das Frühstück auszukosten, ich habe mir aber sagen lassen, dass es jeden einzelnen Cent seiner 13 Euro Wert ist.

Fazit: Da ich sowieso in nächster Zeit einmal ein Wochenende in Erfurt verbringen möchte, werde ich dies sicher mit einem Aufenthalt in diesem Hotel kombinieren.